Alte Äpfel, neue Arbeit, gelungene Inklusion

Das Hamburger Sozialunternehmen „Das Geld hängt an den Bäumen“ macht Saft aus alten Obstsorten und pflegt Gärten. Dafür stellt es Menschen ein, die anderswo schwer Arbeit finden würden, etwa weil sie eine Behinderung haben. Goldgelb und trüb schwappt der Apfelsaft in Flaschen über das Fließband. Neben gestapelten Getränkekisten steht Simon Riedel, greift eine Flasche und stellt sie behutsam auf das Band, wo zwei Rollen das Etikett aufkleben: filigran gezeichnetes Obst auf weißem Grund. Später wird er per Hand runde Sticker anbringen: „Nachbarsgarten“, „sozial, nachhaltig, regional“. Das Hamburger Sozialunternehmen „Das Geld hängt an den Bäumen“ produziert den Apfelsaft aus alten Sorten. Zunächst nur pur mit Früchten ungenutzter Streuobstwiesen, nun auch gemischt mit Birne, Holunder, Johannisbeere und Rhabarber oder als Schorle. So erhält es ökologisch wertvolle Streuobstwiesen, auf denen hochstämmige Bäume vereinzelt wachsen und regionale Apfelsorten wie Finkenwerder Herbstprinz, Juwel aus Kirchwerder oder Dithmarscher Paradiesapfel. Seit 2010 ist das Unternehmen gemeinnützig und hat sich neben diesem ökologischen einem sozialen Zweck verschrieben: Arbeitsplätze schaffen für Menschen mit Behinderungen, chronischen Krankheiten oder anderen Beeinträchtigungen, aber auch für ehemals obdachlose …