Der Journalismus, den du bei enorm findest, war und ist seit zehn Jahren konstruktiv. Das gilt insbesondere in Zeiten einer Pandemie, die medial alles andere, wohl für die nächsten Monate, an den Rand drängen wird. Daher haben wir beschlossen, euch mit guten Nachrichten in der Coronakrise zu versorgen. Klingt erstmal komisch, ist aber aus unserer Sicht sinnvoll. Zynismus ist uns dabei fremd. Unser Blick soll dabei ein ebenso sachlicher wie globaler sein. Auch Nettes und Unterhaltsames wird in diesen Ticker wandern. Das Ziel von enorm ist es, pro Tag mindestens drei gute Nachrichten zu sammeln, die Mut und Hoffnung machen. Wenn es mehr werden, umso besser. Der Fokus liegt überwiegend auf englischen und deutschen Quellen.

Ihr könnt uns gerne jeder Zeit auf weitere gute Nachrichten hinweisen: Schreibt an ideen@enorm-magazin.de

Offizielle Infos zur Pandemie und Schutzmaßnahmen findet ihr generell auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts und der Bundesministerien.

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Mittwoch 18.3.2020:  

Liquiditätshilfen für Firmen

Unternehmen in Deutschland können in der Coronavirus-Krise ab sofort Hilfskredite beantragen. Die Unterstützung wird über die Hausbanken beantragt, wie die staatliche Förderbank KfW und die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) am Mittwoch in Frankfurt mitteilten. „Wir übernehmen Verantwortung und tun alles, um Unternehmen in Deutschland zu helfen und sie schnell mit Liquidität zu versorgen”, sagte KfW-Chef Günter Bräunig.

Die Förderbank bietet den Geschäftsbanken je nach Programm an, 70 bis 80 Prozent des Kreditrisikos zu übernehmen. Das soll den Finanzinstituten die Vergabe von Darlehen erleichtern. Die Förderbank erhält dafür staatliche Garantien. Detaillierte Informationen zu den Programmen gibt es auf der KfW-Homepage.

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DFB-Team spendet 2,5 Millionen Euro

Nach der in Deutschland anfangs noch zögerlich geführten Debatte um die Einstellung des Spielbetriebs im Profi- und Amateurfußball zeigt sich die deutsche Fußballnationalmannschaft solidarisch. Das Team spendet 2,5 Millionen Euro, die als Soforthilfe in der Coronakrise eingesetzt werden sollen. Bundestrainer Joachim Löw sagte im Rahmen einer Pressekonferenz laut sportschau.de: „Macht, Gier, Profit, Rekorde – alles wurde immer wichtiger. Jetzt haben wir etwas erlebt, was uns auf die wirklich wichtigen Dinge schauen lässt: Familie, Solidarität, tiefes Nachdenken steht über Aktionismus.“

Digitale Plattformen koordinieren Nachbarschaftshilfe

Mehr und mehr Menschen bieten in Deutschland seit Beginn der Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen des alltäglichen Lebens ihre Hilfe an. Innerhalb kürzester Zeit sind entsprechende digitale Angebote entstanden, die über Austausch und Hilfegesuche informieren. Einen ersten Überblick liefert die Technologie-Plattform t3n.

In Venedig ist das Kanalwasser wieder klar

Italien ist innerhalb Europas besonders massiv vom Coronavirus betroffen, seit einer guten Woche gilt eine landesweite Ausgangssperre. Entsprechend leer sind auch die Straßen Venedigs. Dort zeigt sich jetzt ein positiver Effekt: Das Wasser in den Kanälen – ansonsten eher dreckig braun – ist wieder kristallklar. Das, so teilte ein Sprecher des Bürgermeisters gegenüber CNN mit, komme daher, dass weniger Schifffahrt auch weniger Sedimente aufwirbele. Weil die Tourist*innen fern blieben, habe sich auch die Luftqualität verbessert.

Desinfektionsmittel statt Champagner

Frankreichs reichster Mann, Bernard Arnault, kündigte bereits am 15. März an, die Kosmetikproduktion seines Luxuskonzerns LVMH (Louis Vuitton Moët Hennessy) auf die „Herstellung großer Mengen hydroalkoholischen Gels vorzubereiten“. Der Start ist offenbar am Montag erfolgt. Desinfektionsmittel sind auch in Frankreich aufgrund der aktuellen Situation absolute Mangelware. Sie sollen den französischen Gesundheitsbehörden zur Verfügung gestellt werden.

Auch auf enorm: Maßnahmen in Coronakrise. Neue Debatte über Bedingungsloses Grundeinkommen

Ventile aus dem 3D-Drucker für Beatmungsgeräte in Italien

Einem Krankenhaus im norditalienischen Brescia gehen die Beatmungsventile aus. Eine Journalistin schlägt Alarm. Massimo Temporelli aus Mailand, Leiter einer Werkstatt für digitale Fabrikation, organisiert einen 3-D-Drucker für das betroffene Hospital vor Ort. Eine lokal ansässige Firma hilft schnell und unkompliziert.