So reagieren immer mehr Städte auf Hitzewellen

Gerade in Städten steigen die Temperaturen im Sommer gefährlich an, etwa weil viele versiegelte, dunkle Flächen Wärme speichern. Deshalb werden sogenannte Heat Officer ernannt. Ein wichtiger Zukunftsbegriff, den wir hier näher erklären. Heat Officer ist eine Berufsbezeichnung – und einer dieser Begriffe, für den es noch kein deutschsprachiges Äquivalent zu geben scheint. Offizier:in für Hitze vielleicht? Hitze-Beamt:in? Klingt etwas umständlich. Bleiben wir erst einmal bei der englischen Bezeichnung Heat Officer, eingedeutscht und gegendert Heat Officer:in. Das englische heat hat seinen Ursprung im altenglischen hætu und im germanischen hitjõ, woraus sich auch das deutsche Wort Hitze ableitet. Das gilt seit dem 8. Jahrhundert als belegt, seit dem Mittelalter also. Das Mittelalter lag übrigens klimatisch in einem Eiszeitalter. Eisig kalt war es aber nicht – Eiszeitalter heißt nur, dass zumindest einer der Pole vergletschert ist, selbst in einer Warmzeit. Und so war es auch im Mittelalter: Die Pole waren vergletschert und es herrschte eine Warmzeit, das Holozän. Heute leben wir immer noch im Holozän. Nur: Diese Warmzeit droht wegen der menschengemachten Klimakrise zu heiß zu werden. Selbst …

Good News

EU: Kein Greenwashing von Gas- und Atomkraft, Medikament gegen Kreisrunden Haarausfall zugelassen, Bundesregierung arbeitet an Strategie gegen Einsamkeit

Der Umwelt- und Wirtschaftsausschuss der EU stimmt mehrheitlich gegen ein Klimalabel für Gas- und Atomkraft; in den USA wird erstmals ein Medikament gegen Kreisrunden Haarausfall zugelassen; und die Bundesregierung arbeitet an einer Strategie gegen Einsamkeit: Das sind die Good News des Tages

Auf nach Kassel: Kunst, Übernachten und Mobilität

Kunst tanken und Kassel im Renthof genießen Die 15. documenta startet am 18. Juni 2022 und lädt wie alle fünf Jahre Tausende nationale und internationale Kunstliebhaber:innen ein, um zeitgenössische Kunst zu bestaunen. Die Stadt ist bis zum 25. September 2022 so gesehen im Kunstrausch, den wir uns als Good Traveller:innen nicht entgehen lassen möchten. Wie vor jeder Reise stellt sich die Frage, wo man am besten übernachtet und wie man von A nach B kommt. In diesem Artikel stellen wir euch neben dem Renthof Kassel auch die neue WeShare Flotte für Kassel vor. Renthof Kassel: königsblaue Samtsessel und wie bei Freund:innen In der Tiefgarage stehen sie schon bereit: E-Fahrräder, ein E-Car, zwei Ladesäulen für Gäst:innen, die mit Elektroautos anreisen. Mit der MeineCardPlus sind die Räder sogar vier Stunden gratis, öffentlicher Nahverkehr sowieso. Und wer im Renthof eine Verstaltung macht, bekommt für die Anreise einen Rabatt bei der Bahn. „CO2-neutrale Mobilität gehört einfach zum nachhaltigen Reisen dazu, erst recht, wenn zur documenta bald wieder so viele Menschen kommen.“ Jasmin Ohlendorf  lächelt und stößt die Tür zum …

Könnte eine Pyrenäen-Pipeline die Lösung sein?

