Faire Fahrräder aus Bambus

Die Geschichte von „myBoo“ beginnt mit einem Urlaubsfoto eines Freundes, der gerade durch Ghana reist. Darauf zu sehen: Ein Fahrrad aus Bambus. Das war Ende 2012 und die Empfänger des Fotos sind zu diesem Zeitpunkt frisch eingeschriebene Studenten in Kiel. Die Idee des Bambusfahrrads fasziniert sie und so gründen die zwei Kommilitonen Maximilian und Jonas kurzerhand das Unternehmen „myBoo“, welches heute nicht nur einzigartige Bambusfahrräder produziert und zum Verkauf anbietet, sondern darüber hinaus auch einen echten Mehrwert für die Gesellschaft bietet. Eine hundert Jahre alte Idee, neu gedacht Die Idee eines Bambusfahrrads ist alles andere als neu. Der schnell nachwachsende Rohstoff wurde bereits vor über 100 Jahren zum Bau von Fahrrädern verwendet. Dabei wurde das älteste Bambusfahrrad von 1894 jedoch ganz anders gebaut als die „myBoo“-Räder, die heute in liebevoller Handarbeit in Ghana produziert und anschließend in die Kieler Fahrradmanufaktur geliefert werden. Hier werden die Bambusfahrräder schließlich nach den ganz individuellen Kundenwünschen zusammengebaut. Einzigartige Räder, die Bildung ermöglichen Mit dem Kauf eines Bambusfahrrads bei „myBoo“ sichert man nicht nur faire Arbeitsplätze in Ghana, sondern ermöglicht …

Neue Perspektiven des Reisens auf dem Berlin Travel Festival entdecken

Das „Berlin Travel Festival“ ist unsere Lieblingsveranstaltung, wenn es darum geht, neue Reiseinspirationen zu schöpfen und interessante Menschen kennenzulernen. Daher sind wir auch seit Beginn des Festivals Jahr für Jahr mit dabei und mit einem Stand vor Ort vertreten. Doch dieses Jahr ist alles anders: Kostenloser Online-Stream vom 9. bis 12. März 2021: „A Stream Comes True!” Aufgrund der aktuellen Situation findet das Festival – wie viele andere Veranstaltungen – in diesem Jahr digital statt. Die kostenlose Online Video Show findet jeden Abend von 19 bis 21.30 Uhr im Nachgang an die ITB Berlin NOW vom 9. bis 12. März 2021 statt. Vollgepackt mit inspirierenden Reportagen, Videos, Panels, Portrait, Vorträgen, Interviews, Workshops und Expertengesprächen geht es unter dem Motto „Verreisen! Nur wie?“ vor allem um die Perspektive des Reisens in 2021. Außerdem werden konkrete, sofort umsetzbare Tipps sowie exklusive und attraktive Angebote, die sofort buchbar sind, vorgestellt. Dabei steht jeder Abend unter einem anderen Motto: Los geht es mit „Safe Trips – Safe Places“ über „Tiny Living & Slow Travel“ bis hin zu „Culture Travel“ …

Elektrisierende Roadtrip-Gefühle entlang der Elbe

Die Sehnsucht ist groß, das Fernweh immens und nach den vergangenen, teils sehr aufwühlenden Monaten wird deutlich, dass die Reiselust bei vielen nach wie vor ungebrochen ist. Im Fachjargon betiteln Expert*innen diesen Trend als „Revenge Travel“: Sobald es möglich ist, soll der Urlaub nachgeholt werden und dann möchte man sich für die verpasste Zeit ausgiebig revanchieren. Bis es soweit ist, heißt es erstmal weiter gedulden – jetzt erstmal mindestens bis Mitte März. Die Sehnsucht nach Abwechslung und Freiheit ist groß Doch so manch eine*r mag sich mittlerweile fragen, wie man die verbleibende Zeit jetzt noch gut herumkriegen könnte. Nach zahlreichen selbst gebackenen Bananenbroten, regenerierenden Online-Yoga-Sessions, stundenlangem Bingewatching diverser Streamingplattformen oder dem was-weiß-ich-wievielten Spaziergang vor der eigenen Haustür, ist die Sehnsucht nach Abwechslung und einem Tapetenwechsel bei vielen groß. Wie wäre es mit einem Roadtrip durch die eigene Stadt? Schließlich kommt bei wohl kaum einer anderen Reiseform so viel Freiheitsgefühl auf, wie bei einem klassischen Roadtrip. Vor allem dann, wenn man sich bei offenem Fenster und guter Musik den Fahrtwind ins Gesicht wehen lässt, stellt sich …

