„Krisen können uns wachrütteln!“

Aysel Osmanoglu sitzt seit 2017 im Vorstand der GLS Bank. Die Betriebswirtin hofft, dass wir als Gesellschaft und auch die Banken aus der Coronakrise lernen. Inwiefern wirken sich Krisen an den Finanzmärkten – aktuell die Coronakrise – auf nachhaltige Banken wie die GLS Bank aus? Krisen können uns wachrütteln! Was ist wichtig im Leben? Wie ist mein Verhältnis zu meiner Umgebung, zu den Menschen und zur Natur? Was kann ich besser machen? Das kann uns widerstandsfähiger machen, individuell und gesellschaftlich – auch als Bank. Es ist noch zu früh, um genaue Prognosen zu treffen, aber unsere ersten Risikoanalysen, mit denen wir derzeit abzuschätzen versuchen, wie sich Corona auf unsere Zahlen auswirken wird, haben gezeigt, dass wir als Bank widerstandsfähig sind. Wir sind gut gewappnet. Auch von der Finanzkrise waren wir damals nicht negativ betroffen, weil wir nicht an der Börse spekulieren, sondern in Unternehmen investieren, die sich um Grundbedürfnisse wie Ernährung, erneuerbare Energien oder Wohnen kümmern. Doch die Corona-Krise betrifft auch uns als nachhaltige Bank, weil wir mit der Realwirtschaft zu tun haben. Wir sehen, …

Warum die Maßnahmen der Finanzkrise jetzt helfen

Das Coronavirus setzt der Weltwirtschaft mächtig zu. Wird alles noch schlimmer als in der Finanzkrise 2008/2009? Hoffnung, dass der Vergleich hinkt, macht manche Weichenstellung der vergangenen Jahre. Was Finanzkrise und Coronakrise unterscheidet. Leere Straßen, geschlossene Läden, ausgebremste Produktion: Die Corona-Pandemie legt das öffentliche Leben lahm und trifft die Wirtschaft mit voller Wucht. Ist die Krise verheerender als der Einbruch 2008/2009? Immer wieder werden Parallelen zwischen Finanzkrise und Coronakrise gezogen – auch wenn damals das Leben der meisten Menschen weiterhin in gewohnten Bahnen verlief. „Die Kosten werden voraussichtlich alles übersteigen, was aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte in Deutschland bekannt ist“, sagte der Präsident des Ifo-Instituts, Clemens Fuest, über die aktuellen Lage. Der Chef des Münchner Flughafens Jost Lammers stellte fest: „Die Auswirkungen der Corona-Krise sind massiver als die Folgen der Anschläge vom 11. September 2001 oder der weltweiten Finanzkrise von 2008.“ Und der Chef der staatlichen Förderbank KfW, Günther Bräunig, erklärte: Mittlerweile sei absehbar, „dass das Ausmaß der Krise deutlich über das hinausgeht, was wir aus der Finanzkrise kennen“. Auch auf enorm: Täglich gute …

Wir brauchen Corona-Bonds

Die Corona-Krise erschüttert die Wirtschaft überall in der Europäischen Union. Der ehemalige Grünen-Bundestagsabgeordnete und Vorstand des Vereins „Bürgerbewegung Finanzwende“, Gerhard Schick, fordert in seinem Gastbeitrag gemeinsame Anleihen als solidarisches Zeichen in Europa. Die Corona-Krise ist für uns alle eine immense Herausforderung. An erster Stelle stehen natürlich die gesundheitlichen Folgen, die in vielen Ländern schon zu schlimmen Zuständen und Todesfällen geführt haben. Vermutlich wird es eher noch schlimmer, gerade wenn der Virus vermehrt in Ländern des Globalen Südens auftritt. Der Virus bedroht aber auch das europäische Projekt. Die Corona-Krise stellt unseren gemeinsamen europäischen Wirtschafts- und Währungsraum in Frage, sollte es nicht gelingen, angemessen zu reagieren. Denn die wirtschaftlichen und finanziellen Herausforderungen sind immens. Oberstes Gebot in einer solchen Phase ist es zusammenzuhalten. Anders lässt sich eine Krise wie diese nicht bewältigen. In einer Wirtschafts- und Währungsunion sind die Wirtschaftsbeziehungen einfach zu eng, als dass Kleinstaaterei betrieben werden kann. Doch bisher ist der Zusammenhalt zwischen den Ländern, wie auch in der Finanzkrise ab 2008, nicht richtig gelungen. Auch auf enorm: Maßnahmen in der Corona-Krise. Neue Debatte über …

