Um das herauszufinden, hat die Initivative More in Common mehr als 4000 Bürger befragt. Ein Drittel fühlt sich nicht wahrgenommen.

Rechte Ausschreitungen, brutaler Schlagabtausch in der Politik, Hatespeech im Internet – das Klima wird rauer in der Republik. Die Polarisierung nimmt zu. Populistische Volten bilden eine zunehmende Gefahr für die Demokratie. Umso wichtiger ist es, den unterschiedlichen Positionen auf die Spur zu gehen. Was verbindet uns, also die Menschen in Deutschland, was trennt uns? Was sorgt für Streit? Was erwarten die Menschen von der Zukunft? Um das herauszufinden, hat die internationale Initiative More in Common 2019 mehr als 4000 repräsentativ ausgewählte Deutsche befragt und Gruppendiskussionen geführt.

Initiative More in Common: Sechs Typen identifiziert

Sechs fast gleichmäßig vertretene Typen haben die Forscher dabei identifiziert: Die Offenen, die Involvierten, die Etablierten, die Pragmatischen, die Enttäuschten und die Wütenden. Die Wertvorstellungen dieser Typen unterscheiden sich erheblich. Dennoch wünschen sich siebzig Prozent, dass die Menschen in der Republik trotz aller Unterschiede zusammenfinden.

Das unsichtbare Drittel: Die Pragmatischen und die Enttäuschten
Quelle: More in Common (2019)

Allerdings fühlen sich die Enttäuschten und Pragmatischen in der Gesellschaft kaum wahrgenommen. Von einem „unsichtbaren Drittel“ spricht die Initiative More in Common daher. Diese Menschen fühlen sich überdurchschnittlich einsam, glauben nur selten daran, ihr Schicksal selbst in der Hand zu haben und haben nur geringes Vertrauen in die Demokratie.

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Mehr als die Hälfte der Nichtwähler stammt aus dieser Gruppe. Was massiv beunruhigt: 45 Prozent der 18- bis 29-jährigen Befragten gehören dazu. Die progressive, engagierte und gesellschaftlichen Wandel einfordernde Fridays-for-Future-Jugend ist also keineswegs repräsentativ für die Jugend in Deutschland.

Absolut lesenswert!

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