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Zeit zu handeln: Per Altersvorsorge zum Klimahelden

Die Zeit drängt. Während politische Akteure wie das Europäische Parlament den Klimanotstand ausrufen, fragen sich immer mehr Menschen: Welchen Beitrag kann ich persönlich leisten? Die effektivsten Maßnahmen für unseren Planeten sind oft andere als erwartet Wie wollen wir leben? Diese simple Frage steht heute im Zentrum unseres Handelns. Schließlich bestimmen wir im Hier und Jetzt darüber, welchen Planeten wir und unsere Kinder in zehn, zwanzig oder fünfzig Jahren vorfinden. Fest steht: Den Kampf um einen lebenswerten Planeten gewinnen wir nur gemeinsam. Der Schauplatz zur Lösung der Klimakrise ist unser alltägliches Handeln. Um genau dort anzusetzen, lohnt sich ein Blick auf die Pangaea Life Investment-Rente, welche die Themen Klimaschutz und Altersvorsorge zusammenbringt. Flugscham oder Investorenstolz? Viel ist über die wirksamsten Möglichkeiten zur Reduktion des weltweiten CO2-Austoßes diskutiert worden. Entsprechend lang ist die Liste an Vorschlägen: Verbot von Inlandsflügen, Sonder-Steuern auf SUVs oder der Verzicht auf Fleisch. Der achtsame Umgang mit Klimakillern ist zu begrüßen. Die vielleicht effektivste individuelle Klimaschutz-Maßnahme ist aber nur wenigen Menschen bekannt. Denn was die Reduktion von Treibhausgasen betrifft, stellen grüne Geldanlagen viele …

Reporter ohne Grenzen macht Druck

Weltweiter Kampf für die Pressefreiheit

Die Arbeitsbedingungen für Medien werden in vielen Ländern der Welt immer schwieriger. Reporter ohne Grenzen kämpft unermüdlich gegen Zensur und hilft bedrohten und inhaftierten Journalisten ganz konkret Mindestens 51 Journalistinnen und Journalisten sind nach Zählung von Reporter ohne Grenzen im vergangenen Jahr weltweit in Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet worden – so wenige wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr. Das klingt zunächst nach einer guten Nachricht, doch insgesamt hat sich die Lage der Pressefreiheit keineswegs verbessert: Zurückgegangen ist die Zahl der Getöteten vor allem in Krisenländern wie Syrien, Jemen und Afghanistan, die Zahl der Journalistenmorde etwa in Lateinamerika verharrt aber auf hohem Niveau. Zum Stichtag 1. Dezember 2019 saßen zudem 389 Medienschaffende wegen ihrer Arbeit im Gefängnis, 12 Prozent mehr als im Vorjahr. Und medienfeindliche Hetze und Angriffe, online wie offline, erschweren Journalistinnen und Journalisten auch in vermeintlich sicheren Weltregionen zunehmend die Arbeit. Fast die Hälfte der Inhaftierten saß in nur drei Ländern im Gefängnis: China, Ägypten und Saudi-Arabien. Allein in China waren es 120 Inhaftierte, doppelt so viele wie im Vorjahr. Vor allem gegen …

Buchempfehlung

„Deine Wahl“: Mit progressiven Optimisten zum Systemwechsel

Buchautor Christopher Peterka erklärt im Interview, warum sich unser Schicksal nicht nur an Plastiküten entscheidet und wie wir als progressive Optimisten den notwendigen Wandel des Systems beschleunigen können Für Humanist und Unternehmer Christopher Peterka ist die Sache klar: Wir haben jetzt die Chance, grundlegende Weichen für die Zukunft zu stellen. Wollen wir so weitermachen wie bisher und mit kleinen Änderungen vorangehen oder für den umfassenden, weitreichenden Wandel sorgen? Peterka liefert in seinem Buch „Deine Wahl“ gute Gründe, groß zu denken und einen Systemwechsel anzustreben – alles Dank einer Einstellung, die er „progressiver Optimismus“ nennt. Ein Gespräch über Plastiküten und die Verantwortung für unseren Planeten. Herr Peterka, in Ihrem Buch schreiben Sie, dass „ein paar Milliarden Plastiktüten weniger im Umlauf kaum den Planetenretten“ werden. Ist das nicht ganz schön negativ? Jede Plastiktüte, die wir einsparen, ist gut – ohne Zweifel. Aber es ist nun einmal leider so: Nur mit guter Laune und kleinen Schritten kommen wir nicht schnell genug voran. Das Problem ist deutlich zu groß, um es mit dem Verzicht auf Plastiktüten oder Strohhalme lösen …