Plastikfrei reisen mit dem Duschbrocken

„Nur wer umherschweift, findet neue Wege.“ besagt ein norwegisches Sprichwort und trifft ziemlich genau auf Johannes und Christoph zu, die sich beide 2017 während einer einjährigen Weltreise kennenlernten. Während einer dreitägigen Tour durch den Amazonas-Regenwald kam den beiden Freunden eine Idee, die ihr Leben ganz schön auf den Kopf stellen sollte. Inspiration fanden die beiden inmitten des Amazonas-Regenwalds Sie fragten sich, wie sie minimalistisch reisen können, was ihnen auf Reisen wirklich wichtig ist und wo sie keine Abstriche machen könnten. Dabei kamen sie zu dem Schluss, dass man gut mit wenig Kleidung im Gepäck reisen kann und spezielle Dinge wie Schnorchelmasken besser vor Ort ausleiht anstelle sie mitzuschleppen. Eine Sache gab es jedoch, bei der sie nicht verzichten wollten: Das regelmäßige Reinigen von Haut und Haar. Gleichzeitig waren sie mit den konventionellen Lösungen am Markt unzufrieden. Denn herkömmliches Shampoo und Duschgel in flüssiger Form und Plastikverpackung nerven nicht nur viele Reisende, sondern auch die Umwelt. Und so war die Idee zum Duschbrocken geboren. Von der eigenen Küche in die Stuttgarter Seifenmanufaktur Ein halbes Jahr lang …

Weniger ist Meer: Nachhaltig leben auf einem Segelboot

Ina lebt als freie Journalistin und digitale Nomadin seit 2017 auf einem Segelboot im Mittelmeer. In diesem Gastbeitrag erzählt sie, wie es dazu kam und was sie tut, um den Alltag auf ihrem schwimmenden Zuhause so nachhaltig wie möglich zu gestalten. „Why don’t you come sailing with me? Just for two weeks?” Das war vor dreieinhalb Jahren. Mike und ich lernten uns 2017 auf dem Jakobsweg kennen, auf dem wir aus ganz unterschiedlichen Gründen gelandet waren. Verlusterfahrungen und Enttäuschungen, Sinnsuche, Karriere- und Beziehungskrisen – von allem war etwas dabei. Wenige Wochen später besuchte ich ihn in Griechenland, wo sein 12,5 Meter langes und vier Meter breites Segelboot „Quench“ mein Leben verändern sollte. Als ich zum ersten Mal selbst das Steuer in Händen hielt, ließ ich es für 50 Meilen nicht mehr los. Ich segelte von der Insel Serifos bis ans griechische Festland, wo wir bei Sonnenuntergang vor dem majestätischen Poseidon-Tempel in Sounion vor Anker gingen. Ich hatte Blut geleckt – oder vielmehr: Meersalz geschmeckt. Den Wind, die Wellen, die Elemente und eine neue Energie gespürt. …

Die Mosel Chalets machen alles anders und dabei alles richtig

Zu Gast in den Mosel Chalets. Ein Gastbeitrag von Charlott Tornow: Wenn ich an den Sommer 2020 zurückdenke, dann werde ich mit Blick auf unsere aktuelle Situation richtig wehmütig. Fast wäre Urlaub in diesem Jahr gar nicht möglich gewesen und dann erlebte Deutschland als Reiseland einen Boom wie lange nicht. Während ich deutsche Destinationen vorher immer schamlos verschmähte, wurden sie nun zu meinem Sehnsuchtsort. Klar gab es Regionen, die ich schon immer mal sehen wollte, aber das hatte noch Zeit. Jetzt wollte ich gar nicht schnell genug nach Rügen, in die bayrischen Alpen oder an die Mosel. Die Mosel! Wenn mich jemand fragt, wo es mir dieses Jahr in Deutschland am besten gefallen hat, dann steht die Region in Rheinland-Pfalz auf Platz 1. Die Mosel in Rheinland-Pfalz als Sehnsuchtsort Das liegt einerseits an den vielen kleinen Märchenorten entlang des Flusses: An der Burg Eltz, versteckt im Eltz-Tal und unversehrt seit dem 13. Jahrhundert, kann man sich gar nicht satt sehen. Cochem mit seinen bunten Fachwerkhäusern und der mächtigen Reichsburg sieht so aus, als hätte jemand …

