Filmtipps von enorm Leser*innen

Naturdokus für die Zeit zuhause

Vielerorts in Deutschland schließen Kinos und Bars wegen des Coronavirus bereits um 18 Uhr. Da bleibt mehr Zeit zuhause – auch um sich Tier- oder Naturdokumentationen anzuschauen. Auf Instagram und Facebook haben wir euch nach Empfehlungen gefragt. In sechs Teilen wirft die erst kürzlich veröffentlichte Netflix-Doku Die Erde bei Nacht (Night on Earth) mit innovativer Kameratechnik einen einzigartigen Blick auf Tiere und Pflanzen bei Nacht. Eine enorm-Leserin schreibt dazu: „Da lernt man sehr viel über Tiere, Natur und auch unsere Auswirkungen auf selbige. Und die Bilder sind atemberaubend!” Die Bucht (The Cove, 2009) zeigt, wie in dem japanischen Küstenort Taiji Delfine gefangen und an Meeresparks und Deflinarien verkauft werden. Viele der Tiere werden jedoch auch grausam getötet. Ein*e enorm-Leser*in empfiehlt die Doku daher mit den zusätzlichen Worten „obwohl es so unsagbar traurig ist…”. Die Netflix-Doku Chasing Coral (2017) zeigt eindrucksvoll die verheerenden Folgen des durch die Klimakrise bedingten Korallensterbens auf die Ökosysteme der Meere. Mach’s gut! Unterstütze unsere publizistische Unabhängigkeit Um möglichst viele Menschen zu erreichen, möchten wir die Inhalte auf enorm-magazin.de frei zugänglich halten …

Podcasts

Nachhaltigkeit zum Anhören

Immer mehr Podcasts beschäftigen sich mit Nachhaltigkeit. Dabei geht es nicht nur um Umweltschutz und Klimawandel, sondern auch um Feminismus, alternatives Wirtschaften und soziale Gerechtigkeit. Wir haben auf Instagram gefragt, welche Podcasts ihr am liebsten hört. Zusätzlich dazu haben wir ein paar Hör-Empfehlungen zusammengestellt. Umweltschutz und Klimakrise SWR Aktuell Global Donnerstags geht es hier um Umwelt, Natur und Verbraucher-Themen. Das reicht von der UN-Klimakonferenz über Geoengineering bis hin zu Online-Shopping und Recycling. Umwelt und Verbraucher Die Sendung des Deutschlandfunks blickt von Montag bis Freitag auf die großen politischen Zusammenhänge, gibt aber auch konkrete Tipps für Verbraucher*innen im Bereich Umweltschutz. a mindful mess Die Aktivistin und Autorin Madeleine Darya Alizadeh, bekannt als DariaDaria, spricht über Nachhaltigkeit und Themen rund um Selbstfindung. Mach’s gut! Unterstütze unsere publizistische Unabhängigkeit Um möglichst viele Menschen zu erreichen, möchten wir die Inhalte auf enorm-magazin.de frei zugänglich halten und auf Bezahlschranken verzichten. Mit deinem Beitrag unterstützt Du uns dabei! Jetzt unterstützen! SWR Aktuell Klimazentrale ARD-Umweltexperte Werner Eckert und Umweltökonom Tobias Koch suchen jeden Freitag nach Antworten zu Klima- und Umweltfragen. Fairquatscht Die …

Aboriginals und die Buschfeuer

„Wir wissen am besten, wie man Australien beschützt”

