25.11.2020

Oiko-was? Wie aus Geld GUTES GELD wird

Oiko-was? Wie aus Geld GUTES GELD wird Am Mittwoch den 25. November 2020 von 19:00 bis 20:00 Uhr Wie kann ich aus meinem Geld GUTES GELD machen? Und wie funktioniert die Geldanlage bei Oikocredit? Eine online-Veranstaltung für alle, die mit ihrem Geld etwas Positives bewirken möchten. Kurz, knackig und leicht verständlich erklären wir bei der online-Veranstaltung, was Oikocredit macht und wie die Geldanlage bei der Genossenschaft zu einem besseren Leben für benachteiligte Menschen beiträgt. Es wird interaktiv, es wird informativ und es wird die Möglichkeit geben, jede Menge Fragen zu stellen. Vorwissen wird nicht benötigt. Referent*innen Corinna Groß, Oikocredit Marc Ehrmann, Oikocredit Hier anmelden! Mehr Informationen hier

„Krisen können uns wachrütteln!“

Aysel Osmanoglu sitzt seit 2017 im Vorstand der GLS Bank. Die Betriebswirtin hofft, dass wir als Gesellschaft und auch die Banken aus der Coronakrise lernen. Inwiefern wirken sich Krisen an den Finanzmärkten – aktuell die Coronakrise – auf nachhaltige Banken wie die GLS Bank aus? Krisen können uns wachrütteln! Was ist wichtig im Leben? Wie ist mein Verhältnis zu meiner Umgebung, zu den Menschen und zur Natur? Was kann ich besser machen? Das kann uns widerstandsfähiger machen, individuell und gesellschaftlich – auch als Bank. Es ist noch zu früh, um genaue Prognosen zu treffen, aber unsere ersten Risikoanalysen, mit denen wir derzeit abzuschätzen versuchen, wie sich Corona auf unsere Zahlen auswirken wird, haben gezeigt, dass wir als Bank widerstandsfähig sind. Wir sind gut gewappnet. Auch von der Finanzkrise waren wir damals nicht negativ betroffen, weil wir nicht an der Börse spekulieren, sondern in Unternehmen investieren, die sich um Grundbedürfnisse wie Ernährung, erneuerbare Energien oder Wohnen kümmern. Doch die Corona-Krise betrifft auch uns als nachhaltige Bank, weil wir mit der Realwirtschaft zu tun haben. Wir sehen, …

Nachhaltige Banken

Das kannst du mit deinem Girokonto bewirken

Ob Genossenschaftsbank, große Privatbank oder eine nachhaltige Alternative: Es macht einen Unterschied, wo wir unser Girokonto haben – sei es mit Blick auf Menschenrechte, Umweltschutz oder den Klimawandel. Immer mehr Menschen in Deutschland parken ihr Geld auf dem Girokonto. Ende 2018 lagen dort insgesamt 890 Milliarden Euro, wie eine Studie des FinTech-Unternehmens Deposit Solutions ergab. Das ist fast doppelt so viel wie noch sieben Jahre zuvor. Eine riesige Summe Geld – die viel bewirken kann. Denn die eigene Hausbank finanziert mitunter Unternehmen, die auf fossile Energien, Tierversuche, Kinderarbeit oder Gentechnik setzen. Deswegen sagt auch Christian Klein, Professor für nachhaltige Finanzwirtschaft an der Uni Kassel: „Egal, was wir mit unserem Geld machen, wir bewirken immer etwas. Wenn Sie sagen, es ist mit Ihrem Gewissen nicht vereinbar, wenn Geld in Waffen oder Atomkraft angelegt wird, dann sollten Sie genau gucken, was Ihre Hausbank mit dem Geld macht. Es liegt in der Verantwortung des Verbrauchers, sich damit zu befassen.” Doch Klein stellt eine generelle Trägheit fest: „Einem Großteil der Menschen – gerade älteren Generationen – fällt es schwer, …