Good Travel Adventskalender mit Gewinnspiel auf Instagram

Dieses Jahr dürft ihr euch auf einen Adventskalender der besonderen Art freuen: Auf unserem Instagramkanal starten wir ab dem 1. Dezember ein Adventskalender-Quiz. In unserem Ratespiel stellen wir euch Fragen zum Thema des nachhaltigen Reisens. Außerdem erfahrt ihr allerlei Wissenswertes und Kurioses zu den Themen Nachhaltigkeit im Allgemeinen, Länder Know-How sowie Sitten und Traditionen anderer Länder! Unter allen Teilnehmenden verlosen wir einen Reisegutschein Das Schöne: Unter allen Teilnehmer*innen verlosen wir am Ende des Ratespiels einen Good Travel Reisegutschein im Wert von 50,- Euro! Damit ihr keine Frage verpasst, folgt schon jetzt unserem Instagram-Account @goodtravelplaces und macht mit beim Good Travel Adventskalender-Quiz! Wir freuen uns wahnsinnig auf euch und wünschen euch eine besinnliche Vorweihnachtszeit mit vielen Keksen und dem ein oder anderen Glühwein.

Fünf Orte zum Überwintern

Mit ihrem frühlingshaft-milden Klima über das ganze Jahr hinweg sind die kanarischen Inseln ein wahrer Sehnsuchtsort für Reisende aus Europa. Vor allem in den grau-kalten Herbst- und Wintermonaten sucht man hier Licht, Wärme und Palmenflair – und wird fündig. Die Vulkaninsel Lanzarote, im Nordosten der Kanaren unweit der marokkanischen Küste gelegen, ist dabei ein ganz besonderer Kraftort. Mit einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von 20 Grad Celsius ist die Insel ein idealer Ort zum Überwintern. Wir stellen euch fünf ganz besondere Orte auf Lanzarote vor, die sich wunderbar für einen längeren Aufenthalt eignen. Im Übrigen kann man hier auch ganz einfach das Homeoffice hin verlegen und fernab der großen Stadt zur Ruhe finden. Ein Urlaub auf den kanarischen Inseln ist aktuell nach wie vor möglich, denn die Inselgruppe scheint, auch aufgrund ihrer abgeschiedenen Lage, die Pandemie weitgehend unter Kontrolle bekommen zu haben. Aufgrund der dynamischen Lage, empfehlen wir, euch vor dem Reiseantritt über die aktuellen Einreisebestimmungen zu informieren. 1. Casa Alegría, Lanzarote, Spanien Die Ferienwohnung Casa Alegría befindet sich im ursprünglichen, ländlichen Part von Lanzarote, fernab der …

Ein ganzheitliches Rezept für ein langes Leben

Die sogenannten „Blue Zones“ hüten ein ganz besonderes Geheimnis: Ein Rezept für ein langes, erfülltes Leben. Insgesamt fünf Regionen dieser Welt bezeichnet man als blaue Zone. Neben fernen Zielen wie der Nicoya-Halbinsel auf Costa Rica, einer kalifornischen Gemeinde namens Loma Linda und der japanischen Insel Okinawa schaffen es auch zwei europäische Inseln auf die Liste: Sardinien in Italien und die kleine Insel Ikaria in Griechenland. Hier leben überdurchschnittlich viele Neunzig- und Hundertjährige, die sich bester Gesundheit erfreuen. Doch was steckt eigentlich dahinter und was ist das Geheimnis hinter den „Blue Zones“? Können wir uns davon vielleicht sogar etwas abgucken? Abgeschiedenheit und viele Sonnenstunden Zuallererst fällt auf, dass sich fast alle „Blue Zones“ auf Inseln befinden oder recht abgelegen liegen. Gleichzeitig herrscht an allen Orten ein überwiegend warmes Klima vor und es gibt viele Sonnenstunden. Nun leben längst nicht alle von uns an abgeschiedenen Orten, die regelmäßig von der Sonne geküsst werden. Das Schöne: Neben den geografischen und klimatischen Bedingungen, gibt es weitere Gemeinsamkeiten der blauen Zonen, die man ganz einfach in den eigenen Alltag integrieren …

