Digital Detox: fast ganz offline auf dem Jakobsweg

Besonders im Urlaub wünschen sich viele, nicht nur die Zeit, sondern auch den rasenden Puls von Emails, Messengern und Sozialen Medien einmal komplett anzuhalten. Unsere Autorin Ina erzählt, wie ihr das auf dem portugiesischen Jakobsweg gelungen ist – ohne ganz auf die praktischen Seiten des World Wide Webs zu verzichten. Schlaflos liege ich in meinem Stockbett. Über mir schnarcht lautstark meine optisch so zarte, akustisch jedoch erstaunlich viel Raum einnehmende Zimmergenossin. So fängt er also an, mein zweiter Jakobsweg. Weil trotz Ohrstöpseln an Schlaf nicht zu denken ist, greife ich reflexartig zum Handy. Es ist 8 Zentimeter breit, 17 Zentimeter lang und wiegt 245 Gramm. Mein Smartphone und ich, wir haben eine komplizierte Beziehung. Ich habe es fast immer bei mir, ohne es fühle ich mich verwundbar und unvollständig. Doch mit E-Mails, Push-Notifications, Stories und Feeds raubt es mir nicht nur eine geradezu unverschämte Menge an Lebenszeit, sondern macht mich auch immer öfter zu einem Menschen, der ich gar nicht sein mag. Unkonzentriert. Abgelenkt. Nicht bei der Sache. Es ist an der Zeit, das zu …