„Die Klima- und Umweltprobleme in Honduras sind riesig. Deswegen habe ich vor einigen Jahren mit ein paar Freund:innen das Projekt Green Footprints gestartet. Wir haben in einer benachteiligten Gegend in der Hauptstadt Tegucigalpa angesetzt: Hier leben viele in schwierigen Umständen, haben andere Sorgen als die Klimakrise. Viele Menschen wissen einfach wenig darüber, wie viele ihrer Probleme mit dieser Krise zusammenhängen. Wir wollen ihnen klarmachen, dass sie nicht nur Opfer dieser Krise sind, sondern etwas verändern können. Selbstwirksamkeit verändert nicht nur unseren Geist, sie kann eine ganze Gemeinschaft verändern. Wenn Menschen realisieren, dass sie selbst etwas verändern können, kann sie das für immer prägen.
Wir können etwas verändern
Ich bin der Meinung, dass es Bildung braucht, damit ein Bewusstsein entsteht. Wir Menschen können etwas verändern und verbessern. Auch kleine Schritte sind wichtig. Mit Green Footprints haben wir Workshops durchgeführt, um Schüler:innen, Lehrer:innen und andere aus der Gemeinde zu Change Makern auszubilden. Wir haben Klimathemen aufgegriffen, die für das Viertel relevant sind – wie etwa Müllprobleme oder Abholzung. Zusätzlich dazu gab es Aktionen zum Mitmachen wie Müllsammeln oder Bäume pflanzen. Insgesamt haben etwa 2.500 Menschen bei uns mitgemacht und dann das Gelernte an Familie, Nachbar:innen und Freund:innen weitergegeben. Heute profitierten etwa 10.000 Menschen von dem Projekt – dieser Verbreitungseffekt hat uns selbst total überrascht und gefreut. So wirkt das Projekt weiter, auch wenn uns für die künftige Finanzierung von Green Footprints aktuell Mittel fehlen.
Maria del Carmen Pacheco, 26, Honduras