„Wir brauchen Parteien, die ticken wie Start-ups“

Bianca Praetorius wünscht sich Parteien, die dynamisch, kollaborativ und digital organisiert sind. Deshalb ist die Start-up-Beraterin in die Politik gegangen. Hier erzählt sie, was sie bewegt. „Als ich in die CDU eingetreten bin, haben viele meiner Freunde gesagt: Ist nicht dein Ernst! Doch, ist es. Denn nach fünf Jahren Engagement in kleinen Parteien waren mir zwei Dinge klar geworden: Um in der Politik etwas zu bewirken, braucht es eine starke, etablierte Partei. Und man sollte dort ansetzen, wo es noch viel zu tun gibt. Das beste Beispiel: Klimapolitik bei der CDU. Also habe ich die KlimaUnion mitgegründet, dort kann ich das Thema effektiv voranbringen. Zur Politik bin ich erst mit Anfang dreißig gekommen. Ich bin in einem recht unpolitischen Elternhaus aufgewachsen. Zwei Ingenieure, viel Technik, keine Bücherregale, keine Debatten. Nur manchmal hat sich mein Vater über die SPD aufgeregt – und gleich entschuldigt. Weil er mich, wie er sagte, nicht beeinflussen wollte. Auch in der Schule habe ich mich von Politik ferngehalten. Auf Demos war ich nie. Auch auf enorm: Warum der Bundestag wieder kleiner …