In eigener Sache: Good Travel gewinnt den „WSA Award-Germany 2020”

In Zeiten wie diesen sind Lichtblicke so wichtig, darum freuen wir uns umso mehr, dass unsere Arbeit dieses Jahr mit dem „UN World Summit Award – Germany 2020“ (kurz: WSA Award) ausgezeichnet wurde. In der Rubrik „Culture & Tourism“ haben wir den diesjährigen „Digital Impact Award“ gewonnen. WSA Award: Den Planeten gemeinsam lebenswerter gestalten Der internationale Wettbewerb prämiert digitale Lösungen, die die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der UN (kurz: SDGs für „sustainable development goals“) umsetzen. Die 17 SDGs, die 2015 verabschiedet wurde, sollen aktiv dazu beitragen, unseren Planeten bis 2030 lebenswerter zu machen. Die Jury findet, dass wir mit unserer Plattform eine Lösung kreiert haben, „die von ihrem Impact, der Funktionalität, dem Design und der technischen Umsetzung herausragend“ ist. Wir freuen uns wirklich sehr über die Auszeichnung. Mit Good Travel tragen wir einen kleinen Teil dazu bei, die Welt ein Stück weit nachhaltiger, bunter und schöner zu machen. Die Auszeichnung sorgt dafür, dass Good Travel automatisch auch für den globalen WSA Award nominiert wurde, der nun in einer zweiten Runde ermittelt wird. Ob sich unsere Plattform …

Auf zwei Rädern durch die Berge nach Venedig

Seit 2015 verbindet der Radfernweg München-Venezia die bayrische Landeshauptstadt und die Lagunenstadt Venedig miteinander. Auf bis zu 1.530 Metern umfasst der Weg nach Süden eine Länge von insgesamt 560 Kilometern und passiert dabei drei Länder. Genau diesen Weg über den Brenner in Richtung Italien kenne ich von mehreren Urlauben im Süden nur zu gut, jedoch bisher lediglich von dem Blick aus dem Autofenster. Diesen Sommer aber, sollte genau dieser Weg mit bloßer Beinkraft auf dem Fahrrad zurückgelegt werden. Beim Gedanken daran, wurde ich getrieben durch große Begeisterung aber auch ein wenig Bammel, schließlich galt es die Alpen zu überqueren! Gemeinsam mit einer Freundin entschieden wir, mit einer kleinen Abänderung des Startpunktes, innerhalb von zwei Wochen in Venedig anzukommen. Mit jeweils zwei dick gepackten Fahrradtaschen, inklusive Campingausrüstung starten wir die Tour in Rosenheim, einer Kleinstadt am Inn, die rund 60 Kilometer südöstlich von München liegt. Los geht’s in Rosenheim, einer idyllischen Kleinstadt am Inn Los geht es gemütlich entlang des Inns durch das Alpenvorland in Richtung Innsbruck. Nach guten 30 Kilometern überqueren wir vor Kufstein die …

