Unwetter besser erkennen – und lokalisieren

Extreme Gewitter, Stürme und Starkregen treten im Zuge der Klimakrise vermehrt auf. Genauere Vorhersagen können Leben retten. Spezial-Technik, die Temperatur- und Feuchtigkeitsprofile der Erdatmosphäre liefern kann, soll künftig für Afrika und Europa exaktere Daten zur Erde schicken. Gesteuert wird das Projekt aus dem Kontrollzentrum in Darmstadt. Eine Unwetterkatastrophe kostete im April diesen Jahres in Südafrika mehr als 400 Menschen das Leben: Binnen 24 Stunden fällt so viel Regen wie sonst im ganzen Jahr, die Folgen sind Schlammlawinen und Überschwemmungen. Im Juli 2021 kommt es durch Starkregen im Ahrtal zu Meter hohen Sturzfluten, die eine Schneise der Verwüstung ziehen. Mehr als 130 Menschen werden getötet. Im Zuge der Klimakrise steigt die Gefahr für solche Katastrophen. Um künftig die Entstehung und die Gefahren von Unwettern besser erkennen und lokalisieren zu können, geht deshalb bald eine neue Generation von Wettersatelliten an den Start. „Sie haben eine wesentlich höhere Auflösung“, sagt Alexander Schmid, Programmleiter für die neuen Meteosat-Satelliten bei der europäischen Agentur für meteorologische Satelliten (Eumetsat) in Darmstadt. Aus dem Kontrollzentrum in Darmstadt sollen die Satelliten, die auch für …