Das Netz ist ein rechtsfreier Raum. Zumindest hat man oft den Eindruck bei dem, was scheinbar ungestraft und vor allem unkommentiert geschrieben wird. Die Deutsche Telekom will das mit „#DABEI – Gegen Hass im Netz“ ändern. Zum Beispiel mit einem True-Crime-Podcast, der für Straftaten im digitalen Raum sensibilisiert. Zu Wort kommen Betroffene mit ihren Geschichten und Expert*innen mit ihrem Wissen.

Sie heißen „Mord auf Ex“, „ZEIT Verbrechen“ oder „Die Spur der Täter“, erzählen von wahren Verbrechen und erreichen eine riesige Hörer*innenschaft: True-Crime-Podcasts sind ein Phänomen. Millionen Menschen lassen sich davon faszinieren, die Geschichten hinter tatsächlichen Straftaten zu erfahren. Keine Fiktionen aus der Vorstellungswelt von Drehbuchautor*innen, sondern Fälle aus der Wirklichkeit.

Doch True-Crime-Podcasts können mehr, als nur zu unterhalten. Sie können aufklären und die Gesellschaft für Vergehen sensibilisieren, die häufig übersehen, ignoriert oder unterschätzt werden. Für Korruption oder Volksverhetzung zum Beispiel. Oder für menschenfeindlichen Hass im Netz. Noch immer denken viele, dieses digitale Problem betreffe nur wenige Menschen und sei darüber hinaus recht simpel aus der Welt zu schaffen: Einfach nicht ernst nehmen, was andere im Netz schreiben, sondern direkt löschen. So einfach? Ist es leider nicht.

Hass im Netz betrifft viele Gruppen

Hatespeech ist in keiner Weise mit einem Wutanfall bei der Parkplatzsuche, im Fußballstadion oder an der Kasse im Supermarkt zu vergleichen. Bestimmte Gruppen nutzen den Hass im Netz, um strategisch gegen andere Menschen vorzugehen. Mit dem Ziel, das soziale Klima zu vergiften, die Gesellschaft zu spalten, Demokratie zu gefährden. Angefeindet werden dabei häufig Menschen, die sich für ein demokratisches Miteinander einsetzen, darunter auch immer mehr Politiker*innen, gerade in den Kommunen. Besonders im Fokus stehen Frauen und Minderheiten. Sie alle werden bewusst mit menschenfeindlichen Beleidigungen und strafrechtlich relevanten Bedrohungen attackiert, um ihren Kampf für mehr Gerechtigkeit und Vielfalt in der Gesellschaft zu stören.

Dieser Hass zeigt Wirkung: Hatespeech verletzt, entmutigt, zermürbt Betroffene, die sich oft aus dem Diskurs zurückziehen und damit aus der Meinungsbildung verschwinden. In der Gesellschaft entsteht ein Gewöhnungseffekt, nach und nach wird das Unsagbare Normalität und im schlimmsten Fall zur gefühlten Realität. Das enthemmt potenzielle Täter*innen, die sich dadurch in ihrer menschenverachtenden Einstellung bestätigt und bestärkt sehen.

Mit ihrer breit angelegten Initiative „#DABEI – Gegen Hass im Netz“ setzt sich die Deutsche Telekom seit mehreren Jahren für einen respektvollen Umgang in der digitalen Welt ein. Mithilfe von Spots im Fernsehen und Kino, Aktionen in den sozialen Medien, Workshops, Diskussionen und Kooperationen mit NGOs hat das Unternehmen in Deutschland bereits 700 Millionen Medienkontakte erzielt und über 2 Millionen Menschen setzten sich dabei aktiv mit dem Thema auseinander.

Die True-Crime-Podcasts der Telekom thematisieren Hass im Netz – und was jede*r dagegen tun kann.

Und es werden immer mehr: Mit „Digital Crime – Wenn Worte zur Waffe werden“ produziert die Telekom einen True-Crime-Podcast, der sich den verschiedenen Facetten von Hatespeech in digitalen Räumen widmet, Betroffene und Expert*innen zu Wort kommen lässt und Wege zum Umgang mit dem Problem aufzeigt. In den bereits veröffentlichten Episoden geht es um Hass gegen Frauen, um menschenfeindliche Kommentare aufgrund der Geschlechtsidentität, um Hatespeech in der Gaming-Kultur, um Bedrohungen von Mitarbeiter*innen im Kundenservice oder Mandatsträger*innen der Lokalpolitik sowie um Mehrfach-Diskriminierungen wie im Fall von Jan, der als schwarzer und homosexueller Mann gleich zwei von Ausgrenzung betroffenen Gruppen angehört.

Raus aus der Schockstarre

Bei jedem Kriminalfall geht es um Menschen, deren Leben durch Hatespeech erschüttert wird und gleichzeitig ein gesellschaftliches Thema aufwirft. Jay zum Beispiel ist transgender. Kaum hat er den Mut, sich zu outen, erhält er online einen Schwall von Hasskommentaren. Wobei ihn der Hass bis in die analoge Welt verfolgt: Freundschaften zerbrechen, nicht einmal die Lehrkräfte in der Schule unterstützen ihn, völlig Fremde steigen in die Hasstiraden in den sozialen Medien ein. Jay fühlt sich hilflos und allein. Zumal die Strafverfolgung von Hasskommentaren im Internet aussichtslos erscheint. Der Podcast thematisiert die Probleme, zeigt aber auch Lösungen auf. Eine Staatsanwältin betrachtet den Fall aus rechtlicher Sicht, benennt Fortschritte wie zum Beispiel die Meldepflicht strafbarer Inhalte, die dazu führt, dass sich die Plattformen nicht länger aus der Verantwortung stehlen können. Und Jay? Erzählt, wie er zu der Entscheidung gekommen ist, sich nicht aus dem Internet zurückzuziehen, sondern zu einem Aktivisten zu werden. Heute teilt er seine Erfahrungen, macht anderen Betroffenen Mut und sorgt dafür, dass sie sich nicht alleingelassen fühlen.

Hier wird der Ansatz der Podcast-Reihe erkennbar: Wer selbst betroffen ist, erfährt, dass es Netzwerke und Anlaufstellen gibt, die Unterstützung bieten. Menschen, die bislang noch keine Erfahrungen mit „Digital Crime“ gemacht haben, werden die Dimensionen des Themas vor Augen geführt. Zentral ist dabei der Impuls: Jede und jeder kann etwas gegen Hass im Netz unternehmen. Auf digitale Zivilcourage kommt es an. Auf eine Kultur der gegenseitigen Unterstützung im Kampf gegen Diskriminierung und gesellschaftliche Verrohung.

Der Telekom-Podcast bietet also nicht nur erschütternde, wahre Geschichten, sondern auch wichtige Informationen zum Umgang mit Hatespeech. Und diese Mischung kommt in der Community gut an: Unter den mehr als 100 deutschsprachigen True-Crime-Podcasts hat sich „Digital Crime – Wenn Worte zur Waffe werden“ nach der zweiten Episode unter den Top 20 der Spotify-Charts platziert. Ein Erfolg, der die Telekom darin bestätigt, dass Worte nicht zur Waffe werden dürfen und dies in der Gesellschaft auch angekommen ist.

Weitere Informationen über die Initiativen und Projekte der Deutschen Telekom AG können im aktuellen CR-Bericht nachgelesen werden. Interessantes rund um die Themen Verantwortung und Nachhaltigkeit findet sich auch in We Care, dem Magazin der Deutschen Telekom.

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