Ein luxuriöses Versteck mitten in der Natur

Zu Gast in den Lütetsburg Lodges. Ein Gastbeitrag von Milena Magerl: Eine kalte Brise weht durch das geöffnete Fenster und ich kann das Knacken der Äste um mich herum wahrnehmen. Ich öffne die Augen, rolle mich ganz langsam zur Seite und versuche mich möglichst unauffällig aufzurichten, um unbemerkt durch das große Fenster über meinem Kopf schauen zu können. Denn ich will nachsehen, welche tierischen Nachbarn in dem Blätterdach, das mich umgibt, gerade unterwegs sind. Mein Blick geht direkt in die dichten Baumkronen und ich staune nicht schlecht, als mir ein kleines Eichhörnchen entgegenblickt. Ich lege mir die weiche Decke um die Schultern und beobachte von meinem gemütlichen Nachtlager aus das lebendige Leben, das sich hier oben abspielt. Statt das Treiben wie gewohnt vom Boden aus zu erleben, fühle ich mich der Natur hier ganz nah. Das Gefühl erinnert mich ein wenig an einen Tauchgang – nur eben über Wasser: Während Meerestiere bei Schnorchlern, die an der Wasseroberfläche rumplantschen, schnell die Flucht ergreifen, scheinen Taucher teil der Unterwasserwelt zu werden. Auch ich fühle mich gerade, als …

Tiny Adventures im Chiemgau

Die Bayerischen Alpen bieten alles, was das Outdoorherz begehrt: feinste Wanderrouten, Badebuchten und Brotzeitglück auf der Alm. traumhafte Berge, Bäche, Flüsse, Wälder, Wiesen, Moore, Aulandschaften, aber auch Burgen, Klöster, idyllische Dörfer, entzückende mittelalterliche Städtchen, Kunst, Kultur und Brauchtum. Wer einmal in dieser zwischen Bayern und Österreich eingeklemmten Romantikregion geurlaubt hat, weiß, dass er dringend nochmal wiederkommen muss. Besonders gut gefällt uns der sogenannte Alpenplan, der die Naturbelassenheit des Kulturraums Alpen garantieren soll. Die altüberlieferte Biervorliebe wiederum beschert dem Besucher unzählige kleine Brauereien in der Gegend. Also: Prost! Und hin da. Ein traumhaftes Fleckchen Deutschland wartet auf alle, die gerne draußen, wanderlustig und hungrig sind. Unsere liebsten Orte im Chiemgau Der „Alpakahof Hasenoehrl“ am Chiemsee. Der Besuch des alten Bauernhofs ist für jedes Alter geeignet und tatsächlich magisch. Hier bekommt man weder ein Hipster- noch ein Luxushotel, sondern echtes Oberbayerngefühl. Der Chieminger Badestrand ist von dort aus mit dem Auto in wenigen Minuten erreichbar. Der „Hochberg“ ist ein wunderbarer Ort, um den Sonnenuntergang über dem Chiemsee anzuschmachten. Im Biergarten des Alpengasthofs kann man gut essen und …

Wie sich Overtourism-Destinationen in der Krise neu erfinden

Amsterdam verbietet die private Vermietung von Ferienwohnungen im Stadtzentrum und Venedig verbannt Kreuzfahrtschiffe bis zum Jahresende aus der Lagune: Das sind nur zwei Entwicklungen, die man in den letzten Monaten in der Nachrichtenlandschaft lesen konnte. Immer mehr Destinationen, die mit Overtourism konfrontiert sind, bzw. waren, stellen sich dem Problem und möchten einen fairen Tourismus in ihrer Region fördern. Die Wichtigkeit von staatlichen Maßnahmen und zivilgesellschaftlichen Initiativen Neben staatlichen Regulatoren wie Gesetzen, spielen dabei auch Initiativen aus der Zivilgesellschaft eine zentrale Rolle. Das zeigt das Beispiel aus Venedig: So ist das Verbot von Kreuzfahrtschiffen der jahrelangen Arbeit des Bürgerkomitees „No grandi navi“ (zu deutsch: „Keine großen Schiffe“) zu verdanken. Dabei spielte auch die Coronakrise eine entscheidende Rolle: Die Pandemie sorgte für ein Umdenken bei vielen Venezianer*innen, die in der Krise eine Chance sahen. Eine Chance, den Tourismus neu aufzustellen und nachhaltiger zu gestalten. Ein nachhaltiges Miteinander zwischen Reisenden und Bereisten fördern So steigert die Organisation „Venezia Autentica“ mit ihrer Plattform beispielsweise die Akzeptanz zwischen den Touristen und Einheimischen. Reisende können auf der Plattform Aktivitäten buchen und …