Wie sprechen wir über Antiziganismus?

Angehörige der Gruppen der Sinti:ze und Rom:nja wurden in Europa lange verfolgt, diskriminiert und ausgegrenzt. Bis heute halten sich rassistische Fremdbezeichnungen und auch Stereotype, die ausgrenzen. Wie kann eine diskriminierungsfreie Wortwahl gelingen? Sinti:ze* und Rom:nja* leben seit dem späten Mittelalter in Europa. Über Jahrhunderte wurden Angehörige der Gruppen auf dem Kontinent verfolgt, vertrieben, waren rechtlos. Im Nationalsozialismus wurden schätzungsweise eine halbe Million Sinti:ze und Rom:nja ermordet. Bis heute sind sie in Deutschland struktureller und institutionalisierter Diskriminierung ausgesetzt. Stereotype verallgemeinern die heterogene Gruppe. Die Vorurteile sind kriminalisierend, manchmal romantisierend. Immer grenzen sie aus. Auch auf enorm: Wortwahl: Wie sprechen wir über Native Americans? Fremdzuschreibungen und alternative Wortwahl All das beinhaltet der Begriff Antiziganismus. Er soll analog zu Antisemitismus wirken, auch manche Organisationen der Rom:nja und Sinti:ze verwenden ihn. Andere aus der Community lehnen das Wort ab. Denn darin steckt zigan – und letztlich das Z-Wort, die rassistische Fremdbezeichnung, die auch hier abgekürzt wird. Der Begriff Antiziganismus reproduziert dieses verletzende Wort indirekt – auch der abgekürzte Platzhalter tut es, wir denken es mit. Vermeiden und ersetzen lässt …

Good News

Unternehmen gewährt unbegrenzte Urlaubstage, wasserlösliche Elektronik für weniger Elektromüll, Berlin auf dem Weg zur Schwammstadt

Die Hamburger Meinungsforschungs-Plattform Appinio gewährt seinen Mitarbeiter*innen unbegrenzte Urlaubstage; Forscher*innen haben eine Smartwatch entwickelt, die sich einfach entsorgen lässt, indem man sie in Wasser legt; und in Berlin findet ein Umdenken statt und man sucht nach Wegen, um Regenwasser bestmöglich zu nutzen: Das sind die Good News des Tages

Good News

Schreiben mit der Kraft der Gedanken, Niederlande erlauben gemischte Teams im Amateur-Fußball, energiesparendes Drehhaus folgt der Sonne

Ein neues Brain-Computer-Interface ermöglicht es, Gehirnströme in Buchstaben zu übersetzen; im niederländischen Amateur-Fußball dürfen Männer und Frauen künftig in gemischten Teams spielen; und eine hessische Zimmerei baut energiesparende Drehhäuser, die sich nach der Sonne ausrichten: Das sind die Good News des Tages