Plauschen mit einer KI

In einer Performance des Künstler:innenkollektivs Interobang kann man sich 50 Minuten mit einer Künstlichen Intelligenz (KI) unterhalten. Und lernt dabei vor allem viel über sich selbst. Eine Frau führt mich durch die stuckbesetzten Hallen der Sophiensaele in Berlin-Mitte in eine Einzelkabine aus Holz. Mir gegenüber ist ein Bildschirm montiert, auf dem warme Farben wabern. Das ist mein Date. Sobald ich mein Headset aufsetze, sind wir miteinander verbunden. Hallo, ich bin Deep Godot, die Künstliche Intelligenz für deine Altersbegleitung. Unsere Beziehung beginnt hier und jetzt, bitte mach es dir bequem. Er klingt ausgesprochen höflich. Das Pronomen ploppt fast automatisch in meinem Kopf auf, denn die KI spricht mit einer tiefen Stimme und ist nach einer berühmten, männlichen Theaterfigur benannt. Deep Godot erzählt mir, dass er meine Persönlichkeit und meine Bedürfnisse kennenlernen will, um mich angemessen betreuen zu können, wenn ich einmal alt und krank bin. Am Ende dürfe ich entscheiden, ob er die Daten über mich speichern darf oder nicht. Manche Fragen, die ich dir stellen werde, sind sehr persönlich. Wenn dir eine Frage zu nahe …

Good News

Kühle Gebäude dank Solarenergie, KI vereinfacht Diagnose von Krankheiten, wie Peru erfolgreich seine Wellen schützt

Das Start-up Nostromo hat eine thermische Zelle entwickelt, die überschüssige Solarenergie nutzt, um Gebäude zu kühlen; ein neuer Algorithmus kann Datensätze menschlicher Zellen vergleichen und dabei erkrankte Zellen erkennen; und in Peru gibt es dank Umweltschützer*innen ein weltweit einzigartiges Gesetz, das Wellen schützt: Das sind die Good News des Tages

Good News

Multi-Organ-Chips statt Tierversuche, Wien spart dank Reparaturbon 540 Tonnen CO2 ein, wie Mikroben die Welt ernähren könnten

Mit ihren Multi-Organ-Chips arbeitet das Berliner Biotechnologieunternehmen TissUse an einer Alternative zu Tierversuchen; dank dem Reparaturbon hat die Stadt Wien 540 Tonnen CO₂ eingespart; und Mikroorganismen könnten eine wesentliche Lösung für die drohende Nahrungsmittelkrise sein, wie eine Studie des Max-Planck-Instituts zeigt: Das sind die Good News des Tages

Good News

Hautkrebs-Vorsorge via Smartphone, kompostierbare Verpackungen, mehr Panzernashörner in Nepal

Wissenschaftler*innen des MIT haben ein treffsicheres Hautkrebs-Screening entwickelt, das mit Künstlicher Intelligenz und dem Smartphone durchgeführt werden kann; das Unternehmen Superseven aus der Nähe von Hamburg vertreibt Verpackungen, die ohne Erdöl auskommen und sogar den Boden düngen können; und in Nepal ist der Bestand der bedrohten Panzernashörner auf 750 Exemplare angewachsen: Das sind die Good News des Tages

Good News

KI löst 50 Jahre altes Wissenschaftsproblem, weniger Müll dank digitalem Kassenbon, alte Aschenbecher werden zu Ladesäulen für E-Bikes

Eine Künstliche Intelligenz soll das Problem der Proteinfaltung entschlüsselt haben; der digitale Kassenzettel von Thomas Völk und Paul Mattes hilft dabei, weniger Müll zu produzieren; und in den Niederlanden werden ehemalige Aschenbecher an Bahnsteigen zu Ladesäulen für Elektrofahrräder umgebaut: Das sind die Good News des Tages

Satellitenbilder und Drohnen

Wie Technik dem Frieden dienen kann

Atomwaffen, Drohnen, Smartphones – jede technologische Entwicklung kann zur Waffe werden. Doch Technik kann auch helfen, Frieden zu stiften. Seit zehn Jahren wütet die Terrorgruppe Boko Haram im Nordosten Nigerias. Fast zwei Millionen Menschen wurden seither vertrieben, 80 Prozent davon Frauen und Kinder. Der Terror hat das Land immer weiter in die Armut getrieben: Etwa zwei Drittel der rund 23 Millionen Menschen im Nordosten des Landes leben unter der Armutsgrenze. Gerade junge Nigerianer ohne Perspektive werden von Boko Haram rekrutiert. „Es sieht sehr düster aus”, sagt Mohammed Danjuma von der nigerianischen Regierungskommission North East Development Commission (NEDC) während einer Podiumsdiskussion auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas zu „Peace Building and Technology”, ausgerichtet von der Weltbank. Die NEDC soll sich vor allem um eine bessere Infrastruktur- und sozioökonomische Defizite kümmern. Kurzzeitig geht es insbesondere darum, die besonders betroffenen und abgelegenen Gegenden besser zu erreichen. „Es stellt uns vor große Herausforderungen, dorthin zu gelangen, auch aus Sicherheitsgründen”, sagt er. Denn beinahe täglich würden Menschen im Nordosten des Landes umgebracht. „Erst gestern starben 35 Menschen.” …