Lieferungen aus Spanien könnten Europa helfen, sich von Importen aus Russland unabhängig zu machen. So könnte erst algerisches und US-amerikanisches Erdgas über die Pyrenäen oder über die Alpen nach Deutschland gelangen – langfristig dann grüner Wasserstoff. Spanien hat, was Deutschland derzeit schmerzlich fehlt: Flüssiggas-Terminals und die dazugehörigen Speicher. Und zwar gleich sechs davon, das entspricht etwa 25 Prozent der gesamten europäischen Kapazitäten in diesem Bereich. Zudem strömt durch zwei Pipelines Erdgas aus Algerien in Nordafrika in das gut ausgebaute spanische Netz. Schade nur, dass es kaum Pipelines nach Norden gibt und Spanien zusammen mit Portugal bei Energie wie eine Insel ist. Das soll sich nun unter dem Eindruck des Krieges in der Ukraine schleunigst ändern, und zwar durch den Bau neuer Pipelines. Durch sie würde für die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre noch Erdgas, langfristig dann aber grüner Wasserstoff fließen. „Diese Gasleitungen werden schon jetzt als Wasserstoffleitungen angepriesen, denn fossile Infrastruktur ist kaum noch durchsetzbar“, sagt der Energieexperte Ángel Saz vom Thinktank Esade in Madrid. „Dass es sich langfristig um Leitungen für Wasserstoff handelt, ist …

Wie Green Nudging Unternehmen umweltfreundlicher macht

Die gemeinnützige Agentur Energiekonsens des Bundeslands Bremen hilft Firmen und ihren Mitarbeiter:innen klimaschonender zu wirtschaften. Dafür braucht es weder Verbote noch Zwänge, sondern nur kluge Kommunikationsstrategien. Erst sind fünf Eisbären auf dem Duschkopf zu sehen, dann vier, drei, zwei, einer. Die Botschaft: Je kürzer Du duschst, desto mehr Eisbären bleiben übrig. Die Ingenieur:innen, die das Schweizer Produkt entwickelt haben, konnten in Studien zeigen, dass Menschen kürzer duschen und im Durchschnitt 22 Prozent Energie sparen, wenn sie darauf hingewiesen werden, was sie verbrauchen. Die Eisbären sind ein sogenannter „Green Nudge“, ein Stups oder Anreiz, sich grüner, umweltfreundlicher zu verhalten. „Green Nudging“, das Konzept, Menschen ohne große Verbote oder neue Regeln zu umweltfreundlicherem Verhalten zu animieren, wird immer populärer. Die Eisbären sollen die Folgen des Klimakrise anschaulich machen: Wer viel Energie verbraucht, trägt zu Treibhausgasen bei. Die sorgen für die Klimaerwärmung, was zu Eisschmelze führt und den Lebensraum der Eisbären bedroht. Auch auf enorm: Aus der klimaneutralen Utopie muss jetzt eine Erfolgsstory werden“  Die gemeinnützige Klimaschutzagentur Energiekonsens des Bundeslands Bremen hilft Unternehmen beim Green Nudging. Mehr als …

Happy Pride News!, Lohnungleichheit in Deutschland zurückgegangen, Eine Lutschtablette gegen Heuschnupfen

In unserer neuen Good News Podcast-Folge feiern wir den Pride Month mit den besten queeren Good News des letzten Jahres; laut einer Studie des DIW ist die Lohnungleichheit in Deutschland deutlich zurückgegangen; und Forschende aus Wien haben eine Lutschtablette mit Mikronährstoffen gegen Heuschnupfen entwickelt: Das sind die Good News des Tages

