Frühkindliche Bildung

Die Bedeutung des Neinsagens

Ab dem zweiten Lebensjahr beginnen Kinder, sich als eigenständige Person wahrzunehmen und ihre Grenzen abzustecken. Sie lernen, wann es wichtig ist, Regeln zu befolgen und wann nicht. Dabei ist gerade auch das Neinsagen sehr wichtig, findet die Designerin Eva-Maria Klingovsky. Die Wienerin hat vor zwei Jahren selbst “Nein” zu ihrem alten Bürojob gesagt und nun per Crowdfunding ein Kinderbuch zu diesem Thema herausgegeben Frau Klingovsky, in Ihrem Buch geht es darum, Nein zu sagen. Dabei hat ein “Ja” doch einen viel besseren Ruf, im Arbeitsleben und privat sollen wir doch zu allem Ja sagen. Warum ist Neinsagen wichtig? Mit einem Nein grenzen wir uns von der Welt ab. Von Regeln, die oftmals andere aufgestellt haben, und die ihre Bedeutung längst verloren haben. Von der Vereinnahmung durch andere. Von den Wünschen und Erwartungen anderer Menschen an uns. Von den Rollen, die uns oft übergestülpt werden. Diese Abgrenzung ist zum einen wichtig, um unsere Gesellschaft immer wieder zu erneuern und voranzubringen. Zum anderen, um unseren eigenen, ganz persönlichen und individuellen Weg gehen zu können, der uns selbst …

Alleinerziehend

Mama Courage

In jeder fünften Familie zieht heute nur ein Elternteil den Nachwuchs groß. Wer es nicht selbst erlebt, ahnt nicht, wie nahe viele Alleinerziehende dem Burnout oder der Armutsgrenze sind. Selbst dann, wenn sie ihren Alltag gut im Griff haben Am Morgen, wenn ihre beiden Söhne noch schlafen oder gerade aus der Tür sind, hat Ulrike Jürgens ein paar Minuten für sich. Sie rollt ihre Yoga-Matte aus und beginnt mit dem Sonnengruß – Tadasana, die Berghaltung, ein paar tiefe Atemzüge, dann weiter in die stehende Vorbeuge, Uttanasana. In dieser halben Stunde sei sie ganz bei sich, erzählt Jürgens. Sie schöpft Energie aus Yoga und Meditation. Die braucht sie auch. 2,7 Millionen Alleinerziehende Jürgens ist alleine zuständig für die Familie, wie 2,7 Millionen andere Eltern in Deutschland auch. Ihre Lebensplanung sah ganz anders aus, lange hatte sie ein ganz klassisches Familienleben. Zwei Söhne, zwei Jobs, eine schöne Wohnung in Hamburg. Ihr Mann kümmerte sich liebevoll, den Haushalt machten beide. Sie spielten mit dem Gedanken, aufs Land zu ziehen. Aber dann zerbrach alles, Jürgens Partner verließ die Familie. …