Von der Morgensonne geweckt – Zu Gast im Gutshaus Lexow

„Habe ich auch wirklich an alles gedacht?“ – dieser Gedanke kommt plötzlich auf, als ich mittags im Zug in Richtung Mecklenburgische Seenplatte sitze. Während der Zug so vorbeisaust an grünen und sich langsam bunt verfärbenden Wäldern, befinde ich, dass ich alles eingepackt habe – einschließlich der Sehnsucht nach einer erholsamen Auszeit auf dem Lande. Letztere – so hoffe ich – soll im „Gutshaus Lexow“ gestillt werden. Nachdem die Augen genügend über die Landschaft geschweift sind, gehe ich einer meiner Lieblingsbeschäftigungen beim Zugfahren nach und hole mein Buch hervor. Die nächste Stunde lese ich darüber, dass Menschen im Grunde gut sind und so langsam stellt sich ein wunderbares Gefühl der Entspannung ein. Entspannt mit Zug und Rad an die Mecklenburgische Seenplatte Nach knapp zwei Stunden mit dem Zug steigen meine Reisebegleitung Adam und ich in Waren an der Müritz, dem größten Binnensee Deutschlands, aus. Von hier aus ist es noch eine gute Stunde mit dem Fahrrad in das beschauliche Dörfchen Walow, wo sich das „Gutshaus Lexow“, befindet. Umrahmt von Wiesen und Feldern steht das denkmalgeschützte Landhaus, …

Faire Fahrräder aus Bambus

Die Geschichte von „myBoo“ beginnt mit einem Urlaubsfoto eines Freundes, der gerade durch Ghana reist. Darauf zu sehen: Ein Fahrrad aus Bambus. Das war Ende 2012 und die Empfänger des Fotos sind zu diesem Zeitpunkt frisch eingeschriebene Studenten in Kiel. Die Idee des Bambusfahrrads fasziniert sie und so gründen die zwei Kommilitonen Maximilian und Jonas kurzerhand das Unternehmen „myBoo“, welches heute nicht nur einzigartige Bambusfahrräder produziert und zum Verkauf anbietet, sondern darüber hinaus auch einen echten Mehrwert für die Gesellschaft bietet. Eine hundert Jahre alte Idee, neu gedacht Die Idee eines Bambusfahrrads ist alles andere als neu. Der schnell nachwachsende Rohstoff wurde bereits vor über 100 Jahren zum Bau von Fahrrädern verwendet. Dabei wurde das älteste Bambusfahrrad von 1894 jedoch ganz anders gebaut als die „myBoo“-Räder, die heute in liebevoller Handarbeit in Ghana produziert und anschließend in die Kieler Fahrradmanufaktur geliefert werden. Hier werden die Bambusfahrräder schließlich nach den ganz individuellen Kundenwünschen zusammengebaut. Einzigartige Räder, die Bildung ermöglichen Mit dem Kauf eines Bambusfahrrads bei „myBoo“ sichert man nicht nur faire Arbeitsplätze in Ghana, sondern ermöglicht …

Auf zwei Rädern durch die Berge nach Venedig

Seit 2015 verbindet der Radfernweg München-Venezia die bayrische Landeshauptstadt und die Lagunenstadt Venedig miteinander. Auf bis zu 1.530 Metern umfasst der Weg nach Süden eine Länge von insgesamt 560 Kilometern und passiert dabei drei Länder. Genau diesen Weg über den Brenner in Richtung Italien kenne ich von mehreren Urlauben im Süden nur zu gut, jedoch bisher lediglich von dem Blick aus dem Autofenster. Diesen Sommer aber, sollte genau dieser Weg mit bloßer Beinkraft auf dem Fahrrad zurückgelegt werden. Beim Gedanken daran, wurde ich getrieben durch große Begeisterung aber auch ein wenig Bammel, schließlich galt es die Alpen zu überqueren! Gemeinsam mit einer Freundin entschieden wir, mit einer kleinen Abänderung des Startpunktes, innerhalb von zwei Wochen in Venedig anzukommen. Mit jeweils zwei dick gepackten Fahrradtaschen, inklusive Campingausrüstung starten wir die Tour in Rosenheim, einer Kleinstadt am Inn, die rund 60 Kilometer südöstlich von München liegt. Los geht’s in Rosenheim, einer idyllischen Kleinstadt am Inn Los geht es gemütlich entlang des Inns durch das Alpenvorland in Richtung Innsbruck. Nach guten 30 Kilometern überqueren wir vor Kufstein die …