Sanfter Tourismus

Nachhaltig Reisen ist kein Widerspruch

Franziska Diallo und Judith Hehl vermitteln auf ihrer Plattform Good Travel nachhaltige Urlaubsunterkünfte und teilen im dazugehörigen Blog viele Informationen, Tipps und Anregungen rund um nachhaltigen Tourismus. Sie zeigen, dass Reisen ein Weg sein kann, um Nachhaltigkeit in anderen Regionen bewusst zu fördern und zu unterstützen Franziska und Judith – ihr vermittelt auf Good Travel nachhaltige Urlaubsunterkünfte. Aber ist es nicht am nachhaltigsten, erst gar nicht zu verreisen und seinen Urlaub zu Hause zu verbringen? Franziska: Diese Sicht ist uns zu einseitig. Durch Reisen kann man andere Menschen, Kulturen und Landstriche kennenlernen, es erweitert den Horizont und dient der Völkerverständigung. Auch hat Nachhaltigkeit neben der ökologischen ja eine soziale und wirtschaftliche Seite. Man kann durch die Wahl des Urlaubsortes bewusst strukturschwache Regionen fördern, die außerhalb des Tourismus keine wirtschaftliche Perspektive haben. Und bei Unterkunft, Essen und Aktivitäten ganz gezielt kleine unabhängige Anbieter unterstützen, die ihre Leute gut bezahlen, regionale Biowaren produzieren und die Natur schützen. Judith: Natürlich sollte sich jeder bemühen, die für An- und Abreise anfallenden Emissionen möglichst gering zu halten. Unsere Unterkünfte liegen …

Das Netz wird grün

Wasser, Wind und Sonne für das Internet

Auch wenn man es nicht sieht: Surfen und Streamen im Internet verschlingen riesige Mengen an Energie. Schon ist vom Internet als Klimakiller und Klickscham die Rede. Klimafreundlich unterwegs ist hier nur, wer konsequent auf Öko-Strom setzt. So wie die Telekom: Ihr Netz in Deutschland ist seit Jahresbeginn grün, ab 2021 wird sie weltweit nur noch Strom aus erneuerbaren Energien verwenden. Für den Konzern ein wichtiger Schritt, um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen Vor einigen Jahren bestand eine gute Musik- und Filmesammlung in der Regel aus unzähligen CDs oder DVDs. Heute sind die silbernen Scheiben in ihren Plastikhüllen verzichtbar geworden: Die meisten Menschen streamen Musik und Filme über das Internet, Millionen Songs, Filme und Serien sind online verfügbar, ohne dass dafür Tonnen an Plastik produziert werden müssen. Das spart nicht nur Geld und Platz, sondern auch Ressourcen. Klingt toll. Aber automatisch besser für Umwelt und Klima ist es nicht. Forscher haben festgestellt, dass der online-Musikkonsum höhere Treibhausgasemissionen verursacht als die Produktion von CDs. Schließlich werden auch hier Ressourcen benötigt, um die Daten zu speichern und über …

Revolutioniert Erbsenprotein unsere Ernährung?

Alles auf Grün

Ein Metzgermeister aus Castrop-Rauxel, eine kleine gelbe Erbse und der Plan, die moderne Lebensmittelindustrie von innen umzukrempeln. Das ist die Geschichte von AMIDORI. Die Küken gaben Friedrich Büse den Rest. Da hatte er beruflich schon über 50 Länder bereist, hatte Fastfood-Ketten und Lebensmittelkonzerne beraten. Viel hatte er gesehen. „Auch viel Elend”, wie er sagt. Aber in einer deutschen Fabrikhalle, wo millionenfach männliche Küken geschreddert werden, war für ihn die Reise zu Ende: „Da war mir mit einem Mal klar, ich kann keine Tierfabrik mehr sehen.” Gut zehn Jahre ist das jetzt her. Heute führt Friedrich Büse die AMIDORI Food Company GmbH & Co. KG. Das Unternehmen mit Sitz in Stegaurach bei Bamberg hat er 2015 mit einem Partner gegründet. Es produziert Convenience-Food, halbfertige Produkte, die sich schnell und einfach zubereiten lassen. Statt Fleisch kommt dabei Erbsenprotein zum Einsatz: vegane Burger, vegetarische Chicken-Nuggets, Kebab, Geschnetzeltes und Hack – alles ohne totes Tier, alles mit pflanzlichem Protein. Metzgermeister Friedrich Büse ist überzeugt davon, dass die Zukunft der Welternährung in seinen vegetarischen und veganen Produkten auf der Basis …

Weekendschool Deutschland

Endlich ein Ziel vor Augen

Noch immer gelingt nur wenigen Kindern aus sozial schwachen Familien in Deutschland der soziale Aufstieg durch Bildung. Ein wichtiger Grund: Erfolg braucht Motivation, und Motivation braucht ein konkretes Ziel. Die Hamburger Weekendschool will diesen Kindern die volle Bandbreite der eigenen Möglichkeiten zeigen und so Pessimismus und Perspektivlosigkeit bekämpfen Chancengleichheit in der Bildung ist in Deutschland noch immer mehr Ideal als Wirklichkeit. Immer wieder bestätigen Studien, wie stark die soziale Herkunft eines Menschen seine Bildungslaufbahn beeinflusst. So schließen beispielsweise mehr als die Hälfte aller Kinder von Akademikern erfolgreich ein Studium ab, während dies nur jedem zehnten Kind von Hauptschulabsolventen gelingt.  Ein wichtiger Grund für diese Unterschiede: Erfolg braucht Motivation und Motivation braucht ein konkretes Ziel. Hier spielt das soziale Umfeld eine große Rolle, weil Kinder sich häufig an den Erwachsenen im Bekanntenkreis oder der eigenen Familie orientieren. Wer mit einem sozial schwachen Hintergrund aufwächst, findet allerdings häufig nur ein sehr eingeschränktes Spektrum an Vorbildern im persönlichen Umfeld. Auf diesem Weg werden Perspektivlosigkeit und Pessimismus bezüglich der eigenen Bildungschancen von Generation zu Generation weitergegeben. Politiker, Astronaut oder Elektriker? Die …