Daily Good News during the Corona crisis

For the past ten years the journalistic aim and content at enorm magazine has been constructive and solution driven. This approach seems particularly valid in times of the corona pandemic that currently dominates media coverage. Therefore, we have decided to aggregate good news during the corona crisis. We do not want to be cynical but spread courage and hope instead – objective, global, and sometimes entertaining. Because we have recently received positive feedback from people who cannot read the German edition of our daily good news ticker during the corona crisis, we wanted to share this English edition with you. Special thanks to enorm community members Connie and Hems for supporting this English „Best of“. You are more than welcome to share further good news with us. Please write to ideen@enorm-magazin.de Official information regarding the pandemic and protective measures can be found at the website of Robert-Koch-Instituts and the German federal ministries. Stay safe and healthy! Thursday, 2nd of April 2020 Free Harry Potter quizzes and audio books J.K. Rowling, author of the famous Harry Potter …

Die neue Lust auf Bier ohne Prozente

Alkoholfreies Bier schmeckt doch nicht, oder? Nö, die Hopfenkaltschale ohne Nachwirkung ist längst nicht mehr so schlecht wie ihr Ruf. Das Angebot wächst. Dafür gibt es gute Gründe. „Wie Schwimmen ohne Wasser“ oder „Da fehlt irgendwas“, sind nur zwei häufige Meinungen zu alkoholfreiem Bier. Fragt man näher nach, hält sich die Erfahrung der meisten Biertrinker mit dem alkoholfreien Stoff aber in Grenzen – oder der letzte Kontakt mit der Materie ist ziemlich lang her. So auch beim Autor dieser Zeilen – bis zu einer Art Geschmacks-Erweckungserlebnis im Sommer 2019. Der Blick ins Getränkeregal gut sortierter Supermärkte offenbart: Alkoholfreies Bier springt seit einiger Zeit mit viel Kraft aus der Nische. Da warten mittlerweile neben den paar Pilsnern der großen Brauereien und Weizen etliche neue Biersorten – darunter auch Lagerbier, Ale, Altbier und auch die Craftbier-Szene entdeckt das Bier ohne Prozente. Was ist da nur passiert? Alles eine Frage der Technik, sagt Prof. Martin Krottenthaler von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Früher wurde beim alkoholfreien Bier meistens nach einer gewissen Zeit die Gärung gestoppt. Heute lässt man das Bier …

enorm braucht eure Hilfe

Gerade in Zeiten der Krise und Unsicherheit braucht es konstruktiven Journalismus. Damit wir weiter jeden Tag für euch da sein können, benötigen wir eure Unterstützung. Liebe enorm-Leser*innen, enorm braucht eure Hilfe! So haben wir uns den Beginn des Jahres 2020 nicht vorgestellt. Dabei fing doch alles so schön an: Wir feiern dieses Jahr unseren 10. Geburtstag, immer mehr Menschen interessieren sich für Klimagerechtigkeit, eine faire Wirtschaft und nachhaltige Lebensgestaltung. Nun also Corona. Auch unser Magazin gerät durch die Krise wirtschaftlich unter Druck. Wir wollen aber nicht verzweifeln: Wir stehen für Optimismus und konstruktives Denken. enorm braucht eure Hilfe: Unterstützt konstruktiven Journalismus Für unsere positive Berichterstattung in der Krise haben wir von euch sehr viel herzliches Feedback bekommen. Sei es unser täglicher Good-News-Ticker über ein solidarisches Miteinander und kreative Lösungen in der Corona-Krise, unsere Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Quarantäne-Alltag oder unsere Anleitung, wie ihr Kreative unterstützen könnt – zahlreiche Leser*innen haben uns geschrieben, wie viel Kraft ihnen diese Art der Berichterstattung gibt. Wir wollen auch weiterhin für euch da sein und euch in dieser Krise journalistisch …

