Good News

Briefe per App frankieren, Bausteine aus Corona-Abfällen, Profi-Baseballteam ändert nach Rassismus-Vorwürfen den Namen

Die Deutsche Post macht die Frankierung von Briefen und Postkarten digitaler und hat die „mobile Briefmarke“ eingeführt; der 27-jährige Inder Binish Desai stellt aus gebrauchten Masken und Schutzanzügen Bausteine her; und die Cleveland Indians sind das zweite Team aus einer der großen US-Ligen, das nach Rassismus-Vorwürfen den Namen ändert: Die Good News des Tages

Good News

Durchbruch in der HIV-Prävention, neues Kühlsystem funktioniert ohne Strom, Norwegen erweitert den Schutz von LGBTQ vor Diskriminierung

Eine klinische Studie konnte zeigen, dass ein neues Präparat zur HIV-Prävention bei Frauen besonders wirkungsvoll ist; inspiriert von dem Kühlprinzip von Kamelhaut haben Forscher*innen des MIT eine Kühltechnologie entwickelt, die ohne Elektrizität funktioniert; und in Norwegen ist die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der Geschlechteridentität und der sexuellen Orientierung ab sofort gesetzlich verboten: Das sind die Good News des Tages

Good News

Zusammenhalt in Deutschland während Coronakrise gewachsen, Rückkehr der Olivenbäume in Apulien, weltweit größte Walrosskolonie in Sibirien entdeckt

Eine Umfrage aus Basel hat gezeigt, dass mehr Menschen in Deutschland ihre Mitmenschen als hilfsbereit und freundlich empfinden; nachdem in Apulien in den letzten Jahren über 22 Millionen Olivenbäume durch das Xylella-Bakterium gestorben sind, konnten neugepflanzte Bäume nun erstmals geerntet werden; und in Sibirien haben WissenschaftlerInnen die weltweit größte Walrosskolonie entdeckt: Das sind die Good News des Tages

Good News

Papst Franziskus unterstützt gleichgeschlechtliche Partnerschaften, 14-Jährige erhält Preis für potentielles Corona-Heilmittel

Papst Franziskus hat sich in einem Dokumentarfilm für den Schutz gleichgeschlechtlicher Partnerschaften ausgesprochen; die 14-jährige Schülerin Anika Chebrol hat ein seltenes Molekül entdeckt, das Coronainfektionen verhindern könnte; und ForscherInnen haben einen Algorithmus entwickelt, der ermitteln kann, wie hoch das Risiko ist, an einer aktiven Tuberkulose zu erkranken: Das sind die Good News des TagesTuberkulose

Good News

Luftreiniger beseitigen 90 Prozent der Aerosole in Klassenzimmern, Tasmanischer Teufel kehrt zurück

Eine experimentelle Studie der Goethe-Universität Frankfurt a. M. zeigt, dass kommerzielle Luftreiniger 90 Prozent der Aerosole in Klassenzimmern beseitigen; der Tasmanische Teufel kehrt nach 3000 Jahren auf das australische Festland zurück; und Pantone will Menschen, die menstruieren stärken und bringt den neuen Farbton „Periodenrot“ auf den Markt: Das sind die Good News des Tages

Eine Reise durch mein Wohnzimmer

In Corona-Zeiten wird Reisen zum Traum. Na und? Ein Selbstversuch in der eigenen Wohnung Wie groß und luftig mein Wohnzimmer von hier oben wirkt. Eine leere Weite, im Unterschied zu unten, wo Pflanzen, Deko und Möbel kuscheln. Unter ihnen das alte Küchenbüfett, auf dem ich gerade stehe, um einen radikalen Perspektivwechsel auf mein Reich und die Dinge darin hinzubekommen. Der Aufstieg hat sich gelohnt. So dicht unter der Zimmerdecke ist nichts, außer den bunten chinesischen Weihnachtskugeln, die ich vom Boden aus gar nicht mehr wahrgenommen habe. Wie viele Jahre hängen die schon dort über dem Regal mit den Wörterbüchern und der Grammatik aus dem Studium? Warum hebe ich letztere noch auf? Reine Nostalgie?  Viele Dinge in unseren Wohnungen erzählen Geschichten. Von Reisen, von unserer Vergangenheit oder von Fremden, die die Gegenstände hergestellt haben. Vor drei Monaten hatte ich online einen Sessel bestellt. Vorgestern wurde er geliefert. Ob die chinesischen Arbeiter, die ihn gebaut haben, wegen des Coronavirus’ wochenlang in ihren Wohnungen festsaßen wie wir jetzt? Leben sie überhaupt noch? Wie sieht ihr Alltag aus? Im …

