Mit Braille-Displays die digitale Welt ertasten

Informationen werden immer mehr durch Bilder, Grafiken und Videos übermittelt. Sehbehinderte und blinde Menschen bleiben davon oft ausgeschlossen. Deutsche Wissenschaftler:innen arbeiten an einer Technologie, die ihnen den Zugang zu digitalen Welten erleichtern soll. Gadija Gonsalwes will Jura studieren. Ihre Schulnoten sind top, ein Studienplatz so gut wie sicher. Doch ob die 18-jährige Südafrikanerin jemals als Anwältin arbeiten können wird, ist ungewiss. Denn Gonsalwes ist blind. Ihre Familie könnte sie nicht finanziell unterstützen und sie hat kaum Zugang zu Technologie, die sehbehinderten und blinden Menschen den Zugang in digitale Welten ermöglicht. In Südafrika haben Menschen mit Sehbehinderungen kaum IT-Ausstattung. Von staatlicher Seite gibt es nur wenig finanzielle Unterstützung. Gonsalwes und ihre Mitschüler:innen an der Athlone Blindenschule nahe der Touristenmetropole Kapstadt lernen hauptsächlich mit einfachen Braille-Schreibmaschinen. Für 322 Schüler gibt es lediglich 15 speziell ausgestattete PCs und Laptops mit Sprachsoftware. Von der Welt des Internets, in der Informationen zunehmend durch Bilder, Grafiken und Videos vermittelt werden, sind die Schüler:innen isoliert. „Mit der Technologie, die wir momentan haben, können wir nur Basiswissen übermitteln“, sagt Schuldirektor John Philander zum …

Good News

Riesiges Korallenriff am Great Barrier Reef entdeckt, smarte Ampeln helfen blinden Menschen in Japan, Web-App gegen Corona-Leugner

Zum ersten Mal seit 120 Jahren haben ForscherInnen ein riesiges, freistehendes Korallenriff am Great Barrier Reef entdeckt; smarte Ampeln in Japan sollen Menschen mit Seheinschränkungen dabei helfen, sicher über die Straße zu gelangen; und das Online-Spiel “Talk To Me” zeigt UserInnen, wie man am besten mit Corona-Leugnern kommuniziert: Das sind die Good News des Tages