Eine Schutzmaske basteln

Das Coronavirus legt den Alltag lahm. Wir dürfen kaum noch raus, um uns und andere zu schützen. Wie das geht und man trotzdem fröhlich bleibt, erklärt dienstags und donnerstags unser „Igel-Experte“  in der enorm Kolumne Einigeln. enorm Kolumne Einigeln, Teil 5: Ich verbringe in diesen Tagen sehr viel Zeit in meinem Igel-Bau, aber manchmal muss ich doch nach draußen, zum Beispiel, um einkaufen zu gehen. Ich habe gelesen, dass es andere Menschen schützen kann, wenn ich dabei eine Maske trage. Das heißt, ich soll meine kleine Igel-Nase und meinen Mund bedecken, damit ich niemanden anstecke, wenn ich mal niesen oder husten muss – und dabei den Corona-Virus hätte, ohne es zu wissen. Andersrum funktioniert der Schutz nämlich nicht. Gerade ist es aber gar nicht so einfach, einen Mund-Nasen-Schutz zu kaufen, denn das wollen ja viele. Außerdem brauchen Menschen, die etwa im Krankenhaus arbeiten, die Ausrüstung viel dringender als ich. Daher habe ich ein bisschen im Internet gestöbert. Da gibt es so viele Tipps und Anleitungen! Viele davon sind zum Selbernähen, vor allem Vlies soll wohl …

Wie Bluetooth beim Kampf gegen die Pandemie helfen kann

130 Mitarbeiter*innen eines europäischen Kooperationsprojekts arbeiten an einer Alternative zu Tracking-Apps aus Asien: PEPP-PT. Infizierte sollen nicht bloßgestellt werden. Im Fokus steht ein „kleiner mobiler Leuchtturm“.  Bislang gibt es noch keine fertige Tracking-App, sondern nur ein offenes technisches Konzept namens PEPP-PT, das von einem Team von rund 130 Mitarbeitern aus 17 Instituten, Organisationen und Firmen in Europa entwickelt wurde. Seit Anfang März wird ehrenamtlich an dem Konzept gearbeitet, mit einer ersten Variante wird Mitte April gerechnet. Im Gegensatz von Tracking-Apps aus Asien sollen Infizierte nicht an den Pranger gestellt werden. Die Schutz der Privatsphäre soll gewährleistet, Daten entsprechend verschlüsselt und maximal 21 gespeichert werden. Vielmehr sollen freiwillige Anwender nachträglich alarmiert werden, wenn sie sich in der Nähe eines positiv getesteten Corona-Infizierten aufgehalten haben. Das setzt allerdings voraus, dass die infizierte Person das System auch verwendet. Technisch setzt das Projekt auf der Bluetooth-Technologie auf, die bereits im Einzelhandel verwendet wird, um Kunden auf Sonderangebote in der Nähe aufmerksam zu machen. Hat man die App installiert, sendet das Smartphone regelmäßig per Bluetooth eine ID, quasi wie ein …

