Hass im Netz ist die Strategie einer Minderheit, um Menschen auszugrenzen und Dialoge zu verhindern. Das bedroht die Demokratie. Digitale Zivilcourage bedeutet, zur Gegenrede anzusetzen. Die Deutsche Telekom zeigt in ihrer neuen Kampagne, wie effektiv wir uns gemeinsam gegen den Hass zur Wehr setzen können.

Im Juni 2022 trafen sich die Nationalmannschaften von Italien und Deutschland zu einem Fußballspiel in Bologna. Das Endergebnis lautete eins zu eins. Ein Spiel zum Vergessen. Was jedoch vor dem Match geschah, bleibt im Gedächtnis. Als die deutsche Nationalhymne abgespielt wurde, waren im Stadion vereinzelte Pfiffe und Buhrufe zu vernehmen. Dann geschah etwas Bemerkenswertes. Die italienischen Spieler begannen, auf das Pfeifen und Buhen mit aufmunterndem Klatschen zu reagieren. Sofort sprang der Funke vom Rasen auf die Ränge über, schon bald applaudierte die Mehrheit der Fans, die Pfiffe und Buhrufe wurden übertönt. Sportlich ging das Spiel unentschieden aus. Gewinner des Abends war die große Gemeinschaft der Fans, die ein Match in offener und toleranter Atmosphäre erleben wollten.

„You’re The Voice“

Ein neuer Spot der Deutschen Telekom zur Kampagne „Gemeinsam gegen Hass im Netz“ erzählt eine ähnlich eindrucksvolle Geschichte. Gezeigt wird eine Straßenszene, auf der zunächst ein Einzelner und bald einige Leute mehr aggressive Hassbotschaften singen, wie sie täglich im Netz zu finden sind, mit dem Ziel, andere Menschen zu diskriminieren, auszugrenzen, einzuschüchtern. Kurz sieht es so aus, als dominiere die Hassrede, die Atmosphäre wirkt bedrohlich. Doch dann ändert sich die Szenerie. Um die Hassredner*innen herum erscheinen immer mehr Menschen, die dagegen ansingen. Ihre positive Botschaft: „You’re the voice“ – du bist die Stimme! John Farnham landete mit diesem Song 1986 einen Hit, die Message des Liedes ist zeitlos: „You’re the voice, try and understand it/ Make a noise and make it clear“ – deine Stimme ist gefragt, übertöne damit den Hass. Und weiter: „We’re not gonna sit in silence/ We’re not gonna live with fear“ – wir werden nicht still herumsitzen und in Angst erstarren. Der Spot zeigt: Zivilcourage wirkt. Sie funktioniert im Stadion und auf der Straße, sie ist aber auch im Netz gefragt, wo Pöbeleien, Beleidigungen und Drohungen Einzelner an der Tagesordnung sind.

Befähigung zur Gegenrede im Netz

Die Kernkompetenz der Deutschen Telekom ist es, Menschen zu verbinden. Daraus leitet das Unternehmen den Anspruch ab, sich für eine Netz-Gemeinschaft einzusetzen, in der Hass keine Chance hat. Kommt es in der digitalen Welt zu Hate Speech, ist es wichtig, dass eine starke Community zur Counter-Speech ansetzt, zur Gegenrede. Ob in den Sozialen Medien, in Gaming-Chats oder in den Gruppen der Messenger-Dienste: Hate Speech ist die Methode einer Minderheit. Man darf sie nicht gewähren lassen, weil es ihr sonst gelingt, Dialoge im Netz zu kapern und den Eindruck zu erwecken, sie repräsentiere die Mehrheit.

Doch viele Internetnutzer*innen sind unsicher und haben nicht den Mut, selbst aktiv dagegenzuhalten. Nicht wenige vertrauen darauf, dass andere diese Aufgabe schon übernehmen werden. Diese Stille hilft dem Hass. Deshalb ist es so wichtig, die schweigende Mehrheit zur Gegenrede zu befähigen. Zu diesem Zweck bietet die Deutsche Telekom gemeinsam mit ihren Partnern Workshops zu Digitaler Zivilcourage an. Inhalte und Termine finden sich online in ihrem Themenspecial „Gegen Hass im Netz“. Die Workshops klären über die Methoden auf und zeigen, wie man sich erfolgreich dagegen zur Wehr setzen kann – und sie inspirieren zu einem konstruktiven Dialog im Netz.

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Digitale Teilhabe ist gesellschaftliche Teilhabe

Hass im Netz verfolgt das Ziel, Menschen auszugrenzen und zu vertreiben, zielführende Dialoge zu zerstören. Dazu darf es nicht kommen, denn digitale Teilhabe ist heute gleichbedeutend mit gesellschaftlicher Teilhabe. Konstruktiver und respektvoller Dialog im Netz ist das Fundament der Meinungsbildung und damit die Basis einer funktionierenden Demokratie. Schließlich ist die Meinungsvielfalt Kern unseres demokratischen Handelns: Nur wenn alle ihre Stimme gleichberechtigt einbringen können, wird Demokratie gelebt.

Konkrete Hilfe im Kampf gegen den Hass

Mit der Kampagne „Gemeinsam gegen Hass im Netz“ motiviert die Deutsche Telekom jeden Einzelnen, sich der Kraft der eigenen Stimme bewusst zu werden, um das Netz als offenen und toleranten Ort zu erhalten. Das Angebot will Menschen jeder Altersgruppe konkret dabei unterstützen, sich dem Hass im Netz entgegenzustellen. Neben den Workshops bietet etwa die Themen-Seite „Medien, aber sicher.“ multimediale Inhalte zum verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien, in den #Dabei-Geschichten finden sich vielfältige Fallbeispiele, die Probleme benennen und Lösungen aufzeigen. Was hier deutlich wird: Gemeinsam ist es möglich, dem Hass seinen Nährboden zu entziehen. Ob im Fußballstadion, auf der Straße oder im Netz: Aus vielen Einzelstimmen erwächst eine starke Gemeinschaft, die in der Lage ist, den Hass zu übertönen.

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Weitere Informationen über die Initiativen und Projekte der Deutschen Telekom AG können im aktuellen CR-Bericht nachgelesen werden. Interessantes rund um die Themen Verantwortung und Nachhaltigkeit findet sich auch in We Care, dem Magazin der Deutschen Telekom.

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