Wir sind umgeben von Menschen und Ideen, die unsere Welt besser machen. Trotzdem hat man in diesen Zeiten eher das Gefühl, dass die Welt immer schlechter wird. Warum ist das so? Es liegt vermutlich am Negativitätsbias: Wir nehmen negative Gedanken und Geschichten psychisch stärker wahr als neutrale oder positive. Negative Schlagzeilen verkaufen sich deshalb besser und bringen mehr Klicks. Das verzerrt unsere Wahrnehmung und lähmt unseren Verstand.

In einer Welt voller Krisen brauchen wir positive Geschichten dringender denn je

Positive Geschichten hingegen können Menschen ermutigen, Dinge zu verändern und gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass hoffnungsvolle Visionen den Lauf der Geschichte verändern (auch Dr. Martin Luther King hatte einen Traum und keinen Alptraum).

Seit 2010 gibt das enorm Magazin genau diesen Geschichten eine Plattform. Das Magazin schreibt über ungesehene positive Entwicklungen, geniale Ideen für eine bessere Welt, sinngetriebenes Unternehmer*innentum und Erfolgsstorys, die Stück für Stück das Ende der Probleme vorantreiben. Ohne einen erhobenen Zeigefinger zu zeigen, will die Redaktion zeigen, was jede*r von uns selbst für eine nachhaltigere und gerechtere Zukunft beitragen kann.

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Jetzt hat das Magazin ein Crowdfunding gestartet, mit dem sie die positiven Geschichten auch zu den Menschen bringen wollen, die es sich finanziell nicht leisten können. Denn guter Journalismus sollte keine Frage des Geldes sein. Wir haben Astrid Ehrenhauser, Redakteurin bei enorm, zum Interview getroffen.

Zuallererst einmal: Herzlichen Glückwunsch zu über 36.000 Euro und somit mehr als die Hälfte eures Fundingziels! Wie kam es dazu, dass ihr ein Crowdfunding für enorm gestartet habt?

Egal ob Klimakrise oder Rassismus: Was schlecht läuft, wissen die meisten von uns. Was aber vielen Menschen fehlt, sind positive Geschichten. Genau die erzählen wir beim enorm Magazin. Schon seit 2010 dreht sich bei enorm alles um Ideen für eine bessere, eine nachhaltige Zukunft. Und zwar mit konstruktivem Journalismus, das heißt, wir bleiben nicht bei den Problemen stehen, sondern gehen immer einen Schritt weiter. Wir fragen: Was jetzt? Was können wir verändern? Und wer macht etwas vielleicht schon jetzt richtig gut? Um mit dieser anderen Art des Journalismus noch mehr Menschen zu erreichen und zu inspirieren, haben wir jetzt ein Crowdfunding gestartet.

Was steckt hinter der Idee des solidarischen Abo-Kontingents?

Wir möchten, dass nicht nur diejenigen enorm lesen, die es sich finanziell leisten können – sondern alle Menschen, die Bock auf Zukunft haben. Indem wir die Abo-Preise staffeln, erreichen wir nicht nur eine kleine, privilegierte Bubble, sondern hoffentlich viel mehr Leser*innen. Mir ist das solidarische Abo-Modell auch persönlich sehr wichtig. Ich bin in einer Nicht-Akademiker*innen-Familie aufgewachsen, auch finanziell war es für meine Eltern nicht immer leicht. Der Zugang zu gutem Journalismus sollte keine Frage des Geldes sein.

Welche Rolle spielt enorm in der Good Family?

Das enorm Magazin und seine Berichterstattung über Nachhaltigkeit, insbesondere über soziales Unternehmer*innentum, sind dafür sozusagen der Startpunkt. Denn im Jahr 2016 gründeten Peter M. Endres und David Diallo, der selbst an der Gründung des enorm Magazins 2010 beteiligt war, die GoodFamily, zu der auch GoodJobs, GoodBuy, Good Travel und Good News gehören. Unsere Rolle als Journalist*innen beim enorm Magazin ist es dabei, Menschen zu informieren, zu inspirieren und dadurch am Ende auch zu aktivieren.

Ihr blickt auf 10 Jahre enorm Magazin zurück – wo seht ihr euch in 10 Jahren in der Zukunft?

Hoffentlich sind wir bis dahin weiter gewachsen und finanzieren uns komplett unabhängig nur durch unsere Mitglieder – was ja das Ziel des Crowdfundings ist. Bis dahin möchten wir noch viele neue, spannende Formate entwickeln. Gerade habe ich zum Beispiel mit zwei Kolleginnen von Good News, Bianca Kriel und Sophie Seyffert, einen gemeinsamen Podcast gestartet: „Good News enorm: gute Nachrichten & konstruktive Gespräche“.

Welche enorm Geschichte hat dich zuletzt persönlich berührt und ermutigt, etwas anders zu machen?

Letztlich beeinflusst mich jeder Artikel, den ich oder meine Kolleg*innen für das enorm Magazin schreiben. Gerade habe ich zum Beispiel mit meiner Kollegin Miriam Petzold zu Endometriose recherchiert und bin dabei mit vielen Menschen in meinem Umfeld noch mal mehr ins Gespräch gekommen – bis zu 15 Prozent der Frauen sind ja von dieser Krankheit betroffen! Uns war es wichtig, über diese oft unerkannte Krankheit aufzuklären und Menschen zu empowern.

Das Crowdfunding läuft noch 19 Tage. Du möchtest unterstützen? Hier geht es zur Startnext!