Gewinner von „Jugend gründet“ will Öko-Weinbau erleichtern

Am 21. und 22. Juni fand das Bundesfinale von Jugend gründet statt – ein Businessplan- und Planspiel-Wettbewerb für Schüler:innen und Auszubildende. Gewonnen hat dieses Jahr ein Abiturient aus Rheinland-Pfalz mit seiner App zur Früherkennung von Reb-Krankheiten im Weinbau. Mario Schweikert vom Leibniz-Gymnasium in Neustadt an der Weinstraße hat den diesjährigen Schüler:innenwettbewerb Jugend gründet gewonnen. Der Abiturient aus Rheinland-Pfalz wurde für seine App „Vine Leaf Disease and AI“ ausgezeichnet, die es zum kostenlosen Download im AppStore und Playstore gibt. Schweikert wolle mit seiner Geschäftsidee zum Umweltschutz beitragen. „Die App soll durch eine frühe und direkte Schädlingsdiagnose den Einsatz von Pestiziden sowie deren Rückstände in Traubenerzeugnissen reduzieren und unsere Umwelt schonen“, wird er in einer Pressemitteilung zitiert. Schweikert kommt aus einer Weinregion. „Wir haben festgestellt, dass sehr viele Pestizide ausgebracht werden und uns gefragt, wie wir das ändern können“, sagte er. Schweikerts App nutzt Smartphone-Bilder und künstliche Intelligenz, um Rebkrankheiten schon dann auf Blättern zu erkennen, wenn diese für das menschliche Auge noch nicht sichtbar sind. Sie fungiert aber nicht nur als Frühwarnsystem, sondern auch gibt auch …

„Frauen gründen anders – weil sie anders gründen müssen“

Frauen gründen besonders oft Social Start-ups. Warum ist das so? Und was kann unsere gesamte Wirtschaft davon lernen? https://enorm-magazin.de/wp-content/uploads/2020/11/Episode-7-Gleichberechtigung.mp3 Diesen Artikel kannst du dir auch vorlesen lassen! Den enorm Podcast „Zukunft hörst Du hier an“ findest du auf Spotify, Apple Podcasts und überall da, wo es Podcasts gibt, sowie über den RSS-Feed. Fünf Männer, eine Frau – das ist statistisch gesehen das Verhältnis von Start-up-Gründer:innen in Deutschland. Laut dem Deutschen Startup Monitor 2021 des Bundesverbands Deutsche Startups werden gerade einmal 17,7 Prozent der Start-ups von Frauen gegründet. Besser sieht es bei allgemeinen Existenzgründungen aus: Laut KfW-Gründungsmonitor der KfW Bankengruppe sind dort immerhin 38 Prozent der Gründer:innen weiblich. Wo allerdings beinahe Gleichberechtigung herrscht, sind Social Businesses: Frauen gründen mehr als die Hälfte der Sozialunternehmen, nämlich 52,7 Prozent, wie es im aktuellen „Deutschen Social Entrepreneurship Monitor“ (DSEM) des Vereins Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland (SEND) heißt. Auch der Bericht des Global Entrepreneurship Monitor über Social Entrepreneurship, eine weltweite Vergleichsstudie, stellte bereits 2015 fest: 45 Prozent der Sozialunternehmer:innen in Westeuropa sind weiblich – bei anderen Gründungen sind es mit 33 Prozent deutlich weniger. Noch stärker …

„Social Economy spielt eine immer größere Rolle“

Die Innovationsplattform Silicon Vilstal aus Niederbayern hilft dabei, auf dem Land eine zukunftsfähige Infrastruktur aufzubauen – mit jungen Start-ups, Pop-up-Stores, Lastenrädern und konkreten Kreislaufwirtschaft-Konzepten. Sie ist die erste deutsche Organisation, die nun von der Europäische Union als Social Economy Cluster anerkannt wurde. Das Konstruktive hinter dem sperrigen Begriff und wie die EU künftig Social Entrepreneurs mit einem neuen Plan fördern will, erklärt uns der Geschäftsführer Helmut Ramsauer im Interview. Wie wichtig ist das Thema Soziale Innovationen in der EU? Mittlerweile gibt es einen Konsens, dass die gesellschaftlichen Herausforderungen nur zu lösen sind, wenn Innovationen bei den Menschen auch ankommen und verstanden werden. Kurz: Sie müssen mitgenommen werden. Das geht über technologische Innovation hinaus. Die EU-Kommission hat schon vor einiger Zeit begonnen, sich intensiver mit Social Entrepreneurship zu beschäftigen. Am 16. Dezember wird der neue „Social Economy Action Plan“ vorgestellt. Es gibt bereits seit 2011 sogenannte „Expert Groups“ der EU, die sich mit Social Entrepreneurship, Social Economy und Social Entreprises beschäftigen. Sie analysieren, beraten und fördern die Szene, sprechen Empfehlungen aus. Die soziale und regionale Innovationsplattform …

Good News

Frankreich ermöglicht allen Frauen künstliche Befruchtung, China frei von Malaria, wieder deutlich mehr Jobs in Deutschland