Ein nachdenklicher Abschied

Das Coronavirus legt den Alltag lahm. Langsam kehren wir zu etwas mehr Normalität zurück – doch normal ist alles noch lange nicht. Unser „Igel-Experte“ der enorm Kolumne Einigeln verabschiedet sich daher mit ein paar nachdenklichen Worten. enorm Kolumne Einigeln, Teil 15: Ein nachdenklicher Abschied Hey, ihr da draußen, ich verabschiede mich. Da draußen ist ja ganz passend, weil man (gefühlt) wieder mehr darf, auch im Freien. Und doch traue ich der ganzen Sache nicht so richtig. Ist man in Städten dieser Tage unterwegs, hat man das Gefühl, als wäre alles ganz normal, so wie immer – fast. Gut, die Sache mit den Masken. Aber, die sind so vielseitig und bunt, könnte somit auch als neuer Mode-Trend durchgehen, den alle Generationen gerade tierisch toll finden. Ok war jetzt ein bisschen zynisch. Doch der Gedanke ist gar nicht so abwegig, wenn man sich nach Normalität sehnt, oder? Nur ist genau das, die Normalität, die sichere Rückkehr zum alten Rhythmus eigentlich noch nicht möglich. Es gibt noch keinen Impfstoff, keine optimale Medikation, keine perfekte Therapie. Wir wissen trotz …

Eine Keller-Werkstatt bauen

Das Coronavirus legt den Alltag lahm. Um uns und andere zu schützen, dürfen wir kaum noch raus. Wie man dabei trotzdem fröhlich bleibt, erklärt dienstags und donnerstags unser „Igel-Experte“ in der enorm Kolumne Einigeln. enorm Kolumne Einigeln, Teil 14: Eine Keller-Werkstatt bauen Mein Igel-Bau ist eine beschauliche, aber leider auch platzbeschränkte 1,5 Zimmer Wohnung im Hinterhaus eines Berliner Altbaus. Zu meinem Glück darf ich auch noch die kleine Kellerkammer Nr. 21 im Vorderhaus dazu zählen. Viele Stadt-Igel besitzen ein solches Kabuff in ihrem Mietshaus, die meisten von uns pflegen jedoch eine eher ambivalente Beziehung zu ihrem Keller. Der rote Zettel an der Tür zu meinem warnt mich schon beim Betreten vor ausgelegtem Rattengift, was nicht unbedingt meine Vorfreude auf das leicht modrig riechende, spinnenbewebte Gemäuer im schummrigen Licht weckt. Auf der anderen Seite liebe ich dieses kleine, dunkle Kämmerlein dafür, dass es all meinen ausrangierten Krempel frisst. All diese Dinge, die zum wegschmeißen zu schade sind, aber in der frisch geschniegelten Wohnung keinen Platz mehr finden – erstmal in den Keller damit. Vielleicht brauche ich …

Mit den Augen lächeln

Das Coronavirus legt den Alltag lahm. Um uns und andere zu schützen, dürfen wir kaum noch raus. Wie man dabei trotzdem fröhlich bleibt, erklärt dienstags und donnerstags unser „Igel-Experte“ in der enorm Kolumne Einigeln. enorm Kolumne Einigeln, Teil 13: Mit den Augen lächeln „Das Ohr ist stumm, der Mund ist taub; aber das Auge vernimmt und spricht. In ihm spiegelt sich von außen die Welt, von innen der Mensch.“, schrieb Goethe. Und auch die Wissenschaft gibt ihm Recht: Der größte Teil menschlicher Kommunikation findet nicht durch unsere Worte statt, sondern durch die sogenannte nonverbale Kommunikation: Das können Körperhaltung und Gesten sein, vor allem aber auch der Ausdruck in Gesicht und Augen. In Zeiten der Corona-Pandemie sind wir alle plötzlich gezwungen, der nonverbalen Kommunikation besondere Aufmerksamkeit zu schenken: Es herrscht Maskenpflicht, wenn wir in Supermärkte und Läden gehen. Als ich diese Woche das erste Mal vermummt an der Kasse stand, kam ich mir etwas verloren vor. Der Supermarkt war auf einmal zu einer Versammlung voller anonymer Gestalten ohne Alter und Persönlichkeit geworden. Es hatte etwas Bedrückendes …