Diese 7 Unternehmen zeigen, wie sie die Corona-Krise meistern

Die GLS Bank geht seit ihrer Gründung im Jahr 1974 ihren eigenen Weg. Damit ist sie als erste nachhaltige Bank Vorreiter in Sachen Solidarität und Zusammenhalt – nicht erst seit Corona. Dass die Gemeinschaftsbank so erfolgreich ist, verdankt sie aber nicht nur ihrem Leitbild sondern vor allem ihren Kund*innen. Diese sieben Beispiele aus dem GLS Bank-Kundenkreis zeigen, wie sie sich mit kreativen Ideen und Menschlichkeit ihren Weg durch die Krise bahnen oder jenen helfen, die besonders stark mit dem notwendigen Lockdown zu kämpfen haben. 1. Aktion #HelfenStattHamstern Mit dem bedingungslosen Grundeinkommen können sich Menschen Träume erfüllen, mehr ehrenamtliche Arbeit verrichten – oder ihre Existenz sichern. Da durch die Coronakrise besonders viele von Kurzarbeit, Geschäftsaufgabe und Arbeitslosigkeit bedroht sind, hat der Verein Mein Grundeinkommen im Rahmen der Aktion #HelfenStattHamstern dieses mal 30 statt 15 Grundeinkommen verlost. Statt eines ganzen Jahres, wird dabei das monatliche Einkommen in Höhe von 1.000 Euro für lediglich sechs Monate ausgezahlt. So kann mehr Menschen geholfen werden, die akut von der Krise bedroht sind. Künstler*innen bekommen die notwendigen Einschränkungen durch Corona ganz …

Bio-Pionier mit Brief und B Corp Siegel

Bei der Allos Hof-Manufaktur haben Gesundheit und Nachhaltigkeit Tradition. Seit 1974 stellt das Unternehmen vegetarische Bio-Lebensmittel aus Leidenschaft her. Jetzt wurde das Engagement mit dem B Corp Siegel belohnt, das seit Neuestem auf den Verpackungen der Leckereien prangt. Ein Ritterschlag – und der Startschuss für eine Bio-Revolution. Die Allos Hof-Manufaktur hat eine Mission: Mit vegetarischer Ernährung in Bio-Qualität will das Unternehmen die Welt ein kleines Stückchen besser machen. Ein Konzept mit Erfolg. Heute ist die Manufaktur einer der führenden Bio-Lebensmittelhersteller Europas. Doch Profit allein reicht Allos nicht aus. Das Unternehmen beweist seit Beginn, dass wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftliches Engagement sich nicht widersprechen müssen. So übernimmt die Allos Hof-Manufaktur im Rahmen vielfältiger Projekte Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft, sei es durch die Entwicklung nachhaltiger Verpackungen wie plastikfreier Teebeutel oder beim „Frühstück auf dem Hof“, bei dem schon die Kleinsten lernen, wie sie sich gesund ernähren. Ausgezeichnete Produkte: ab jetzt mit B Corp Siegel Dieses Engagement zahlt sich aus. Seit Neuestem sind die Produkte der Allos Hof-Manufaktur mit dem B Corp Siegel ausgezeichnet. Mit der Zertifizierung ist …

Muttertag – ein Baum für Mutter(Erde)

Am 10.5 feiern wir Muttertag. Und obwohl es viele Traditionen gibt, wie wir unsere Mütter gerade an diesem Tag ehren, wird der Sonntag im Mai in diesem Jahr wohl etwas anders aussehen. Neben Deutschland feiern am zweiten Sonntag im Mai auch Kenia, Tansania, Italien, die USA, Ghana, Ecuador und viele weitere Länder den Muttertag und angesichts der aktuellen globalen Krise, in der wir uns gemeinsam befinden, werden Kinder neue Wege finden müssen, ihren Müttern an diesem Tag eine Freude zu machen. Muttertag in Deutschland Wir alle wissen, wie es in Deutschland ist: Ein großer, bunter Strauß Blumen, eine Karte und ein für die Mama zubereitetes Frühstück – so beginnt in Deutschland oft der Muttertag. Und weil es hier ebenfalls oft eines der ersten Wochenende mit sommerlichen Wetter ist gehören Familienausflüge zum deutschen Muttertag. Kaffee und Kuchen gehören oftmals zum Sonntag – und am Muttertag bereiten die Kinder alles vor. Blumensträuße sind das mit Abstand bekannteste und beliebteste Geschenk zum Muttertag – und 2019 wurden über 234 Millionen Euro für Blumen ausgegeben, die allerdings spätestens vier …

Jetzt nachhaltige Rente sichern!

