Das Zukunftsschutzgebiet

Wie kann Stadtraum dem gesellschaftlichen Wohl dienen? Der Dresdner Stadtentwicklungsverein Konglomerat sucht in seinem Essay „Na dann machen wir mal – Streifzug durch ein städtisches Stimmungsbild“ nach Antworten und findet sie in einer Wortneuschöpfung: „Zukunftsschutzgebiet“. Wo Naturschutzgebiete den Lebensraum von Flora und Fauna sichern, dienen Zukunftsschutzgebiete dem Schutz der Menschen in urbanen Räumen, ihrer Kultur und Selbstverwirklichung. Es geht auch um Partizipation: Orte sollen entstehen, die aktiv von ihren Bewohner:innen mitgestaltet werden. Sie interagieren dort auf vielfältige Weise miteinander, unabhängig von ihrem sonstigen sozialen und politischen Umfeld. So die Idee. Während der namensgebende Essay bereits 2018 entstand, trafen sich ein Jahr später die Mitglieder des Konglomerats – Vereinsmotto: „Wir treiben den Austausch zur gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung mit sämtlichen Akteur*innen voran“ – und weitere kreative Köpfe bei der #raumkon19 dann in Dresden. Sie beschäftigten sich mit Konzepten für gemeinwohlorientierte Stadtplanung. Denn das Wort sollte mit Leben gefüllt werden, Zukunftsschutzgebiete Realität werden. „Wir wollen einen Raum schaffen, der die Nachbarschaft zum Diskutieren und Handeln befähigt und damit eigentlich eine neue Art der öffentlichen Infrastruktur darstellt“, sagt Fridolin Pflüger …