Mexiko setzt Stierkampf aus, Australien: Erster Indigener Richter am Obersten Gericht, „Jugend forscht“ – auch fürs Klima

In Mexiko hat ein Richter Stierkämpfe in der größten Stierkampfarena der Welt ausgesetzt; im australischen Queensland wurde Lincoln Crowley als erster Indigener Mensch ins Amts des Richters am Supreme Court berufen; und die Gewinner*innen des „Jugend forscht“-Wettbewerbs haben gute Ideen fürs Klima: Das sind die Good News des Tages.

Mögliche Ursache für plötzlichen Kindstod entschlüsselt, Schottland: Homosexuelle Protestant*innen dürfen kirchlich heiraten, Logistik-Revolution südlich der Sahara

In Sydney wurde womöglich die Ursache des plötzlichen Kindstodes entschlüsselt; in Schottland dürfen nun auch homosexuelle Protestant*innen kirchlich heiraten; und auf dem afrikanischen Kontinent soll das erste Drohnen-Liefernetzwerk der Welt entstehen: Das sind die Good News des Tages

Mit Orcas schwimmen

Im Herbst folgen Orcas und Buckelwale den Heringsschwärmen in die Fjorde Nordnorwegens, um sich satt zu fressen. Miriam Petzold hat sich im Wasser auf die Suche gemacht. https://enorm-magazin.de/wp-content/uploads/mein-erstes-mal-mit-orcas-ohne-S.mp3 Diesen Artikel kannst du dir auch vorlesen lassen! Den enorm Podcast „Zukunft hörst Du hier an“ findest du auf Spotify, Apple Podcasts und überall da, wo es Podcasts gibt, sowie über den RSS-Feed. Eingepackt in drei Thermolagen plus Drysuit, schaukle ich auf einem Fischerboot am nördlichsten Zipfel Europas. Vincent Kneefel, ein befreundeter Unterwasserfotograf, gleitet mit seiner bullaugenförmigen Kamera ins Wasser. Er will Orcas für sein Buchprojekt The Ocean Story fotografieren. Gut vierzig Meter entfernt stechen schwarze Finnen aus den Wellen, sie sind so lang, wie ich groß bin. Sie trennen das Wasser wie Schwerter, lautlos, bis auf ihr prustendes Ausatmen. „Los jetzt!“, brüllt mir der Kapitän mit Kippe im Mundwinkel zu, Adrenalin schießt durch meine Blutbahnen, als hätte mir der Seebär mit seinen Worten eine Spritze verpasst. Ich bleibe mit einer Flosse am Motor hängen und plumpse ins sechs Grad kalte Novemberwasser. Filmreif. Die Luft im Drysuit lässt mich wie eine Boje treiben. Ich …

Good News

Menschliches Genom vollständig entschlüsselt, Wildtiere in Ecuador erhalten eigene Rechte, Podcast: Vegane Alternativen zu Käse, Fleisch und Eiern

Einem internationalen Forschungs-Konsortium ist es gelungen, das menschliche Erbgut vollständig zu entschlüsseln; Wildtiere in Ecuador erhalten eigene Rechte; und enorm-Autorin Jana Uther erzählt uns in der neuen Podcast-Folge, wie sie aus Cashewnüssen veganen Camembert gemacht hat: Das sind die Good News des Tages

Veganen Käse züchten

Vegane Käsealternativen sind oft teuer – und nicht immer käsig genug. Aus Cashews, Kokosöl und Schimmelkultur lässt sich tierleidfreier Camembert selber herstellen. Ein „Cashewbert“-Tagebuch. „Ohne Käse könnte ich niemals leben!“. Das dachte ich lange, bevor ich Veganerin wurde. Und jetzt steh ich hier in meiner Küche, den Mixer in der Hand und versuche aus Cashews, Kokosöl und Schimmelkultur einen veganen Camembert zu zaubern. Drei Wochen lang braucht der „Cashewbert“ meine Aufmerksamkeit und muss täglich gewendet werden. Das ist es mir wert. Eine unter Veganer:innen bekannte Alternative: Hefeflocken, die schmecken auch käsig-herzhaft. Und sind ganz schön trocken. Meine über Nacht eingeweichten Cashewkerne mixe ich mit frischem Wasser und Kokosöl. Statt Cashews hätte ich auch Sonnenblumenkerne oder Mandeln als Basis verwenden können, je nach Geschmack. Damit die Masse eine schützende Schimmelschicht bilden kann, muss ich sie mit einer Messerspitze Weißschimmelkultur impfen. Hinzu kommt der Inhalt von vier Probiotikakapseln, damit probiotische Bakterien die Milchsäuregärung einleiten. Ich fühle mich wie eine Chemikerin im Labor, nur ohne weißen Kittel und Schutzbrille. Die leicht körnige Masse muss nun bis morgen früh …

Mütter der Wildtiere

Das Akashinga-Projekt schult marginalisierte Frauen als Rangerinnen. Der Kampf gegen Wilderei gibt ihnen die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben. In militärischen Uniformen streifen die Akashinga-Rangerinnen durch das hohe Gras der Savanne Simbawes. Sie tragen schwere Stiefel und Gewehre über den Schultern. Diese Bilder gehen um die Welt. Denn Akashinga ist Simbabwes erste Anti-Wilderei-Einheit, die nur aus Frauen besteht. Und noch etwas ist besonders: Alle Mahlzeiten der Rangerinnen sind vegan. Das khakigrüne Hemd ihrer Uniform hat Nyaradzo Hoto an diesem Nachmittag gegen ein sandfarbenes T-Shirt getauscht. Sie sitzt unter einem Baum im Schatten. Per Video erzählt sie mit Kopfhörern im Ohr von ihrer Arbeit als Rangerin im Sambesi-Tal im Norden Simbabwes. Trotz der wackeligen Internetverbindung erkennt man im Hintergrund den beigen Stoff der Zelte des Camps. Bei Akashinga hat Hoto ihre Liebe zu den Tieren entdeckt. „Wir müssen sie schützen“, sagt sie. „Wir sind die Mütter der Wildtiere.“ Das Wort Akashinga stammt aus der Bantusprache Shona und bedeutet „die Tapferen“. Damien Mander, ein Australier mit vielen Tattoos und breiten Schultern, gründete die Anti-Wilderei-Einheit 2017. Sie ist …

Good News

Zehntausende Schüler*innen demonstrieren für Frieden in der Ukraine, mit Pilzen Suchterkrankungen besiegen, deutscher Reitverband will „Touchieren“ untersagen

In vielen deutschen Großstädten haben Zehntausende Schüler*innen für den Frieden in der Ukraine demonstriert; Forschende konnten erstmals nachweisen, dass Psychedelika gegen Suchterkrankungen nachhaltig helfen können; und der Dachverband der deutschen Reiter will das tierwohlgefährdende „Touchieren“ untersagen: Das sind die Good News des Tages