Zeit zu handeln: Per Altersvorsorge zum Klimahelden

Die Zeit drängt. Während politische Akteure wie das Europäische Parlament den Klimanotstand ausrufen, fragen sich immer mehr Menschen: Welchen Beitrag kann ich persönlich leisten? Die effektivsten Maßnahmen für unseren Planeten sind oft andere als erwartet Wie wollen wir leben? Diese simple Frage steht heute im Zentrum unseres Handelns. Schließlich bestimmen wir im Hier und Jetzt darüber, welchen Planeten wir und unsere Kinder in zehn, zwanzig oder fünfzig Jahren vorfinden. Fest steht: Den Kampf um einen lebenswerten Planeten gewinnen wir nur gemeinsam. Der Schauplatz zur Lösung der Klimakrise ist unser alltägliches Handeln. Um genau dort anzusetzen, lohnt sich ein Blick auf die Pangaea Life Investment-Rente, welche die Themen Klimaschutz und Altersvorsorge zusammenbringt. Flugscham oder Investorenstolz? Viel ist über die wirksamsten Möglichkeiten zur Reduktion des weltweiten CO2-Austoßes diskutiert worden. Entsprechend lang ist die Liste an Vorschlägen: Verbot von Inlandsflügen, Sonder-Steuern auf SUVs oder der Verzicht auf Fleisch. Der achtsame Umgang mit Klimakillern ist zu begrüßen. Die vielleicht effektivste individuelle Klimaschutz-Maßnahme ist aber nur wenigen Menschen bekannt. Denn was die Reduktion von Treibhausgasen betrifft, stellen grüne Geldanlagen viele …

Reporter ohne Grenzen macht Druck

Weltweiter Kampf für die Pressefreiheit

Die Arbeitsbedingungen für Medien werden in vielen Ländern der Welt immer schwieriger. Reporter ohne Grenzen kämpft unermüdlich gegen Zensur und hilft bedrohten und inhaftierten Journalisten ganz konkret Mindestens 51 Journalistinnen und Journalisten sind nach Zählung von Reporter ohne Grenzen im vergangenen Jahr weltweit in Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet worden – so wenige wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr. Das klingt zunächst nach einer guten Nachricht, doch insgesamt hat sich die Lage der Pressefreiheit keineswegs verbessert: Zurückgegangen ist die Zahl der Getöteten vor allem in Krisenländern wie Syrien, Jemen und Afghanistan, die Zahl der Journalistenmorde etwa in Lateinamerika verharrt aber auf hohem Niveau. Zum Stichtag 1. Dezember 2019 saßen zudem 389 Medienschaffende wegen ihrer Arbeit im Gefängnis, 12 Prozent mehr als im Vorjahr. Und medienfeindliche Hetze und Angriffe, online wie offline, erschweren Journalistinnen und Journalisten auch in vermeintlich sicheren Weltregionen zunehmend die Arbeit. Fast die Hälfte der Inhaftierten saß in nur drei Ländern im Gefängnis: China, Ägypten und Saudi-Arabien. Allein in China waren es 120 Inhaftierte, doppelt so viele wie im Vorjahr. Vor allem gegen …

Buchempfehlung

„Deine Wahl“: Mit progressiven Optimisten zum Systemwechsel

Buchautor Christopher Peterka erklärt im Interview, warum sich unser Schicksal nicht nur an Plastiküten entscheidet und wie wir als progressive Optimisten den notwendigen Wandel des Systems beschleunigen können Für Humanist und Unternehmer Christopher Peterka ist die Sache klar: Wir haben jetzt die Chance, grundlegende Weichen für die Zukunft zu stellen. Wollen wir so weitermachen wie bisher und mit kleinen Änderungen vorangehen oder für den umfassenden, weitreichenden Wandel sorgen? Peterka liefert in seinem Buch „Deine Wahl“ gute Gründe, groß zu denken und einen Systemwechsel anzustreben – alles Dank einer Einstellung, die er „progressiver Optimismus“ nennt. Ein Gespräch über Plastiküten und die Verantwortung für unseren Planeten. Herr Peterka, in Ihrem Buch schreiben Sie, dass „ein paar Milliarden Plastiktüten weniger im Umlauf kaum den Planetenretten“ werden. Ist das nicht ganz schön negativ? Jede Plastiktüte, die wir einsparen, ist gut – ohne Zweifel. Aber es ist nun einmal leider so: Nur mit guter Laune und kleinen Schritten kommen wir nicht schnell genug voran. Das Problem ist deutlich zu groß, um es mit dem Verzicht auf Plastiktüten oder Strohhalme lösen …

Sanfter Tourismus

Nachhaltig Reisen ist kein Widerspruch

Franziska Diallo und Judith Hehl vermitteln auf ihrer Plattform Good Travel nachhaltige Urlaubsunterkünfte und teilen im dazugehörigen Blog viele Informationen, Tipps und Anregungen rund um nachhaltigen Tourismus. Sie zeigen, dass Reisen ein Weg sein kann, um Nachhaltigkeit in anderen Regionen bewusst zu fördern und zu unterstützen Franziska und Judith – ihr vermittelt auf Good Travel nachhaltige Urlaubsunterkünfte. Aber ist es nicht am nachhaltigsten, erst gar nicht zu verreisen und seinen Urlaub zu Hause zu verbringen? Franziska: Diese Sicht ist uns zu einseitig. Durch Reisen kann man andere Menschen, Kulturen und Landstriche kennenlernen, es erweitert den Horizont und dient der Völkerverständigung. Auch hat Nachhaltigkeit neben der ökologischen ja eine soziale und wirtschaftliche Seite. Man kann durch die Wahl des Urlaubsortes bewusst strukturschwache Regionen fördern, die außerhalb des Tourismus keine wirtschaftliche Perspektive haben. Und bei Unterkunft, Essen und Aktivitäten ganz gezielt kleine unabhängige Anbieter unterstützen, die ihre Leute gut bezahlen, regionale Biowaren produzieren und die Natur schützen. Judith: Natürlich sollte sich jeder bemühen, die für An- und Abreise anfallenden Emissionen möglichst gering zu halten. Unsere Unterkünfte liegen …