Die Aboriginal People in Australien werden in die Bekämpfung der Buschfeuer nicht miteinbezogen. Dabei haben sie effektive Feuermanagement-Techniken, die sie seit Tausenden von Jahren anwenden. Sie fühlen sich von der Regierung ignoriert und im Stich gelassen. „Feuer ist nicht der Gegner. Feuer muss benutzt werden, um sich um ‘Land’ zu kümmern.” Oliver Costello klingt erschöpft, als er diesen Anruf entgegennimmt. Seit zwölf Stunden arbeitet er ununterbrochen in seinem Büro im australischen Bundesstaat New South Wales. Wenn Costello „Land” sagt, meint er nicht die Nation Australien. Er meint auch nicht Land im Sinne von Raum oder Boden. Das Wort „Land” wird von den Indigenen Australiens benutzt, um sowohl ein Ökosystem, als auch den spirituellen Raum, der mit diesem Ökosystem verflochten ist, zu beschreiben: Es geht um die Beziehung zwischen Mensch, Land, Tieren und Pflanzen. In diesem Verständnis hat der Mensch eine Verantwortung, sich um dieses sensible Ökosystem zu kümmern: Feuer spielt dabei eine zentrale Rolle. Als „Cultural Burning” werden die uralten Techniken der Aboriginals bezeichnet, kontrollierte Feuer zu legen, gefährliche Brände zu verhindern, mit Feuer so …

Deutsche Feuerwehrfrau in Australien

„Es regnete glühende Asche”

Juliane Hansen ist als Au-pair nach Australien gegangen. Schon in Deutschland war sie in der freiwilligen Feuerwehr aktiv. Als die Buschfeuer immer schlimmer wurden, war für sie klar, dass sie helfen will. Hier erzählt sie von ihrem Einsatz als Feuerwehrfrau in Australien. Ich heiße Juliane Hansen. Ich bin 20 Jahre alt und komme aus Norderstedt. Seit August vergangenen Jahres arbeite ich als Au-pair im Südwesten Australiens. Meine Gastfamilie lebt in der Nähe von Queanbeyan, 15 Autominuten von der Hauptstadt Canberra entfernt. Ich lebe also nicht weit von einer großen Stadt, konnte aber gleichzeitig auch das Leben auf einer kleinen Farm auf dem Land kennen lernen. Die zwei Kinder, für die ich verantwortlich bin, sind bereits etwas älter: neun und elf Jahre. Ich betreue die Kinder während der Zeit, in der ihre Eltern arbeiten. Ich helfe den beiden bei den Hausaufgaben und fahre sie auch zu ihren Freizeitaktivitäten. Deutsche Feuerwehrfrau in Australien: „Mein erster Einsatz war am 21. Dezember …” Juliane Hansen in ihrer Feuerwehr-Uniform. Sie hat bereits zwei Einsätze absolviert. BILD: Privat Feuerwehrdienst ist für …

Wald als Investment

Forst For Future

Heute säen, im nächsten Jahrhundert ernten – kaum ein Investment ist so sinnstiftend und so langfristig wie das in Wald. Gerade das kann dieses Segment attraktiv machen. Meint ein erfahrener Waldbesitzer. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts und bis 1945 bewirtschaftete die Familie von der Osten den Blumberger Wald im Norden Brandenburgs. Das Herz meines Großvaters Henning schlug so sehr für den Wald, dass er als promovierter Volljurist in Eberswalde noch Forstwirtschaft studierte. Ihm war bewusst, dass der Wald im Spannungsfeld zwischen sozialer und ökologischer Verantwortung sowie wirtschaftlicher Notwendigkeit steht. Er ließ ein Drittel des Blumberger Waldes unter Naturschutz stellen. Die Satzung, die er seinerzeit aufsetzte, diente nach der Wiedervereinigung als Vorbild für viele Naturschutzgebiete in ganz Brandenburg. 1997 kaufte die Familie einen großen Teil dieses Waldes vom Staat zurück. Heute bewirtschafte ich ihn. In diesen Herbsttagen gehe ich besonders gern, am liebsten unmittelbar nach dem Regen, durch unseren Wald. Dann duftet es intensiv nach feuchtem Laub. Es sind klitzekleine Schimmelpilze im Erdboden, die wohlriechende Öle hervorbringen, die nach dem Regen die Luft so wunderbar anreichern. …