10 Essentials für die nächste Sommerreise

Die Vorfreude ist groß, denn die nächste Sommerreise steht vor der Tür! Es wird also allerhöchste Zeit, den Koffer zu packen. Mit auf die Reise sollten sich natürlich nachhaltige Produkte begeben, die einen positiven Impact auf unsere Umwelt haben. Aus diesem Grund stellen wir 10 Essential vor, die auf jeden Fall mit in das Gepäck wandern sollten. Vom einem großen Strandtuch, rifffreundlicher Sonnencreme bis hin zum Notizbuch aus Graspapier und Lesestoff. Wir wünschen viel Freude bei der Zusammenstellung der Packliste und generell eine erholsame Urlaubszeit bei verschiedenen Sommerreisen! Mit GoodBuy zum gepackten Koffer Kann man mit dem eigenen Konsumverhalten einen positiven Einfluss auf die Umwelt haben? Ja, sagt GoodBuy und zeigt, dass man mit Konsum der Welt durchaus mehr zurückgeben kann, als von ihr zu nehmen. Das Ganze funktioniert mit Produkten, die einen positiven Impact haben und beispielsweise die Umwelt schützen, eine faire Welt fördern oder Menschen helfen. 1. Strandtuch aus Holzfasern, das Bäume pflanzt – von „Kushel“ Ohne schlechtes Gewissen am Stand liegen: Kushel bietet das erste klimapositive Strandtuch der Welt an. Die kuschelig-weichen …

Die Richtung stimmt

Seit Juni gilt deutschlandweit das 9-Euro-Ticket. Damit kann man in Bussen, S-Bahnen und Regionalzügen günstig durchs ganze Land tingeln. Die Monatskarte kann für Juni, Juli und August gekauft werden und soll die hohen Sprit- und Energiepreise abfedern. Aber hilft der Sondertarif wirklich dabei, dass möglichst viele Menschen auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen? Und welche Vor- und Nachteile hat es? Ein erstes Fazit. Das 9-Euro-Ticket funktioniert bestens, zumindest was die Verkäufe angeht: Noch vor dem ersten Geltungstag wurden 7 Millionen der Monatskarten verkauft. Der Verband deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) rechnet mit 30 Millionen Nutzer:innen pro Monat. Auch 82% der enorm Leser:innen sagten bei einer Umfrage auf Instagram, sie wollen sich das Ticket holen, fast alle wünschen sich ein solches Angebot auf Dauer. Aber die Strukturen im öffentlichen Nahverkehr in Deutschland sind offenbar nicht auf diesen Ansturm ausgelegt. Kein Wunder: Volle Züge, Chaos auf Bahnsteigen gibt es nicht erst seit dem vergangenen Pfingstwochenende. Seit Jahren stockt der Ausbau der Infrastruktur. Es fehlen Fahrzeuge und Personal. In den letzten 20 Jahren wurden 18 Prozent der Stellen abgebaut – bei …

Kritisches Denken muss nicht negativ sein

Ellen Heinrichs hat Mitte März das Bonn Institute für Journalismus und konstruktiven Dialog gegründet. Ein Gespräch über Leser:innen-Wünsche, neugierige Redaktionen und zuversichtliche Medien. Womit beschäftigt sich das Bonn Institute konkret? Ellen Heinrichs: Das Bonn Institute wurde von den Gesellschaftern Rheinische Post, RTL, Deutsche Welle und dem Constructive Institute in Dänemark gegründet. Wir sind eine gemeinnützige Organisation, die konstruktive Ansätze im Journalismus praxisorientiert erforscht – mit Redaktionen, die darauf Lust haben. Wir wollen herausfinden, welchen Impact konstruktiver Journalismus auf unsere Gesellschaft hat und unsere Ergebnisse regelmäßig mit der Branche teilen. Konstruktiv-kritischer Journalismus bleibt nicht bei der Problembeschreibung stehen, sondern stellt Lösungsansätze vor. Im Falle des Ukraine-Kriegs erscheint das kaum möglich, oder doch? Eine konstruktive Berichterstattung ist möglich, aber schwierig – gerade im Falle eines Kriegs oder generell in Breaking-News-Situationen. Wir treten als Institut an, um Anregungen zu geben und gemeinsam mit der Branche darüber nachzudenken, wie man besser berichten könnte. Auch auf enorm: Plädoyer für einen bewussten Nachrichtenkonsum Bedingt konstruktiver Journalismus einen Paradigmenwechsel? Es heißt doch, der Journalismus müsse nur sein Geschäftsmodell verändern und nicht sich …