Mafiafreies Reisen auf Sizilien

Plant unsereins nach Sizilien zu reisen, bereitet einem bereits die Aussicht darauf pure Freude. Wir freuen uns auf den erstklassigen Kaffee, köstlichen Ricotta, saftige Tomaten und Oliven und natürlich auf die wunderschönen Strände, Berglandschaften und den atemberaubenden Vulkan Ätna. Was bei der Reiseplanung hingegen oftmals weniger Beachtung findet, sind die mafiösen Machenschaften vor Ort. Tatsächlich bekommt man als Reisende*r davon auch nur wenig mit. Dennoch ist es für viele Sizilianer*innen ganz normaler Alltag. Viele Unternehmen, darunter auch eine Vielzahl touristischer Betriebe, zahlen wie selbstverständlich Schutzgeld („pizzo“) an die Mafia. Es wird als eine Art Steuer angesehen, die sich auf Sizilien über Jahrzehnte entwickeln konnte und eine lange Tradition hat. Darüber spricht so gut wie niemand, aber noch immer agiert die sizilianische Mafia wie eine Art Schattenregierung, die in der von hoher Arbeitslosigkeit geprägten Region oftmals sogar Jobs, Wohnungen und die medizinische Versorgung stellt. Die Coronakrise und die schwierige wirtschaftliche Situation haben dafür gesorgt, dass das organisierte Verbrechen ihre Position sogar eher stärken als schwächen konnte. Wie gesellschaftliche Bewegungen mutig gegen die Mafia kämpfen Glücklicherweise gibt …