Ein Hotelalltag in Zeiten des Corona-Virus

Ein Partner erzählt: Ein Gastbeitrag von Angeli & Christian Wehrli, Betreiber des Albergo Casa Santo Stefano Unsere Situation Nachdem wir uns erst einmal durch einen Wust von bürokratischer Arbeit „gewühlt“ haben, berichten wir Ihnen jetzt gerne etwas aus unserem momentanen Alltag: Unser Hotel ist seit 14 Tagen wieder geschlossen, nachdem wir gerade eine Woche normalen Hotelbetrieb hatten. Offiziell dürfen wir es zwar offen behalten, aber kein Gast wagt zur Zeit Ferien zu machen. Alle Kurse und Seminare sind seit Mitte März bis Anfang Mai storniert worden und wir stehen vor der Situation, dass wir und die Kursleiter von den Mai-, Juni- und Julikursen sich fragen, ob wohl diese Kurse zustande kommen oder auch noch abgesagt werden müssen? Und natürlich kommen zur Zeit auch keine Buchungen für diese Kurse rein. Wir sehen uns einem Liquiditätsengpass konfrontiert Da wir den Teilnehmern, von unseren annullierten Kursen die schon bezahlten Kursgebühren erstatten müssen, haben wir zur Zeit statt Einnahmen nur Ausgaben und bereits sehen wir uns mit einem Liquiditätsengpass konfrontiert. Hätten wir gewusst was in diesem Jahr 2020 auf …

Mit Bärlauch-Pesto in den Frühling starten

Im Wald sprießt derzeit Bärlauch, im Supermarkt finden sich Spargel und Rhabarber: Der April hat kulinarisch viel zu bieten. Seien es Bärlauch, Champignons oder Endiviensalat: Im April wächst viel in der Region. Gemüse und Obst der Saison einzukaufen lohnt sich fürs Klima, denn kürzere Transportwege verursachen weniger CO2. Und es lohnt sich auch für den Geschmack: Je schneller der Feldsalat vom Acker auf deinen Teller kommt, desto knackiger ist er. Im April haben außerdem Lauch, Radieschen, Rhabarber, Spargel und Spinat Saison. Gemüse und Obst der Saison: Übersichtlich im Saisonkalender   Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an   Ein Beitrag geteilt von enorm Magazin (@enorm_magazin) am Apr 1, 2020 um 12:41 PDT Einen Überblick für das ganze Jahr gibt dir der Utopia Saisonkalender. Übrigens kannst du den Saisonkalender auch gemeinsam mit einem Abo des enorm Magazins bestellen. Darin steht nicht nur, was frisch vom Feld kommt, sondern auch, welche Obst- und Gemüsesorten gerade als Lagerware aus Deutschland kommen. Im April sind das zum Beispiel: Äpfel, Chinakohl, Karotten, Kartoffeln, Knollensellerie, Kürbis, Pastinaken, Rote Beete, Rotkohl, Spitzkohl, …

So solidarisch sind Europas Städte

Europäische Städte gehen unterschiedlich mit der Corona-Krise um. In ihrem gemeinsamen Netzwerk tauschen sie sich online aus und inspirieren sich gegenseitig zu kreativen Lösungen. Die Corona-Pandemie ist ein furchtbares Ereignis. Aber sie ruft wie jede schwere Krise auch Kreativität, Solidarität und Erfindergeist hervor: Weltweit entwickeln Menschen innovative Lösungen, um anderen und sich selbst zu helfen. Einige Beispiele für die Kreativ-Branche haben wir hier zusammengefasst. Auf der Website von Eurocities, einem informellen Netzwerk europäischer Städte, sammeln die Betreiber*innen jeden Tag Lösungen, die europäische Städte in der Corona-Krise entwickeln. Das Ziel ist es, sich gegenseitig zu inspirieren. Hier einige Beispiele der Seite, die täglich aktualisiert wird: Den Haag, Niederlande: Laptops für einkommensschwache Familien Auch in den Niederlanden sind die Schulen wegen der Corona-Krise geschlossen. Kinder können zuhause Unterricht nur noch online wahrnehmen. Doch nicht alle Familien verfügen über das nötige Einkommen, um ihren Kindern Rechner zur Verfügung stellen zu können. Daher hat die Stadt Den Haag beschlossen 330 Laptops an einkommensschwache Familien zu verteilen. Die Initiative erfolgt zusätzlich zum Beschluss der niederländischen Regierung, Familien landesweit 2,5 Millionen …

