„2018 hatten wir vier Monate lang keinen Regen. Auf den Feldern meiner Eltern wuchs deswegen nichts. Kein Mais, kein Maniok, kein anderes Gemüse. Einige Familien pflanzten ihre Feldfrüchte in kleinen Töpfen an. Andere begannen zu fischen, obwohl der Fluss durch den Bergbau verseucht ist. Seitdem beteilige ich mich an Protesten, organisiere diese mit, mache auf die Probleme aufmerksam.
Seit dem Ausbruch des Bürgerkrieges zwischen den von Ruanda unterstützten kongolesischen Tutsi-Rebellen der Gruppe M23 und Regierungsmilitär im vergangenen Jahr werden wir immer wieder bedroht. Ende 2024 bin ich nur knapp einer Entführung entgangen. In der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) kann ich verhaftet werden, wenn ich für Klimaschutz protestiere. Firmen aus dem In- und Ausland zahlen Politiker:innen Geld, um Umweltstandards nicht einhalten zu müssen. Wenn wir dagegen protestieren, kann die Polizei uns mitnehmen und einsperren. Immer wieder werden Klimaaktivist:innen in der DR Kongo getötet – sowohl von Rebell:innen, als auch von Vertreter:inn…
Klimaaktivist Daniel Kalalizi