ZDF-Serie Bad Banks

Falsch gespart

In der zweiten Staffel der ZDF-Serie Bad Banks wollen geläuterte Ex-Banker*innen es besser machen: nachhaltiger und klimafreundlicher. Gelingt der Strukturwandel? Am Ende gibt es keinen ohne Schuld. Keinen, der nicht verwundet ist. Das System frisst exemplarisch seine Anzugträger, Kostümgestalten und deren hippe Antagonisten. In der zweiten Staffel der ZDF-Serie Bad Banks geht es erneut um die durch einen Finanzskandal schwer angeschlagene, fiktive Deutsche Global Invest. Erzählt wird, das sei vorab gesagt, ebenso zynisch wie scharfkantig. Und der Episoden-Thriller ist brutal – ohne dass allzu viel Blut vergossen wird. Ok, ein schmieriger Investor kriegt zurecht was im eigenen Wellness-Keller auf die Nase und die eine oder andere Nebenfigur erwischt es schließlich endgültig. Eine solide Schlägerei gibt’s am Ende auch. Sonst ist das alte Hauptthema der vielfach prämierten Serie von 2018 – das dunkle, böse Investmentbanking – oberflächlich einem neuen, vermeintlich guten gewichen. Der Gegenpol zum Turbo-Kapitalismus der Global Invest ist die junge Firma Green Wallet. Das Finanz-Start-up oder FinTech bietet dem wegen des Skandals gefallenen Banker-Nachwuchs aus Frankfurt eine neue Chance. Dafür müssen Jana Liekam (Paula …

Buddhas Ökonomen

Mindful Finance macht den Kapitalismus menschlicher

Mindful Finance klingt ein wenig verträumt – hat aber das Potenzial, unser Wirtschaftsleben spürbar auf Menschen und deren Beziehungen auszurichten. Es fühlt sich merkwürdig an, einen Workshop über Finanzen mit einer Meditation zu beginnen. Erst einmal zwei Minuten lang in sich hineinhören, und dann erst die eigenen Antennen auf Empfang stellen? Allerdings scheine ich der einzige im Raum zu sein, dem das seltsam vorkommt. Für alle anderen Teilnehmer*innen bei diesem Seminar zu Mindful Finance in München wirkt das wie selbstverständlich, die meisten von ihnen erzählen auch in der Vorstellungsrunde, was Meditation für sie bedeutet. Selbstfindung als Geschäftsgrundlage? Nicht ganz. Es handle sich nicht um eine individuelle, sondern um eine gemeinsame Meditation, erläutert Friedhelm Boschert, Gründer des Mindful Finance Institute und Initiator der Veranstaltung. Auf diese Weise wird eine Beziehung zwischen allen Teilnehmer*innen hergestellt. Und Beziehungen sind wichtig bei diesem Thema. Beziehungen sind zwar auch in der herkömmlichen Wirtschaftswelt bedeutend – wie alle wissen, die sich schon einmal um einen Job oder einen Auftrag beworben haben. Aber in der Mindful-Welt spielen sie noch einmal eine ganz …

Landwirtschaft in Ruanda

Mit dem Tee wachsen

Immer neue Investitionen für immer mehr Wachstum sind bei uns eher Teil des Problems als der Lösung. In anderen Teilen der Welt sieht das anders aus: Eine Teefabrik in Karongi zeigt, wie Geld aus Europa effektiv in Ruanda eingesetzt wird. Hier“, sagt David Mutangana, der Direktor der Teefabrik in Karongi, „hier wird die neue Fertigungsstraße stehen“. Wo derzeit nur ein leerer Raum in einer Halle zu sehen ist, sieht David neue Kapazitäten, neue Qualitäten, neue Potenziale. Und neue Arbeitsplätze: 60 Arbeiter beschäftigt die Fabrik derzeit, mit der zweiten Fertigungsstraße wird sich ihre Zahl verdoppeln. Die Produktion der Fabrik soll sich in der Anlaufphase von drei auf fünf Tonnen pro Tag erhöhen, aber der Unternehmer ist zuversichtlich, die Kapazität langfristig auf zehn bis 15 Tonnen hochfahren zu können. Immer wieder checkt er auf seinem Smartphone live die Preise, die seine Produkte an der Börse erzielen. Wie war’s denn heute, David? „Ordentlich: 2,42 Dollar pro Kilo für die Qualität PF2, für BP1 sogar zwischen 3,5 und 4,2 Dollar.“ Eine ganz normale Fabrikbesichtigung eigentlich. Bis auf den Ort, …