Der nachhaltige Exportschlager

Fast die Hälfte des Stroms in Deutschland kam in diesem Jahr bisher aus erneuerbaren Energien. Im Jahr 2000 waren es noch gut sechs Prozent. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz hat in 20 Jahren viel bewegt. Doch es bleibt eine Dauerbaustelle. Die Energiewende ist ein Exportschlager. Nicht nur die Idee, auf Strom aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse zu setzen. Das Wort Energiewende wird im Englischen regelmäßig gebraucht – und das deutsche Gesetz dazu, das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), wurde von vielen Ländern nachgeahmt. Am 1. April ist es seit zwei Jahrzehnten in Kraft, 20 Jahre EEG also. Zum runden Geburtstag gibt es einen neuen Rekord für Ökostrom. Aber nach Feiern ist der Branche trotzdem nicht zumute. Als das EEG beschlossen wurde, regierte Rot-Grün unter Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) noch keine eineinhalb Jahre. Damals waren Solaranlagen noch eher etwas für Überzeugungstäter, kein Mainstream. Um das zu ändern, sollte die Einspeisung so vergütet werden, dass Ökostrom einspeisen sich lohnt – und zwar über 20 Jahre. Die EEG-Umlage, die das finanziert und die alle Bürger mit ihrer Stromrechnung bezahlen, bringt Kritiker bis heute …

In die Tasten hauen

Das Coronavirus legt den Alltag lahm. Wir dürfen kaum noch raus, um uns und andere zu schützen. Wie das geht und man trotzdem fröhlich bleibt, erklärt dienstags und donnerstags unser „Igel-Experte“  in der enorm Kolumne Einigeln. enorm Kolumne Einigeln, Teil 4: Ich lebe allein in meinem Igelbau, das kann zurzeit ganz schön einsam sein. Aber das Gute ist auch: Es gibt keine Ausreden mehr, lang gehegte Träume nicht endlich mal in die Realität umzusetzen! Zum Beispiel, wieder mit dem Klavierspielen anzufangen. Als kleiner Igel hatte ich Klavierunterricht. Aber das war ein klassischer Fall von elterlichem Zwang, dem man sich dann spätestens im Teenageralter widersetzte. Wie fast alle erwachsenen Igel, die ich kenne, bereue ich aber schon seit vielen Jahren, dass ich es nicht länger versucht habe mit dem Klavierspielen. Wie schön wäre es, nach der Arbeit seine Lieblingslieder nachspielen und sich beim Singen begleiten zu können? Wenn man alleine wohnt, muss man auch keine Angst haben, dass man anderen mit schiefen Tönen und kitschigen Melodien auf die Nerven geht. Durch die Isolation habe ich nun …

Ein Wisch zur Freundschaft

In Zeiten von Selbstisolation und Social Distancing laden sich viele Menschen Freundschafts-Apps herunter. Was können Apps wie 25friends oder Meetup wirklich – und was nicht? Schon mit seinem ersten Foto sorgt Levin für ein Lächeln: Der 26-Jährige steht in der Küche, er hält einen Topf in der Hand und trägt dazu eine pinkfarbene Blümchenschürze. Ein Bild weiter posiert der Hochschulabsolvent mit seinem etwas wilden Bart und halblangen, dunkelblonden Haaren am Ufer eines Flusses. Es sieht so aus, als schreie er sich dort in der Natur die Seele aus dem Leib. Gesellig ist Levin aber auch, wie sein drittes Foto beweist: ein Selfie mit einer Gruppe Freunden auf einer Party. Auch auf enorm: Mit Angst und Stress besser umgehen Trotzdem sucht Levin neue Freunde. In der App Bumble (Die sowohl für Dating als auch für das Schließen neuer Freundschaften verwendet wird) bekommen andere Nutzer sein Profil vorgeschlagen und können sich entscheiden. Levins Bild nach links wischen heißt: wir werden keine Freunde. Ein Swipe – englisch für Wisch – nach rechts bedeutet, man will ihn kennenlernen. Was …