Schillernde Zeichen des Friedens

Auf der „Straße der Skulpturen“ im Saarland wandert man durch Kunst. Der Weg ist Teil eines europäischen Völkerverständigungsprojekts. Ein spitzer, rot-brauner Pfahl ragt sieben Meter hoch in den Himmel über dem St. Wendeler Land. Der hessische Künstler Bruno K. hat den Rotdorn – Pfahl im Fleisch 1981 aus altem Eichenholz, Eisenplatten und Blech geschaffen und in eine Talsenke zwischen lieblich-grüne Hügel gesetzt. Die Senke liegt knapp 50 Kilometer von der französischen Grenze entfernt auf dem Saarland-Rundwanderweg. Das 17 Kilometer lange Teilstück zwischen St. Wendel und dem Bostalsee ist eine „Straße der Skulpturen“: 51 Kunstwerke säumen die Route, manchmal direkt am Weg, manchmal etwas abseits. Außerhalb der Stadt führt der Weg durch Wiesen und Wälder, durch Anhöhen und Täler, vorbei an Skulpturen aus Granit, Marmor, gelbem und rotem Sandstein aus den Steinbrüchen der Region. Einige fügen sich harmonisch in die Landschaft ein, andere, wie Robert Schads neun Meter hohe, ineinander verschlungene, rostrote Stahlstäbe, kontrastieren in Form und Farbe mit der grünen, sanften Umgebung. Auch auf enorm: Eine Reise durch mein Wohnzimmer „Straße der Skulpturen“: Weg durch …