Endlich die Nachbarn kennenlernen

Das Coronavirus legt den Alltag lahm. Um uns und andere zu schützen, dürfen wir kaum noch raus. Wie man dabei trotzdem fröhlich bleibt, erklärt dienstags und donnerstags unser „Igel-Experte“ in der enorm Kolumne Einigeln. enorm Kolumne Einigeln, Teil 12: Endlich die Nachbarn kennenlernen Ok, zugegeben, die Sache mit dem Spazierengehen klingt erstmal ziemlich mau – als Thema. Machen ja gerade eh alle. Seit Wochen. Zumindest in der Stadt. Auf dem Land war das auch vor Corona nicht Trendsport, sondern Alltag. Allerdings geht man mittlerweile nicht mehr nur spazieren, man entdeckt Dinge. Stolpersteine, die man vorher übersehen hat, Sticker und Streetart auf verwitterten Stromkästen, Eichhörnchen, die ausgelassen tagen, Fahrräder, die sich auf kleinen Flussinseln sonnen und es reglos hinnehmen, dass man sich fragt, wie sie verdammt nochmal dahin gekommen sind. Oder man entdeckt: Menschen. Seine Nachbarn. Man trifft sich auf dem Weg. Man trifft sich im Hof. Beschränkte sich der bisherige Kontakt eher auf ein kaum merkliches Kopfnicken, haben nun alle Gesprächsbedarf. 5 Minuten, 10 Minuten, gar ganze 20 Minuten sind da schnell vorbei. Klar ist …