Jeremy Rifkin über Finanzmärkte im Wandel

Das Kapital wird grün

Der Zukunftsforscher Jeremy Rifkin ist überzeugt: Die Finanzmärkte sind bereit zu einem radikalen Umsteuern. Raus aus Öl und Kohle, Auto und Chemie. Rein in Wind und Sonne, Sharing und Gemeinschaft. Wenn man sie lässt. Herr Rifkin, jeden Tag lesen wir, jeden Freitag auf den Straßen hören wir, dass viel zu wenig und viel zu spät gehandelt wird, um die Klimakatastrophe zu verhindern. Und Sie verheißen uns, dass innerhalb von zehn Jahren die fossile Industrie zusammenbrechen und eine neue Wirtschaft entstehen wird? Genau das. Der Kollaps der fossil befeuerten Zivilisation steht unmittelbar bevor. Und dieser Zusammenbruch ist kein Problem – sondern eine Chance. Die Chance nämlich, eine neue, grüne Ära entstehen zu lassen, indem wir die Infrastruktur für die dritte industrielle Revolution aufbauen. Diese Infrastruktur vereint das digitale Kommunikationsinternet, das digitale nachhaltige Energieinternet und das digitale Mobilitäts- und Logistikinternet – auf einer in den Gebäudebestand integrierten Matrix des Internets der Dinge. Das klingt komplex. Wie soll das in dieser kurzen Zeit funktionieren? Wir sind ja schon mittendrin. Die Kosten für die Erzeugung von Solar- und Windenergie …

Mindful Finance

Wie Buddhas Ökonomen den Kapitalismus menschlicher machen

Mindful Finance klingt ein wenig verträumt – hat aber das Potenzial, unser Wirtschaftsleben spürbar auf Menschen und deren Beziehungen auszurichten. Es fühlt sich merkwürdig an, einen Workshop über Finanzen mit einer Meditation zu beginnen. Erst einmal zwei Minuten lang in sich hineinhören, und dann erst die eigenen Antennen auf Empfang stellen? Allerdings scheine ich der einzige im Raum zu sein, dem das seltsam vorkommt. Für alle anderen Teilnehmer*innen bei diesem Seminar zu Mindful Finance in München wirkt das wie selbstverständlich, die meisten von ihnen erzählen auch in der Vorstellungsrunde, was Meditation für sie bedeutet. Selbstfindung als Geschäftsgrundlage? Nicht ganz. Es handle sich nicht um eine individuelle, sondern um eine gemeinsame Meditation, erläutert Friedhelm Boschert, Gründer des Mindful Finance Institute und Initiator der Veranstaltung. Auf diese Weise wird eine Beziehung zwischen allen Teilnehmer*innen hergestellt. Und Beziehungen sind wichtig bei diesem Thema. Beziehungen sind zwar auch in der herkömmlichen Wirtschaftswelt bedeutend – wie alle wissen, die sich schon einmal um einen Job oder einen Auftrag beworben haben. Aber in der Mindful-Welt spielen sie noch einmal eine ganz andere Rolle. …

Wald als Investment

Forst For Future

Heute säen, im nächsten Jahrhundert ernten – kaum ein Investment ist so sinnstiftend und so langfristig wie das in Wald. Gerade das kann dieses Segment attraktiv machen. Meint ein erfahrener Waldbesitzer. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts und bis 1945 bewirtschaftete die Familie von der Osten den Blumberger Wald im Norden Brandenburgs. Das Herz meines Großvaters Henning schlug so sehr für den Wald, dass er als promovierter Volljurist in Eberswalde noch Forstwirtschaft studierte. Ihm war bewusst, dass der Wald im Spannungsfeld zwischen sozialer und ökologischer Verantwortung sowie wirtschaftlicher Notwendigkeit steht. Er ließ ein Drittel des Blumberger Waldes unter Naturschutz stellen. Die Satzung, die er seinerzeit aufsetzte, diente nach der Wiedervereinigung als Vorbild für viele Naturschutzgebiete in ganz Brandenburg. 1997 kaufte die Familie einen großen Teil dieses Waldes vom Staat zurück. Heute bewirtschafte ich ihn. In diesen Herbsttagen gehe ich besonders gern, am liebsten unmittelbar nach dem Regen, durch unseren Wald. Dann duftet es intensiv nach feuchtem Laub. Es sind klitzekleine Schimmelpilze im Erdboden, die wohlriechende Öle hervorbringen, die nach dem Regen die Luft so wunderbar anreichern. …