Wie wir Trinkwasser aus der Luft filtern können

Ein langbeiniger Wüstenkäfer macht vor, wie Menschen in trockenen Regionen ihre Grundversorgung sichern können – indem sie Wasser aus der Luft ernten Was ist reicher an Wasser, alle Flüsse auf unserem Planeten oder die Luft um uns herum? Luft enthält zu jedem beliebigen Zeitpunkt sechsmal mehr Wasser als alle Flüsse dieser Welt. Viele Insekten- und Pflanzenarten nehmen die To-go-Drinks längst dankend an – trinken Tau und Nebel, wo Süßwasser fehlt. Zum Beispiel in der Namib-Wüste, einem der trockensten Lebensräume der Welt. Hier zapft ein zwei Zentimeter großer Schwarzkäfer die Luft mithilfe seiner Körperoberfläche an: Auf den Vorderflügeln sorgen glatte, wasseranziehende Höcker zwischen wasserabweisenden Rillen dafür, dass das Wasser in den Nebelschwaden, die vom Atlantik herüberwehen, kondensiert. Für die Ernte senkt er seinen Kopf und streckt das Hinterteil in den nebligen Wind. Sind die Tropfen einige Millimeter groß, fließen sie automatisch hinunter – in das aufgerissene Maul des „Nebeltrinker-Käfers“. Zugang zu Trinkwasser Nebel ist nichts anderes als Wasserdampf, der sich in winzige Tröpfchen verflüssigt hat. Ein Kubikmeter enthält 0,05 bis 0,5 Gramm flüssiges Wasser. Mit etwas …