Popcorn, made 3000 vor Christus

Viele schreiben den USA die Erfindung und Verbreitung des Popcorns zu. Doch die indigenen Völker der Americas haben schon Jahrtausende vor ihnen den fluffigen Puffmais entdeckt.

Egal ob im Freiluftkino oder vor der Glotze, salzig, süß oder in Butter und Karamell gebadet: Popcorn ist unser treuer Begleiter, wenn wir uns einem cineastischen Vergnügen hingeben oder es uns einfach nach einem luftigleichten Snack verlangt.

Als Erfinder des modernen Popcorns gelten die Amis: Die erste mit Dampf betriebene Popcornmaschine stellte Charles Cretors 1893 auf der Weltausstellung in Chicago vor. Während der großen Depression in den 1930er Jahren wurde Popcorn zu einem beliebten Snack in den USA, war er doch viel billiger und einfacher herzustellen, als zum Beispiel Schokolade. Von den Kinosälen in New York aus verbreitete sich Puffmais als Delikatesse um die ganze Welt.

Doch genau wie der Schokoladen-spendende Kakao, stammt Mais nicht aus den USA, sondern aus Lateinamerika.

Frühe Freude an den fluffigen Wölkchen

Dort kultivierten die Maya schon vor mehr als 3000 Jahren – und die Völker, die vor ihnen kamen, sogar vor 9000 Jahren – Mais: Es ist also nicht besonders überraschend, dass die indigenen Völker Lateinamerikas schon wesentlich früher als die US-Amerikaner:innen herausfanden, dass man die harten Maiskörner durch Erhitzung zu fluffigen, köstlichen Wölkchen machen konnte.

Die Nachbarn der Maya, die Aztek:innen, liebten Mais in aufgeploppter Form und verwendeten ihn nicht nur zum Essen, sondern vor allem in ihren religiösen Zeremonien. Bei einem ihrer wichtigsten Feste, der Toxcatl-Feier im Mai, opferten die Aztek:innen dem Gott Tezcatlipoca einen jungen Mann, um ihn gnädig zu stimmen: Tezcatlipoca war unter anderem der Gott des Nor…

Foto: pylz-worksl /unsplash

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