Wie Singen am frühen Morgen glücklich macht

Wie wäre es, morgens gemeinsam zu singen? Das tut gut und macht eine starke Stimme. Eine Berliner Gesangsschule bietet es an. enorm-Redakteurin Anja Dilk war dabei. Der Weg führt durch Berlin, das an diesem frühen Sommermorgen aussieht wie Bielefeld an einem kühlen Oktobertag. Bioladen zu, Schreibwarenladen zu, Tommis Burger Joint zu, nur in der Bäckerei stehen Menschen Schlange. Vor dem Stadtteilzentrum am Teutoburger Platz schließen zwei Frauen ihre Räder ab, ein Typ mit Fünftagebart schlendert herbei. „Hi“, murmele ich. Dösen, warten, zum Sprechen ist es für mich noch etwas früh. „Hallooo“, ruft Elsa und öffnet das braune Tor zum Stadtteilzentrum. „Schön, dass ihr mitmacht beim Earlybird Singing.“ Singen morgens um 8.30 Uhr. Wer kommt auf so was? Ich bin neugierig und deshalb heute dabei. „Wir wollen, dass die Menschen glücklich in den Tag starten“, sagt Elsa Grégoire. „Das geht mit lockerem, freiem Singen besonders gut.“ Elsa kommt aus Belgien, ist Gesangslehrerin und seit sechs Jahren Teil des Teams der Berliner Gesangsschule Sing dich glücklich. Singen ohne Leistungsdruck, als Glückstrigger und Achtsamkeitsübung, mal nachmittags, mal abends, …

Good News

Unternehmen unterstützen queere geflüchtete Menschen beim Berufseinstieg, Spanien: Sondersteuer für Banken und Energiekonzerne soll Bürger*innen entlasten, mit Omega-3-Fettsäuren gegen Hautunreinheiten

Mehrere große Firmen in Deutschland wollen queere geflüchtete Menschen beim Berufseinstieg unterstützen; in Spanien soll eine Sondersteuer für Banken und Energiefirmen Bürger*innen entlasten; und Omega-3-Fettsäuren sind der Schlüssel zu einem reinen Hautbild: Das sind die Good News des Tages

Good News

Neues Gesetz für mehr Selbstbestimmung beim Geschlechtseintrag, kostenloses Studium für Indigene Menschen in Arizona, Norwegen: Influencer*innen müssen retuschierte Werbebilder kennzeichnen

Die Ampel-Koalition will mit einem neuen Gesetz für mehr Selbstbestimmung beim Geschlechtseintrag sorgen; die University of Arizona lässt Indigene Studierende fortan kostenlos studieren; und in Norwegen müssen retuschierte Werbebilder künftig gekennzeichnet werden: Das sind die Good News des Tages

„Mitbestimmung ist im modernen Sportunterricht ganz wichtig“

Immer noch schneller, höher, weiter? Nein, Sport hat sich als Schulfach längst weiterentwickelt. Es geht nicht nur um Leistung, sondern auch um Perspektivenvielfalt und ein tieferes Verständnis von Bewegung. Ein Gespräch mit der Sportdidaktikerin Julia Hapke, Juniorprofessorin an der Universität Tübingen, über engagierte Lehrer:innen und Kinder mit Gestaltungsfreiheit. Bestenauswahl, Wettkampfstress und schon wieder als letztes Kind in die Mannschaft gewählt – auch heute noch ist Sportunterricht für viele Schüler Horror. Warum ändert sich das Fach so wenig? Julia Hapke: In den vergangenen Jahren hat sich durchaus einiges getan. Die meisten Sportpädagog:innen haben längst Abschied genommen von einer reinen Leistungs- und Wettkampffokussierung und dem alten Kanondenken im Sport – Leichtathletik, Turnen, Fußball. Auch weil sich Sport in unserer Gesellschaft ständig verändert, zum Beispiel durch die Fitnesskultur und informelle Bewegungsangebote. Slackline im Park, Fitness-Yoga auf Youtube, Parkour in der Stadt. Ein Kanon von Sportarten im Unterricht würde dieser Vielfalt gar nicht mehr gerecht. Was sollen Schüler:innen denn heute im Sportunterricht lernen? Zum einen sollen sie die Kultur des Miteinanders im Sport und in unserer Gesellschaft verstehen lernen. …

