Vom Industrieprodukt zum Selbstbausatz: Pioniere des nachhaltigen Produktdesigns

Eine nachhaltige Bauweise und Inneneinrichtung sorgt vielerorts für ein faszinierendes Facettenreichtum und hat gleichzeitig den Ressourcenverbrauch und die Produktionsweise im Blick. Deshalb zeichnen wir auf Good Travel auch seit Anfang an besondere Unterkünfte mit unserem „Architektur“-Nachhaltigkeitskriterium aus. Den Gastgeber*innen ist bewusst, dass sie mit ihren jeweiligen Häusern eine ganz besondere Verantwortung tragen und sie mit der individuellen Ausgestaltung ganz konkret einen positiven Beitrag leisten können. Von damals bis heute: Der Aufstieg vom nachhaltigen Design Ganz egal, ob kreatives Upcycling-Projekt oder Lampenschirm aus PET-Flaschen, die Möglichkeiten sind heute vielfältig und wirkungsvoll. Auch gibt es mittlerweile ganze Studiengänge, die sich der Nachhaltigkeit im Design widmen, doch das war nicht immer so. Dieser Beitrag soll einen Einblick über einige Pioniere des nachhaltigen Produktdesigns von damals bis heute geben. Victor Papanek – gegen verantwortungsloses Design „Es gibt Berufe, die mehr Schaden anrichten als der des Industriedesigners, aber viele sind es nicht.“ Mit diesem Satz beginnt Papaneks Beststeller „Design for the real world. Anleitungen für eine humane Ökologie und sozialen Wandel“, welches bis heute zu den wichtigsten Werken im Bereich …

Weniger ist Meer: Nachhaltig leben auf einem Segelboot

Ina lebt als freie Journalistin und digitale Nomadin seit 2017 auf einem Segelboot im Mittelmeer. In diesem Gastbeitrag erzählt sie, wie es dazu kam und was sie tut, um den Alltag auf ihrem schwimmenden Zuhause so nachhaltig wie möglich zu gestalten. „Why don’t you come sailing with me? Just for two weeks?” Das war vor dreieinhalb Jahren. Mike und ich lernten uns 2017 auf dem Jakobsweg kennen, auf dem wir aus ganz unterschiedlichen Gründen gelandet waren. Verlusterfahrungen und Enttäuschungen, Sinnsuche, Karriere- und Beziehungskrisen – von allem war etwas dabei. Wenige Wochen später besuchte ich ihn in Griechenland, wo sein 12,5 Meter langes und vier Meter breites Segelboot „Quench“ mein Leben verändern sollte. Als ich zum ersten Mal selbst das Steuer in Händen hielt, ließ ich es für 50 Meilen nicht mehr los. Ich segelte von der Insel Serifos bis ans griechische Festland, wo wir bei Sonnenuntergang vor dem majestätischen Poseidon-Tempel in Sounion vor Anker gingen. Ich hatte Blut geleckt – oder vielmehr: Meersalz geschmeckt. Den Wind, die Wellen, die Elemente und eine neue Energie gespürt. …