Transkript: Good News enorm Podcast Folge 44

Hier findest du eine schriftliche Fassung der Podcastfolge 44 von „Good News enorm“. In dieser Folge sprechen wir darüber, wie Co-Working-Spaces Bankleute und mobile Arbeiter:innen zusammenbringen können, wie gemeinschaftlich genutzte Arbeitsflächen auch abseits der Metropolen funktionieren und was Ansgar Oberholz, der Gründer des legendären St. Oberholz in Berlin, eigentlich damit zu tun hat. Das Transkript soll den Podcast möglichst barrierefrei auch nicht-hörenden Menschen zugänglich machen. In dieser Folge spricht Good-News-Redakteur:innen Bianca Kriel mit Anja Dilk, Redakteurin beim enorm Magazin über New Work, also neue Arbeit. Bianca: Hallo und herzlich willkommen zu Good News enorm – gute Nachrichten und konstruktive Gespräche! Ein Podcast von Good News und dem enorm Magazin. Heute geht es um New Work, also neue Arbeit. Aber eigentlich geht es vor allem um Ansgar Oberholz. Dazu gleich mehr. Apropos Arbeit: Wir gehören zur Good Family und zur Good Family gehört auch Good Jobs, die Plattform für Jobs mit Sinn. Wenn ihr also auf der Suche nach einem Job seid, geht auf goodjobs.eu. Oder wenn ihr sogar Lust habt, nachhaltige Organisationen für Good Jobs …

Urlaub? Bloß nicht!

New Work ist längst zum Buzz-Word geworden. Alle springen auf den Zug auf, wollen irgendwie anders, flexibel, hierarchiearm arbeiten – irgendwie neu eben. Nur: So neu ist New Work gar nicht. Der Begriff stammt von dem US-amerikanischen Sozialphilosophen Frithjof Bergmann. Schon Ende der 1970er Jahre entwickelte er die Idee einer anderen Arbeitskultur – als Alternative zum Lohnarbeitssystem. Denn Bergmann war überzeugt: Dieses System macht viele Menschen krank. New Work hieß für ihn daher, eine Arbeit, die einen Sinn hat, die Menschen frei wählen und selbstbestimmt machen können, die ihnen gut tut. Mit dieser Vision tourte Bergmann bis zum Ende seines Lebens über Kongresse und durch Unternehmen und wurde zum Vorreiter der Bewegung, die heute noch lange nicht ihre Ziele erreicht hat. Anja Dilk hat ihn 2007 interviewt. Eine Zeitreise. Herr Bergmann, Sie haben in Princeton studiert und mit 24 als Dozent unterrichtet – bis Sie sich in die Einsamkeit als Selbstversorger zurückzogen. Warum? In Princeton habe ich unter anderem Kafka unterrichtet, Camus, Sartre, die Existenzialisten. Doch da saßen diese schrecklich verwöhnten Kinder aus diesen steinreichen …