Hitzewellen, Wasserknappheit, Waldbrände: Ein Blick in die Nachrichten genügt, um die Illusion, des noch weit entfernten Klimawandels in sekundenschnelle platzen zu lassen und um zu zeigen, dass wir längst drin stecken, mitten in der Klimakrise.

Kein Wunder also, dass solche Bilder insbesondere bei jungen Menschen für Ohnmachtsgefühle und Klimaangst sorgen. Was tun, in diesen von Krisen geprägten Zeiten, wo soll man da anfangen? Mehr Fahrrad statt Auto fahren, auf Flugreisen verzichten, weniger tierische Produkte konsumieren und auf Ökostromanbieter umsteigen sollen einige der wirksamsten Maßnahmen sein, um die eigene Klimabilanz zu verbessern und um die weitere Umweltzerstörung und den fortschreitenden Klimawandel einzudämmen. Aber haben unsere individuellen Entscheidungen im Alltag genug Einfluss, die Zerstörung und den Naturverlust der letzten Jahrzehnte wettzumachen? Ist genug getan, wenn wir eindämmen, statt wirklich zu verbessern?

Nature-positive: Der Schlüssel für eine grüne Zukunft

Die Hamburger Genossenschaft The Generation Forest ist sich sicher: Wir haben genug abgewartet und unseren Planeten geschadet, jetzt ist es an der Zeit, diese Prozesse nicht nur zu verringern oder zu stoppen, sondern sie umzukehren und einen wirklich positiven Impact auf unseren Planeten zu haben, also nature-positive zu handeln.

Die Genossenschaft fordert mehr zu tun als Schadensbegrenzung. Sie wollen “die vorangegangene Zerstörung der Natur umkehren, zu einer möglichen Lösung der globalen Klimakrise und zu einem Weg in eine Welt, in der wir auch in Zukunft leben wollen”. Nature-positive bedeutet für The Generation Forest: die biologische Vielfalt aktiv zu fördern, Kohlenstoff zu binden und die Widerstandsfähigkeit der Natur, Gesellschaft und des Planeten nachhaltig und ganzheitlich wiederherzustellen – aber wie?

 

Klimaschutz durch Bäume fällen

Die 2016 unter anderem von der panamaischen Forstingeneurin Ilana Armién und dem Hamburger Geographen Andreas Eke gegründete Genossenschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, gerodete Waldflächen in Panama wieder aufzuforsten und der fortschreitenden globalen Entwaldung gemeinschaftlich und ganzheitlich entgegenzuwirken – gemeinsam mit den Menschen vor Ort und den Mitgliedern der Genossenschaft. Die nachhaltige Aufforstung und Bewirtschaftung des Regenwaldes sieht The Generation Forest als eine sinnvolle Lösung gegen den Klimawandel.

Das Prinzip: Um der Genossenschaft als Mitglied beizutreten, kauft man Anteile. Davon finanziert The Generation Forest neue Landflächen, forstet bestehende und neue Wälder in Panama auf und bewirtschaftet sie nachhaltig. Nach 20 Jahren Wachstum werden aus den Wäldern mit verschiedenen Baumarten die ersten Bäume selektiv und mit dem kleinstmöglichen Einfluss auf das Ökosystem entnommen und als FSC-zertifiziertes Holz verkauft. Damit gibt The Generation Forest den tropischen Wäldern einen ökonomischen Nutzen – das lohnt sich nicht nur für die Mitglieder der Genossenschaft in Form einer nachhaltigen Rendite, sondern auch für die lokale Bevölkerung, die Artenvielfalt und das Klima.

 

Ökonomie und Ökologie Hand in Hand

Wirtschaftlichkeit neu zu denken, “hin zu einer nachhaltigeren Ökonomie, die Klima- und Umweltschutz berücksichtigt”, das fordern Eke und Armién. Mit 26 Jahren Erfahrung in der nachhaltigen Aufforstung tropischer Wälder, haben sich die Gründer*innen von The Generation Forest bewusst gegen den Anbau von Plantagen entschieden, die zwar schnell Holz liefern, aber weder für die Bodenqualität, noch für die Biodiversität einen positiven Impact haben. Durch ihre alternative und nachhaltige Form der Bewirtschaftung machen die punktuell abgeholzten Bäume der Mischwälder Platz für neue Setzlinge. Durch die günstigen klimatischen Bedingungen entstehen bereits nach 20 Jahren gesunde und widerstandsfähige Mischwälder mit Bäumen verschiedener Generationen. Diese Wälder bieten ein Zuhause für hunderte heimische Tier- und Pflanzenarten. Sogar für solche, die durch frühere Rodung aus der Region vertrieben wurden und jetzt wieder zurückkehren. Und auch gegen den Klimawandel setzt The Generation Forest mit diesen Wäldern ein klares Zeichen: Ein Hektar des Mischwaldes bindet nachweislich 20 Tonnen CO2 jährlich.

Neben den ökologischen Vorteilen unterstützt die Genossenschaft mit den Wäldern und deren Bewirtschaftung vor allem die Menschen vor Ort. Je mehr Mitglieder sich der Genossenschaft anschließen, desto mehr Waldfläche kann aufgeforstet und desto mehr Arbeitsplätze können für die lokale Bevölkerung in Panama geschaffen werden. Langfristige Anstellungen und faire Löhne sind die Basis der Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmer*innen, die vor Ort eigens vom Team des Forstpartners ausgebildet werden. So zeigt The Generation Forest vor allem eines: dass Klimaschutz, soziale Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit ganzheitlich und gemeinschaftlich gedacht werden können und sich so für alle Beteiligten lohnen kann.

 

Dein Stück Wald in Panama – Mitglied werden und Impact schaffen

Bisher haben sich der Genossenschaft bereits knapp 5.700 Mitglieder angeschlossen, die gemeinsam als Miteigentümer*innen von fünf Projektgebieten neue Lebensräume schaffen und schützen.

Mit Anteilen ab einem Wert von 1.431 Euro kann man Mitglied werden und werden damit bereits 500 Quadratmeter Waldfläche aufgeforstet und langfristig geschützt. Die Anteile sind auch monatlich ab 26 Euro zahlbar. Hier erfährst Du mehr darüber, wie Du mit deinem Investment positiven Impact schaffen kannst.

The Generation Forest

The Generation Forest zeigt vor allem eines: Dass Klimaschutz und Nachhaltigkeit ganzheitlich gedacht werden kann. Dafür wurden die Zukunftsmacher*innen als Finalisten für den diesjährigen Deutschen Nachhaltigkeitspreis: NEA (Next Economy Award) ausgewählt. Mitmachen kann jede*r, Formulare und Infos zu den Projekten gibt es auf thegenerationforest.com.