Regionale und pestizidfreie Blumen-Geschenke, Schweiz stimmt für „Kinder und Jugendliche ohne Tabakwerbung“, Wirkstoff aus Krebsmedikament könnte womöglich HIV-Therapie unterstützen

Zum Valentinstag und darüber hinaus setzt die Slowflower-Bewegung auf regionale, saisonale und pestizidfreie Blumen; zum Schutz von Kindern und Jugendlichen hat die Schweiz für ein Tabakwerbeverbot gestimmt; und Forschende aus Seattle haben herausgefunden, dass ein Krebsmedikament womöglich in der HIV-Therapie helfen könnte: Das sind die Good News des Tages

Good News

Dolce & Gabbana verbannt Tierpelze; neuer Test erkennt Risiko für Eierstock- und Brustkrebs frühzeitig, Wien fördert Projekte zur Stärkung von Wissenschaft und Demokratie

Immer mehr Modekonzerne verbannen Tierpelze aus ihren Kollektionen; Wissenschaftler*innen entwickeln einen Test, der das Eierstock- und Brustkrebsrisiko frühzeitig erkennen kann; und Wien will das Vertrauen in die Demokratie und Wissenschaft stärken: Das sind die Good News des Tages

Good News

New Work, Co-Working-Spaces und ein Pionier, eine interreligiöse Kita für Berlin, wie ein Projekt den Puma retten will

In der neuen Good News enorm Podcast-Folge sprechen wir darüber, wie Co-Working-Spaces Bankleute und mobile Arbeiter*innen zusammenbringen können; in Berlin wird ab 2023 eine Drei-Religionen-Kita errichtet; und das „Olympic Cougar Project“ setzt sich in Washington für den Erhalt des Pumas ein: Das sind die Good News des Tages

Good News

Innovationen für mehr Inklusion, nachhaltig Heizen mit Miscanthus-Gras, flexibles Arbeiten für „Nachteulen“

In unserer neuen Good News enorm Podcast-Folge sprechen wir über Innovationen, die den Alltag für Menschen mit Behinderungen barrierefreier und inklusiver machen sollen; Heizungsbauer Thomas Stöber setzt auf Miscanthus-Gras als nachhaltige Heizquelle; und Tipps, wie ihr euren Arbeitsalltag und Biorhythmus in Einklang bringt: Das sind die Good News des Tages

Mehr Verantwortung, nicht weniger

Seit Monaten tobt in den Feuilletons eine Debatte um deutsche Erinnerungskultur – wie gedenken wir des Holocaust, wie der deutschen Kolonialgeschichte? Der Historiker Gil Shohat plädiert für ein vielfältiges Erinnern, bei dem die Einzigartigkeit der Shoah* nicht aus dem Blick gerät. Ein Gespräch. *Der Begriff Shoah bezeichnet  den Völkermord an Juden und Jüdinnen. Der Begriff Holocaust dagegen bezieht oft auch die Ermordung anderer im Nationalsozialismus verfolgter Gruppen mit ein. Herr Shohat, der Artikel im Zentrum der Debatte ist der „Katechismus der Deutschen“ des australischen Historikers Dirk Moses. Seine These ist, dass wir uns in Deutschland hinter einer Art pseudoreligiösen Primär-Erinnerungskultur des Holocaust verstecken, um unsere kolonialen Verbrechen nicht aufarbeiten zu müssen. Manche werfen Moses Holocaustrelativierung vor. Was meinen Sie? Ich teile seine These so nicht. Die deutsche Erinnerungskultur wurde keineswegs „kultartig“ von oben diktiert, sondern es gab eine Bewegung von unten. Vor allem die Geschichtswerkstätten in den 80er-Jahren, in denen Menschen angefangen haben die Nazivergangenheit aufzuarbeiten, waren ein Durchbruch. Zuvor stießen viele Juden und Jüdinnen, etwa der Shoah-Überlebende und Historiker Joseph Wulf, meist auf taube …

Paragraf 219a wird gestrichen, Wasser aus Luft generieren: Neue Erkentnisse, Polit-Oscar gegen Gift-Chemie

Die Ampelparteien streichen den umstrittenen Paragrafen 219a StGB; Forscher*innen der Humboldt-Uni Berlin haben möglicherweise herausgefunden, wie genau künftig Wasser aus Luft generiert werden könnte; und der Future Policy Award hat die besten Gesetze ausgezeichnet, die uns vor gefährlichen Chemikalien schützen: Das sind die Good News des Tages