Über‘n Tellerrand

Die wilden Nüsse des Cerrado

Nüsse sind köstlich und gesund, ein Must-have gerade für Veggie- und Vega-Fans. Aus Brasilien gibt‘s Neues: die Barunuss. Seit  einem Jahr ist sie auch in der EU zugelassen.

Habt ihr schon mal von Barunüssen gehört? Rostrot, länglich, ein wenig wie Kalamata-Oliven oder Kakaobohnen sieht dieses neue Superfood aus, das erst seit vergangenem Jahr in der EU als Nahrungsmittel zugelassen ist und nun verkauft werden darf. „Novel Food“ nennt das Lebensmittelrecht der EU solche Newcomer, die vor dem Inkrafttreten der Novel-Food-Verordnung 1997 in der EU praktisch nicht gegessen wurden. Die Novel-Food-Verordnung entscheidet, ob sie als gesundheitlich unbedenklich gelten können.

Meist handelt es sich um exotische Früchte, Zuchtinsekten wie die Soldatenfliege, Designer Food wie neue Drinks für Sportler:innen oder Lebensmittel aus anderen Kulturkreisen, die hier bislang unbekannt waren. Wie eben die Barunuss. Sie kommt aus Südamerika, meist aus dem brasilianischen Cerrado.

Barunüsse, Foto: Gebana

„Cumbaru“, schwarzer Diamant, nennen die Menschen den Samen des gewaltigen Baruzeiro-Baumes, der wild in der Savannenlandschaft des Cerrado wächst. Denn der Clou an der Barunuss ist ihr Mix: Sie enthält deutlich mehr Protein und Ballaststoffe als Hasel- oder Walnüsse, aber weniger Fett und steckt voller wertvoller Mineralien und ungesättiger Fettsäuren. In Zahlen heißt das: Etwa 20 Prozent einer Barunuss sind Proteine, aber nur 26 Prozent der Kalorien stammen aus ihrem Fett. 100 Gramm Barus enthalten etwa 17 Milligramm (mg) Ballaststoff…

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Gesundheit Konsum & Lifestyle

Foto: Unsplash