Ein neues Gesetz in Frankreich erlaubt künftig allen Frauen, unabhängig von Beziehungsstatus und sexueller Orientierung, ihren Kinderwunsch durch künstliche Befruchtung zu erfüllen; China ist das erste Mal in 70 Jahren frei von Malaria; und in Deutschland gab es im Juni wieder deutlich mehr Jobs und weniger arbeitslose Menschen: Das sind die Good News des Tages

Wie Social Entrepreneure unsere Zukunft gestalten

Seit zehn Jahren berichtet enorm über Social Business und gesellschaftlichen Wandel. Diesen Fokus haben wir überarbeitet und auf die Unternehmer*innen und ihre Unternehmen gelenkt. Wir wollen verstärkt die Entstehung und Verbreitung sozialer Innovation beleuchten und die Social Entrepreneure vorstellen, die neue Ideen vorantreiben. Was ist eine Innovation und warum ist diese Frage gerade jetzt wichtiger denn je? Der dem lateinischen Verb „innovare“, übersetzt „erneuern“, entlehnte Begriff wird heute ständig verwendet. Unser Verständnis des Begriffs ist vor allem technisch und ökonomisch geprägt. Beschrieben hat diese Verbindung der Ökonom Joseph Schumpeter bereits 1911. Sein Werk „Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung“ beschäftigt sich mit dem Ungleichgewicht kapitalistischer Märkte. Ein Dauerthema bis heute. Im Zentrum der Abhandlung des Österreichers wird Innovation definiert: Sie ist die wichtigste Leistung eines Unternehmers. Er kombiniert „Produktionsfaktoren“ neu und setzt diese Kombination gegen Widerstände durch. Bei Schumpeter kann das etwa die Entwicklung oder Etablierung eines neuen Produkts oder die Entdeckung und Erschließung eines neuen Absatzmarktes sein. Das Prinzip ist zwar logisch und aktuell, siehe Startups, doch ebenso unvollständig. Sustainable Development Goals Die exklusive Kopplung von Innovationen …

Warum die Regierung gerade Sozialunternehmen helfen muss

Social Entrepreneurs wollen mit innovativen Ansätzen unsere Zukunft lebenswerter gestalten. Wie wir sie in der Coronakrise stärken können, schreiben Laura Haverkamp, Geschäftsführerin von Ashoka Deutschland, und Ashoka-Partner Odin Mühlenbein. Es ist schwer, Schritt zu halten in diesen Tagen, und wir sagen das durchaus anerkennend. Neue Regeln des Zusammenlebens, Rettungspakete, Soforthilfe. Die politische Botschaft: Wir retten. Wir stützen. Wir schaffen das. Wir arbeiten mit Gründerinnen und Gründern, die mit neuen Ansätzen an gesellschaftlichen Herausforderungen arbeiten – wir nennen sie Social Entrepreneurs, zu Deutsch: Sozialunternehmer*innen. Sozialunternehmer*innen sind wie eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung für unser Miteinander. Sie erproben Neues und das oft in widrigen Umständen. Sie inspirieren und zeigen uns, wie unsere Gesellschaft in Zukunft aussehen kann. Das dürfen wir nicht aufs Spiel setzen. Doch genau das riskieren wir zurzeit – denn die diversen Rettungspakete, die von Bund und Ländern auf den Weg gebracht werden, drohen für viele soziale Unternehmen nicht zu gelten. Gehen sie leer aus, gehen sie insolvent. Ashoka Ashoka ist ein weltweites Netzwerk für gesellschaftliche Gestalter*innen, die mit unternehmerischer Haltung und innovativen Ansätzen soziale Probleme …

Stadtplan "Gelbe Liste"

Alle sozialen Innovationen auf einen Blick

Die Gelbe Liste Hamburg soziale Innovationen und Projekte sichtbarer machen und erklären, was Sozialunternehmen eigentlich sind. Jeder kann mitmachen, mit Glück sogar direkt vor der eigenen Haustür. Andere Städte wollen bereits nachziehen Die Welt ist voller Ideen. Wer sich wirklich auf die Suche begibt, findet praktisch an jeder Straßenecke Engagierte, Ehrenamtliche oder Sozialunternehmer, die eigentlich nur eines wollen: Gutes tun. Nicht für sich, sondern für andere und die ganze Gesellschaft. Das geht allzu oft unter, bei all den Problemen, die es ständig auf der ganzen Welt gibt. Aber wo findet man all diese Projekte, wo verstecken sich die sozialen Innovationen? Zumindest für Hamburg gibt es nun die einfache Antwort: auf der Gelben Liste. Sie ist im Prinzip nichts anderes als ein Stadtplan sozialer Innovationen und Projekte in der Hansestadt. „Viele Menschen glauben immer noch, mit “Gutmenschentum” oder Philantropie lässt sich kein Geld verdienen. Wir wollen zeigen, dass es doch möglich ist“, sagt Dannie Quilitzsch, die das Social Impact Lab Hamburg leitet und das Projekt der Gelben Liste maßgeblich initiiert hat. „Wir wollen sichtbar machen, was es für soziale Innovationen in Hamburg gibt …