Landwirtschaft in Ruanda

Mit dem Tee wachsen

Immer neue Investitionen für immer mehr Wachstum sind bei uns eher Teil des Problems als der Lösung. In anderen Teilen der Welt sieht das anders aus: Eine Teefabrik in Karongi zeigt, wie Geld aus Europa effektiv in Ruanda eingesetzt wird. Hier“, sagt David Mutangana, der Direktor der Teefabrik in Karongi, „hier wird die neue Fertigungsstraße stehen“. Wo derzeit nur ein leerer Raum in einer Halle zu sehen ist, sieht David neue Kapazitäten, neue Qualitäten, neue Potenziale. Und neue Arbeitsplätze: 60 Arbeiter beschäftigt die Fabrik derzeit, mit der zweiten Fertigungsstraße wird sich ihre Zahl verdoppeln. Die Produktion der Fabrik soll sich in der Anlaufphase von drei auf fünf Tonnen pro Tag erhöhen, aber der Unternehmer ist zuversichtlich, die Kapazität langfristig auf zehn bis 15 Tonnen hochfahren zu können. Immer wieder checkt er auf seinem Smartphone live die Preise, die seine Produkte an der Börse erzielen. Wie war’s denn heute, David? „Ordentlich: 2,42 Dollar pro Kilo für die Qualität PF2, für BP1 sogar zwischen 3,5 und 4,2 Dollar.“ Eine ganz normale Fabrikbesichtigung eigentlich. Bis auf den Ort, …