Auf Tour mit New-Work-Pionier Ansgar Oberholz

Mit seinem Café in Berlin war Ansgar Oberholz schon vor 15 Jahren ein Wegbereiter mobiler Arbeit. Heute trägt er New Work aufs Land und in die Unternehmen. https://enorm-magazin.de/wp-content/uploads/Episode_39_Oberholz.mp3 Diesen Artikel kannst du dir auch vorlesen lassen! Den enorm Podcast „Zukunft hörst Du hier an“ findest du auf Spotify, Apple Podcasts und überall da, wo es Podcasts gibt, sowie über den RSS-Feed. Damals, vor 100 Jahren, gingen Künstler wie George Grosz und Alfred Döblin hier ein und aus. Männer mit Heimkehrermützen, Frauen in Pelzmänteln, Berliner in Arbeitskleidung. Zigarettenrauch umnebelte die Tische. Bis nach Paris und London bekannt war die Bierstube der Brüder Aschinger am Rosenthaler Platz. Gerühmt ihr deftiger Mittagstisch: Erbsensuppe, Schinkenknacker, Stullen. Heruntergespült mit Bier in großen Schlucken. Unvergessen ihre „Brötchen à discrétion“, die es im Aschinger gratis zum Humpen dazugab. Ein Ort, Gold wert im krisengeschüttelten Berlin der 1920er-Jahre. Heute faucht hinter dem Tresen die Kaffeemaschine, Menschen mit Strickmütze, Hornbrille und schlanken Vollbärten stehen Schlange für Apple Breakfast Bowl und veganes Sandwich. Start-up-Gründer:innen, Selbstständige, Medienleute, Reisende kehren ein. An den hohen Tischen die Wand entlang haben Digitalarbeitende ihre Laptops aufgeklappt, …

Im Einhornland

Litauen ist eines der unternehmens-freundlichsten Länder der Welt. Die Techszene ist divers, fair und Agil. Viele Start-ups sind erfolgreich  – und einige mittlerweile Milliardenschwer. Sie öffnet lustvoll ihren Mund, schließt die Augen, stöhnt. Schwarze Locken fallen ihr über die Schultern, als sie ihren Kopf in Zeitlupe zurückwirft. Vor der katholischen Kirche St. Anna in Vilnius kommt die junge Frau zum Höhepunkt. 2018 versuchte sich Litauens Hauptstadt in einer offiziellen Tourismuskampagne als „G-Punkt Europas“ in das Bewusstsein der Welt zu stöhnen. Denn, so der Slogan: „Nobody knows where it is, but when you find it – it’s amazing“. Die Werbespots zeigen Tourist:innen von vorne, die das, was sie gerade betrachten, ziemlich antörnt. Dann ein Perspektivwechsel, nun sind ihre Rücken zu sehen, sie stehen vor Sehenswürdigkeiten in Vilnius. „Nur fünf Prozent der Briten, drei Prozent der Deutschen und sechs Prozent der Israelis wissen mehr als den Namen und die ungefähre Lage von Vilnius“, zitiert Inga Romanovskienė, die Leiterin der Tourismuszentrale Go Vilnius, eine eigene Studie. „Anstatt die beschämende Tatsache zu vertuschen, dass wir unbekannt sind, haben wir …