Der Kreativfonds ist ein umgekehrter Generationenvertrag

Eine Milliarde Euro würde 20.000 kreativen Gründer:innen Zugang zu Startkapital in Höhe von 50.000 Euro gewähren, sagen Julian Römer und Katharina Schumacher vom U-Institut, einem Beratungsunternehmen der Kreativwirtschaft. Der Staat könnte wichtige unternehmerische Ideen so nachhaltig etablieren und fördern. Klingt erstmal gut, oder? Wie das konkret funktionieren kann, erklären die beiden Projektexpert:innen im Interview. Keine Veranstaltungen, Umsatzverluste zwischen 10 und 15 Milliarden Euro pro Jahr: Wie bewertet Ihr die Situation der Kultur- und Kreativbranche nach zwei Jahren Pandemie? Katharina Schumacher: Es ist keine Frage, dass die Kultur- und Kreativwirtschaft zu den am stärksten von der Pandemie betroffenen Branchen gehört. Und die Maßnahmen, die zur Rettung angeboten wurden, waren zu oft nicht auf die konkreten Bedürfnisse von Solo-Selbständigen und Kleinstunternehmer*innen oder die private Kultur- und Kreativwirtschaft zugeschnitten. Nichtsdestotrotz kennen wir aus unserer Arbeit mit den Kultur- und Kreativpilot*innen Deutschland und als Projektträger*in des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes viele Geschichten von Gründer*innen, die sehr schnell nach Lösungen gesucht haben und bereit waren, nochmal komplett neu zu denken. Diesen Mut brauchen wir an vielen Stellen, um …