Inspiriert ist Ihr Wettbewerb Abpflastern vom niederländischen Tegelwippen (auf Deutsch: Fliesen lösen). In den Niederlanden messen sich Städte jedes Jahr darin, wer mehr Fläche entsiegelt. Seit 2020 haben Bürger:innen 15 Millionen Steine in ihren Gärten, Vorgärten und an Straßenrändern entfernt. Können wir so etwas in Deutschland auch?
Friederike Schröter: Wir haben auf jeden Fall genügend versiegelte Fläche dafür.
Paulina Stein: Bei unserem ersten Wettbewerb 2025 haben Menschen aus 32 Kommunen mitgemacht – vermutlich sind sie dieses Jahr auch wieder am Start. Zusätzlich haben wir sehr viele positive Rückmeldungen und Anfragen von weiteren Kommunen bekommen.
Wie viele Steine wurden dabei entfernt, wie viele Quadratmeter entsiegelt?
Schröter: Insgesamt sind uns 116 entsiegelte Flächen gemeldet worden, die sich zusammen auf etwas mehr als 10.000 Quadratmeter belaufen – das sind ungefähr eineinhalb Fußballfelder. Das klingt nicht nach viel, aber ich halte das für einen sehr guten Start. In Steinen ausgedrückt, ergibt das etwa eine halbe Million Steine.
Im März ist nun die zweite Runde des Wettbewerbs gestartet, der bis Oktober läuft. Wie genau kann man mitmachen?
Stein: Ab dem ersten Stein ist man dabei. Man macht einfach ein Foto von der Fläche, die entsiegelt wird – einmal vorher und einmal nachher. Dann misst man die Fläche und trägt es auf unserer Website ein. Anhand der Postleitzahl wird der Eintrag automatisch in die Liga der Groß-, Mittel- oder Kleinstädte eingerechnet.…
Diese Blume hat sich durch die Pflastersteine gekämpft. Der Wettbewerb Abpflastern ruft auf, die Steinwüsten aufzubrechen, um es anderem Grün leichter zu machen.