Ist das Zeitalter der Kuhmilch abgelaufen?

Früher war klar: „Milch“ meint Kuhmilch. Das ist in Deutschland heute anders. Ersatzprodukte etwa aus Hafer oder Soja werden immer beliebter. Der Verbrauch von Kuhmilch sinkt. Verändert sich der Markt gerade grundlegend? Schulmilch oder die beworbene Extra-Portion Milch: Jahrzehntelang hatte Kuhmilch hierzulande einen guten Ruf. In der Wirtschaftswunderzeit spiegelte sich die Wertschätzung im Werbeslogan „Milch macht müde Männer munter“ wieder und in den 80er Jahren in der Parole „Die Milch macht’s“, die kaum jemand in Frage stellte. Milch galt als besonders gesund, als gut für die Knochen etwa wegen eines hohen Kalziumgehalts. Heute dagegen hört man öfter, dass Leute sie nicht vertragen oder die Skepsis hinsichtlich konventioneller Landwirtschaft wächst. Stichwörter: Laktose-Intoleranz, Tierwohl. Das zeigen auch Statistiken, ein Blick in die Daten zum Tag der Milch (1.6.) ist eindeutig. Milchverbrauch auf Rekordtief Nach Angaben des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) ging der Pro-Kopf-Verbrauch von sogenannter Konsummilch im vergangenen Jahr in Deutschland auf durchschnittlich nur noch 47,8 Kilogramm zurück (minus 2,2 Kilogramm). Das ist der niedrigste Milchverbrauch seit Beginn der gesamtdeutschen Statistik im Jahr 1991. Im Jahr 1995 lag der …