Fashion ohne Gender

Kleider machen Mann und Frau: Mode spiegelt seit jeher gesellschaftliche Geschlechtervorstellungen. Doch die Branche beginnt umzudenken: Immer mehr Unternehmen setzen auf nicht-binäre, „degendered“ Kleidung. Dieser Text erschien in der Ausgabe Juni/Juli 2022 des enorm Magazins. Du kannst sie bei GoodBuy versandkostenfrei und klimapositiv bestellen. Das ist das Problem Es gibt zwar keine Regeln, aber auch heute noch einige unausgesprochene Vorgaben, was jedes Geschlecht tragen sollte. Bestimmte Kleidung ist für Frauen vorgesehen und wird als „weiblich“ gelesen, wie Kleider und Röcke, während Smokings etwa eher als „männlich“ gelten. Konventionelle Werbekampagnen spiegeln diese heteronormativen, gesellschaftlich konstruierten Geschlechtervorstellungen oftmals wider. Personen, die nicht-binär sind oder sich durch die Kategorie ihrer Kleidung nicht eingeschränkt fühlen wollen, fanden im Modemainstream lange kaum Beachtung. Der gesellschaftliche Diskurs hat sich jedoch weiterentwickelt, über starre Geschlechtergrenzen hinaus. Immer mehr Menschen geben öffentlich ihre Pronomen an. Designer:innen ermutigen sie dazu, sich durch Fashion auszudrücken und zu empowern. Auch auf enorm: Pinkeln für Power Das ist der Impuls Einige Modeunternehmen hinterfragen die binäre Geschlechtertrennung seit längerer Zeit, in den USA kam Unisex-Fashion schon 1968 kurz …

PUREVIU – ein nachhaltiges Mode-, People- und Stadtmagazin

PUREVIU ist ein nachhaltiges Mode-, People- und Stadtmagazin, das am 2. Juni 2022 an den Start ging. Die Idee dahinter: Pro Ausgabe werden zehn Aktivist:innen, Designer:innen und Unternehmer:innen einer Stadt vorgestellt, die Mode bereits neu denken und neu gestalten. Dadurch erhält Fashion Change ein Gesicht, wird greifbarer und unmittelbar erfahrbar. Die erste Station: München. Heike Littger (rechts), 52, ist freie Journalistin, Autorin und Buchlektorin. Zuvor Redakteurin und Ressortleiterin bei der Süddeutschen Zeitung (Bildung und Beruf), Max, enorm und dem Online-Magazin ChangeX. Als freie Journalistin hat sie unter anderem geschrieben für Kursbuch, gdi Impuls, Magazin Schule, managerSeminare, Zeit online, Computerwoche, Capital, Impulse und Geo Saison. Studium: Ethnologie, Politikwissenschaften und Völkerrecht in München (LMU). Mirjam Smend (links), 51, ist freie Autorin, Bloggerin, Speakerin und seit 2018 Gründerin des B2C Messe- und Konferenzformats Greenstyle Munich fair & conference. Zuvor 16 Jahre erst Online- dann Printredakteurin bei Glamour und dann bei Elle. Als Fashion Revolution Ambassador und Game Changer nutzt sie alle Möglichkeiten, um nachhaltige Mode zu einem Mainstream-Thema zu machen: mit der Organisation von Blogger Lounges, dem Aufbau …

Good News

Wie sich Windturbinen recyceln lassen, doppelt so viele Vegetarier*innen in Deutschland, eine Fahrschule ohne Verbrennungsmotoren

Die dänische Initiative CETEC hat ein neues Verfahren entwickelt, das es ermöglichen soll, Rotorblätter zu recyceln; die Zahl der Menschen in Deutschland, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, hat sich im vergangenen Jahr verdoppelt; und in Saarbrücken gibt es eine Fahrschule, die ausschließlich nachhaltige Fahrschulautos nutzt: Das sind die Good News des Tages

Good News

Wiedergutmachung für Kolonialverbrechen in Namibia, wie schwimmende Vogelscheuchen Seevögel retten, Hamburger Opernprofis helfen bei Atemnot

Namibia und Deutschland haben sich auf ein Abkommen zur Wiedergutmachung der deutschen Kolonialverbrechen geeinigt; Stielaugen-Bojen sollen dafür sorgen, dass sich weniger Seevögel in Fischernetzen verheddern; und Opernprofis im Hamburg helfen Betroffenen von Long-Covid-Folgen dabei, wieder besser Luft zu bekommen: Das sind die Good News des Tages

Good News

Riesiges Korallenriff am Great Barrier Reef entdeckt, smarte Ampeln helfen blinden Menschen in Japan, Web-App gegen Corona-Leugner

Zum ersten Mal seit 120 Jahren haben ForscherInnen ein riesiges, freistehendes Korallenriff am Great Barrier Reef entdeckt; smarte Ampeln in Japan sollen Menschen mit Seheinschränkungen dabei helfen, sicher über die Straße zu gelangen; und das Online-Spiel “Talk To Me” zeigt UserInnen, wie man am besten mit Corona-Leugnern kommuniziert: Das sind die Good News des Tages

Blockchain-Projekt "tip me"

Ein globales Trinkgeld für Arbeiter weltweit

Faire Löhne auf der ganzen Welt – das ist das Ziel von “tip me”. Erreichen will das Gründer Jonathan Funke mit einem globalen Trinkgeld, das mit Hilfe einer Blockchain an alle Arbeiter und Farmer verteilt wird Er gilt als mächtiges Schwert des Verbrauchers – der bewusste Konsum. Doch was einfach gesagt ist, fällt dem einzelnen manchmal schwer. Denn die Ideale bleiben beim alltäglichen Einkauf schon einmal auf der Strecke. Das liegt manchmal am höheren Preis, manchmal auch schlicht am Angebot. So ergab beispielsweise eine Umfrage der Plattform Utopia, das 67 Prozent der Teilnehmer zwar fair einkaufen wollen, jedoch die „modischen und bezahlbaren Alternativen” fehlen würden. Klar ist aber auch: Es gibt mittlerweile viele Fair-Fashion-Labels, die preiswerte Mode anbieten, jedoch sind diese der breiten Masse nicht bekannt. Was viele nicht wissen: Ein Shirt muss nur 50 Cent mehr kosten, um fair zu sein. Damit diese 50 Cent aber auch ankommen, wo sie hingehören, gibt es jetzt tip me – das globale Trinkgeld. Mit ihm will das Gründerteam nichts weniger, als eine faire Globalisierung – umgesetzt mit einem globalen Trinkgeld …