Könnte eine Pyrenäen-Pipeline die Lösung sein?

Lieferungen aus Spanien könnten Europa helfen, sich von Importen aus Russland unabhängig zu machen. So könnte erst algerisches und US-amerikanisches Erdgas über die Pyrenäen oder über die Alpen nach Deutschland gelangen – langfristig dann grüner Wasserstoff. Spanien hat, was Deutschland derzeit schmerzlich fehlt: Flüssiggas-Terminals und die dazugehörigen Speicher. Und zwar gleich sechs davon, das entspricht etwa 25 Prozent der gesamten europäischen Kapazitäten in diesem Bereich. Zudem strömt durch zwei Pipelines Erdgas aus Algerien in Nordafrika in das gut ausgebaute spanische Netz. Schade nur, dass es kaum Pipelines nach Norden gibt und Spanien zusammen mit Portugal bei Energie wie eine Insel ist. Das soll sich nun unter dem Eindruck des Krieges in der Ukraine schleunigst ändern, und zwar durch den Bau neuer Pipelines. Durch sie würde für die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre noch Erdgas, langfristig dann aber grüner Wasserstoff fließen. „Diese Gasleitungen werden schon jetzt als Wasserstoffleitungen angepriesen, denn fossile Infrastruktur ist kaum noch durchsetzbar“, sagt der Energieexperte Ángel Saz vom Thinktank Esade in Madrid. „Dass es sich langfristig um Leitungen für Wasserstoff handelt, ist …

Transkript: Good News Podcast Folge 48

Hier findest du eine schriftliche Fassung der Podcastfolge 48 von „Good News“. Bis 2030 müssen die Emissionen in Deutschland im Vergleich zu 1990 um 65 Prozent sinken. Dafür braucht es nicht eine Lösung, nicht zwei, sondern jede Menge. Eisenpulver zum Beispiel ist ein Brennstoff, der kein CO₂ ausstößt und sogar wiederverwendbar ist. Und Pflanzenkohle ist ein Mittel, um das in Pflanzen gespeicherte CO₂ langfristig zu binden – und nebenbei Energie zu gewinnen. Die Energiewende ist nicht nur dringend notwendig, sondern vielfältig und spannend. In dieser Folge erfahrt ihr, warum! Das Transkript soll den Podcast möglichst barrierefrei auch nicht-hörenden Menschen zugänglich machen. In dieser Folge spricht Good-News-Redakteurin Bianca Kriel mit Miriam Petzold und Astrid Ehrenhauser, Redakteur:innen beim enorm Magazin, über Lösungen für die Energiewende. Bianca: Hallo und herzlich willkommen zu Good News, dem Podcast für gute Nachrichten und konstruktive Gespräche. Heute geht es um Stoff für die Energiewende. Aber erst einmal der Gute-Nachrichten-Überblick: Jahrelang haben die äußerst erfolgreichen US-Fußball-Nationalspielerinnen für eine gleiche Bezahlung gekämpft – und geklagt. Nun zahlt sich ihr Einsatz für mehr Gleichberechtigung aus: …

Ist Eisenpulver eine gute Alternative für Kohle und Öl?

Eisen als Brennstoff ist CO2-frei, günstig und sogar endlos wiederverwendbar. Studierende in den Niederlanden tüfteln am Kraftwerk der Zukunft. Dieser Text erschien in der Ausgabe Februar/März 2022 des enorm Magazins mit dem Titel „Stoff für die Energiewende“. Ein junger Mann mit dichtem Bart öffnet die Luke. Er schüttet graues Pulver hinein, so fein, dass der Herbstwind es verwirbelt. Mit Sauerstoff vermengt wird es entzündet. Rot-gelbe Funken jagen durch das dicke Rohr neben der Luke, am Bullauge vorbei hinüber zum Boiler, wo der heiße Luftstrom in Dampf umgewandelt wird. Es rauscht. Mit dem Dampf wird nebenan Bier gebraut, ein paar 10.000 Flaschen, nicht viel, aber ein Beweis: Eisenpulver kann kontrolliert verbrannt werden, um Energie zu erzeugen. CO2-frei und kreislauffähig. Es ist der 29. Oktober 2020. Auf dem Fabrikgelände von Swinkels Family Brewers im niederländischen Örtchen Lieshout steht ein luftiges Gerüst aus Rohren, Maschinen und Kabeln. Drum herum: aufgeregte Studierende, Professor:innen, Reporter:innen. Die großen Kameras der Fernsehteams blinken rot, Action. Zum ersten Mal weltweit wird hier eine Eisenpulver-Anlage außerhalb des Labors getestet. Chan Botter läuft zwischen Medien …

Good News

#OutInChurch: Mitarbeitende der katholischen Kirche verkünden Coming-out, Rodgau will Tiere im Zirkus untersagen, Deutsche Bahn testet erstmals Batteriezüge mit Fahrgästen

125 queere Mitarbeitende der katholischen Kirche setzen mit Coming-out ein Zeichen gegen Diskriminierung; die Stadtverwaltung Rodgau will die Zurschaustellung von Tieren im Zirkus und auf Veranstaltungen untersagen; und die deutsche Bahn schickt erstmals batteriebetriebene Regionalzüge aufs Gleis: Das sind die Good News des Tages

Good News

Wie uns Naturtalente zu technischen Innovationen inspirieren, Straßenbahnfahren und dabei Pakete transportieren, veganes Schnitzel aus Hanf

In der neuen Good News enorm Podcastfolge sprechen wir über die faszinierenden Strategien von Mantarochen, Kamelen, Schwarzkäfern und Seepocken, die Forschende als Grundlage für bahnbrechende Innovationen nutzen; um CO2 einzusparen, werden in Wien Pakete auch von Straßenbahnfahrer*innen transportiert; und ein Forschungsteam aus Stuttgart hat eine vegane Fleischalternative aus Hanf entwickelt: Das sind die Good News des Tages

Good News

Grüner Wasserstoff aus Portugal, die Hennigsdorfer Verkehrsrevolution, Frauen gründen besonders oft Social Start-ups

Bei dem Projekt „Green Flamingo“ soll Solarstrom in Portugal Wasser mittels Elektrolyse in Sauerstoff und Wasserstoff aufspalten; das Elektro-Zweirad der Hennigsdorfer Firma eRockit ist ein Hybrid aus Motorrad und Fahrrad; Frauen gründen fast die Hälfte der Sozialunternehmen in Deutschland: Das sind die Good News des Tages

Good News

Experiment Grundeinkommen bekämpft Armut in Kenia, Strom sparen mit leuchtenden Bäumen

Ein dreijähriges Projekt in Kenia zeigt, dass sich Personen, die ein Grundeinkommen bekommen, in Krisenzeiten besser ernähren können; in der neuen Staffel von Star Trek Discovery tauchen erstmals genderqueere und transidentitäre Figuren auf; und Forscher aus Deutschland und den USA wollen Bäume zum Leuchten bringen und damit nachts Städte erhellen: Das sind die Good News des Tages