Mitarbeiterzufriedenheit

GOOD NEWS

“Purpose over Profit”, energiebedingte CO2-Emissionen um zwei Prozent gesunken, Photovoltaik-Himbeeren

Ein US-Firmenchef hat sein eigenes Gehalt drastisch gekürzt, um das seiner Mitarbeiter zu verdoppeln; einer neuen Studie zufolge sind die globalen CO2-Emissionen des Energiesektors im vergangenen Jahr um zwei Prozent gesunken; eine Himbeerplantage zeigt, wie man Obst- und Weinbau mit Solarstromerzeugung kombinieren kann: Das sind die Good News des Tages.

Mit Foodsharing ein Zeichen gegen die Lebensmittelverschwendung setzen

Alleine in Deutschland landen jährlich 18 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll, davon sind 10 Millionen vermeidbar. Bei den meisten Haushalten landen dabei vor allem Gemüse, Obst und Backwaren in der Mülltonne. Doch auch schon vor dem Kauf gehen bereits in der Produktionskette pro Konsument 108 Kilogramm an Lebensmitteln verloren. Das beginnt in der Landwirtschaft geht über die Verarbeitung bis hin zum Einzel- und Großhandel. Dabei spielen hier oftmals rein ästhetische Gründe eine Rolle: Druckstellen oder Verfärbungen führen zu Aussortierungen in den Supermärkten, krumm gewachsenes Gemüse wird erst gar nicht in den Handel geliefert. Die Lebensmittelverschwendung ist ein ökologisches Desaster Diese Lebensmittelvernichtung ist in vielerlei Hinsicht ein Desaster. Die ökologischen Auswirkungen sind enorm, denn für jedes Nahrungsmittel, das wir wegwerfen, ist eine Wassermenge aufgewendet worden. Diese Wassermenge ist doppelt so hoch wie diejenige, die wir zum Waschen und Trinken benötigen. Somit trägt der Lebensmittelmüll mehr zum Klimawandel bei als der Verkehr. Schon alleine eine Halbierung würde soviel Klimagase einsparen, wie wenn jedes zweite Auto nicht mehr fahren würde! Daneben besitzt das Thema eine unglaubliche soziale Brisanz. …

Agrarwende

Goodbye, Antibiotika

Der massenhafte Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung führt in bedrohlichem Ausmaß zu Resistenzen. Großbritannien wagt den langsamen Ausstieg – mit ersten Erfolgen Willkommen in der englischen Serengeti“, sagt Gwyn Jones. Der Waliser, 64, steht in T-Shirt und Shorts vor einer Wiese, die in der Hitze des ungewöhnlich heißen und trockenen Sommers ganz braun geworden ist. Sie liegt in den South Downs, einem hügeligen Nationalpark eine Autostunde südwestlich von London. Im Schatten von ein paar Bäumen stehen seit gestern etwa 100 Rinder auf der Weide, um das letzte Gras abzufressen. Heute sind nur noch hier und da ein paar Büschel zu sehen. „Einen so heißen Sommer hatten wir seit 1976 nicht mehr“, sagt Jones. Das Vieh sieht dennoch zufrieden aus, gesund, gepfegt. Es frisst Gras, ist viel draußen an der Luft, hat Bewegung und Auslauf. Das ist einer der Gründe dafür, dass die Tiere nur wenig Antibiotika brauchen. Jones, der die meiste Zeit seines Lebens Landwirt war, ruft die Rinder zusammen. Sie gehören seiner Tochter. Er hilft oft mit auf ihrer konventionellen Farm, so wie …