Das Netz wird grün

Wasser, Wind und Sonne für das Internet

Auch wenn man es nicht sieht: Surfen und Streamen im Internet verschlingen riesige Mengen an Energie. Schon ist vom Internet als Klimakiller und Klickscham die Rede. Klimafreundlich unterwegs ist hier nur, wer konsequent auf Öko-Strom setzt. So wie die Telekom: Ihr Netz in Deutschland ist seit Jahresbeginn grün, ab 2021 wird sie weltweit nur noch Strom aus erneuerbaren Energien verwenden. Für den Konzern ein wichtiger Schritt, um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen Vor einigen Jahren bestand eine gute Musik- und Filmesammlung in der Regel aus unzähligen CDs oder DVDs. Heute sind die silbernen Scheiben in ihren Plastikhüllen verzichtbar geworden: Die meisten Menschen streamen Musik und Filme über das Internet, Millionen Songs, Filme und Serien sind online verfügbar, ohne dass dafür Tonnen an Plastik produziert werden müssen. Das spart nicht nur Geld und Platz, sondern auch Ressourcen. Klingt toll. Aber automatisch besser für Umwelt und Klima ist es nicht. Forscher haben festgestellt, dass der online-Musikkonsum höhere Treibhausgasemissionen verursacht als die Produktion von CDs. Schließlich werden auch hier Ressourcen benötigt, um die Daten zu speichern und über …

Neue Jobchancen bei den Open Society Foundations

Demokratie voranbringen

Die Open Society Foundations sind ein internationales Netzwerk aus zivilgesellschaftlichen Organisationen. Gemeinsam verfolgen sie die Mission, weltweit eine lebendige Demokratie aufzubauen. Seit das Netzwerk sein Hauptquartier von Budapest nach Berlin verlegt hat, haben Jobsuchende in Deutschland die Chance, diesen interessanten Arbeitgeber dabei zu unterstützen. Wir haben mit Recruiter Dávid Lucsko über die vielversprechenden Arbeitsmöglichkeiten gesprochen. Dávid, die Open Society Foundations sind praktisch über Nacht von Budapest nach Berlin gezogen. Warum? Die politische Stimmung in Ungarn ist immer repressiver geworden. Die ungarische Regierung hat die Open Society Foundations für ihr Engagement regelrecht angegriffen, vor allem für unsere Arbeit im Bereich Migration. Der Gründer des Netzwerks, George Soros, war Ziel einiger politischer Kampagnen der Regierung. Sie haben Poster auf der Straße aufgehängt, auf denen sie ihn für alle möglichen Probleme des Landes verantwortlich machen. Sie haben zum Beispiel behauptet, dass er in Brüssel mitmischt und eine Menge Einfluss auf Entscheidungen auf Europaebene hat. Aufgrund dieser Situation haben sich viele unserer Kolleg*innen nicht mehr wohlgefühlt, fühlten sich sogar in ihrer Sicherheit bedroht. Das Fass zum Überlaufen hat dann …

Revolutioniert Erbsenprotein unsere Ernährung?

Alles auf Grün

Ein Metzgermeister aus Castrop-Rauxel, eine kleine gelbe Erbse und der Plan, die moderne Lebensmittelindustrie von innen umzukrempeln. Das ist die Geschichte von AMIDORI. Die Küken gaben Friedrich Büse den Rest. Da hatte er beruflich schon über 50 Länder bereist, hatte Fastfood-Ketten und Lebensmittelkonzerne beraten. Viel hatte er gesehen. „Auch viel Elend”, wie er sagt. Aber in einer deutschen Fabrikhalle, wo millionenfach männliche Küken geschreddert werden, war für ihn die Reise zu Ende: „Da war mir mit einem Mal klar, ich kann keine Tierfabrik mehr sehen.” Gut zehn Jahre ist das jetzt her. Heute führt Friedrich Büse die AMIDORI Food Company GmbH & Co. KG. Das Unternehmen mit Sitz in Stegaurach bei Bamberg hat er 2015 mit einem Partner gegründet. Es produziert Convenience-Food, halbfertige Produkte, die sich schnell und einfach zubereiten lassen. Statt Fleisch kommt dabei Erbsenprotein zum Einsatz: vegane Burger, vegetarische Chicken-Nuggets, Kebab, Geschnetzeltes und Hack – alles ohne totes Tier, alles mit pflanzlichem Protein. Metzgermeister Friedrich Büse ist überzeugt davon, dass die Zukunft der Welternährung in seinen vegetarischen und veganen Produkten auf der Basis …